Spielplan

Montag
21.01.2013

Der Barbier von Sevilla

Oper

Volksoper Wien

Montag 21. Jänner 2013
Beginn: 19:00 Uhr

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Dauer: 3 Stunden, Pausen: 1

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Gleich mehrere Preise hätte sich Gioacchino Rossini für seine 1816 uraufgeführte komische Oper verdient. Einen Preis für Schnelligkeit: "... innerhalb von acht Tagen schrieb ich den ersten, in weiteren zwölf Tagen den zweiten Akt" (und die heute so bekannte Ouvertüre hatte der Komponist kurzerhand einer seiner älteren Seria-Opern entlehnt). Einen für Mut: So getraute er sich, dem großen Maestro Païsiello Konkurrenz zu machen, dessen "Barbiere di Siviglia" ein unangefochtener Publikumsfavorit war. Wohl aus diesem Grunde gab Rossini seinem Werk einen neuen Titel, "L'inutile precauzione". "Die Vorsicht" war auf lange Sicht wirklich "unnötig", denn dieses Feuerwerk schwungvoller, witziger und charakteristischer Musiknummern sollte bald als Inbegriff der italienischen Opera buffa gelten. Josef Ernst Köpplingers hochgelobte Regiearbeit aus dem Jahre 2008 wird nun mit dem jungen Ensemblemitglied Ben Connor in der Titelpartie wiederaufgenommen.

Werkbeschreibung

Bei der Uraufführung im Teatro Argentina fiel das römische Publikum allerdings "wie wilde Tiere" über die Oper und ihren Komponisten her. Bald jedoch wurde der wahre Wert des "Barbiere" erkannt, wie Rossini stolz vermerkte: "Almavivas Serenade tönt hier nachts in allen Straßen, Figaros große Arie 'Largo al Factotum' ist das Paradestück aller Bassisten und Rosinas Cavatine 'Una voce poco fa' das Abendlied, mit dem hier jede Schöne zu Bett geht, um morgens mit den Worten 'Lindoro mio sarà' zu erwachen."

Pressestimmen

"Rossini, deutsch? Unbedingt! Die Premiere des 'Barbier von Sevilla' an der Volksoper bewies wieder einmal schlagend, dass die weltweite Tendenz, prinzipiell nur noch in Originalsprache singen zu wollen, künstlich hochgespielt ist. Wie bei den Da−Ponte−Opern Mozarts, die für Einsteiger unbedingt in der Landessprache verfügbar sein müssen, ist auch bei Rossinis Meisterstück nicht nur die Erstbegegnung in dieser Form empfehlenswert – und amüsant. Man hat Günther Rennerts Übersetzung, die seinerzeit unter Karl Böhms Leistung auch in der Staatsoper Verwendung fand, behutsam modernisiert. Auch Regisseur Josef Ernst Köpplinger versucht eine Zeitreise: Der 'Barbier' spielt in der Ära der faschistischen Diktatur. Man erkennt es an manchen Versatzstücken und an den Kostümen. Auch spielt das Bild des Generalissimus Franco eine Rolle im hektischen Treiben. Doch die Charaktere, die sich aus dem ungebremsten Bewegungsspiel der Inszenierung abheben, sind die altvertrauten, ewig liebenswerten. Köpplinger verzichtet – anders als die zeitliche Transposition vermuten ließe – auf jegliche Holzhammer−Politisierung, setzt lediglich auf Holzhammer−Posse, erfindet Personen und Running Gags in Fülle, so dass es nicht immer leicht ist, in dem Ballett der Regieeinfälle die Handlungsfäden der Rossini−Oper auszumachen.

(Wilhelm Sinkovicz, Die Presse)


"(…) Der 'Barbier' wurde von Josef Ernst Köpplinger inszeniert, und der verstand es, jeden Winkel mit Bewegung zu füllen, von Slapstick bis Pantomime alles einzusetzen, was die Lachmuskel anregt. Das wurde mitunter ein wenig hektisch, aber durchwegs kurzweilig.

(Ernst P. Strobl, Salzburger Nachrichten)


"Ein Riesenspaß in der Wiener Volksoper: Großer Premierenerfolg von Rossinis 'Barbier von Sevilla'. Selten in der Oper so viel gelacht wie bei dieser Premiere des Barbier von Sevilla: Josef Ernst Köpplinger hat so etwas wie eine Feydeau−Burleske inszeniert. Während die Handlung mit Witz und Tempo vorangetrieben wird, ist die Bühne von Nebenfiguren belebt, die als Handwerker oder Priester, Herumtreiber oder Puffdamen, Raufbolde oder Polizisten agieren. Routine ist nicht zugelassen. Akteure, die singen, und andere, die nur spielen, summieren sich zu einem brillanten Stück−Ensemble, das mit größter Genauigkeit die witzigen Einfälle des Regisseurs realisiert.

(Karl Löbl, Österreich)


"Josef Ernst Köpplinger hat in der Volksoper Rossinis Meisterbuffa 'Der Barbier von Sevilla' mit Schwung und Witz inszeniert."

(Karlheinz Roschitz, Krone)


"Köpplinger versuchte auch gar nicht viel zu interpretieren oder gar tiefsinnige psychologische Wesenszüge freizulegen, sondern erzählte eine komödiantische Geschichte mit viel Tempo, geschliffenem Humor und genügend Liebe zum slapstickartigen Blödeln. Heidrun Schmelzers Bühnenbild mit zwei markanten Wendeltreppen in Bartolos Haus schuf treppauf, treppab ideale Bedingungen für Situationskomik. (…)"

(Michael Wruss, OÖNachrichten)

Termine

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08.Mittwoch 19:00KartenBesetzung
16.Donnerstag 19:00KartenBesetzung
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