Spielplan

Donnerstag
14.02.2013

Die verkaufte Braut

Oper

Volksoper Wien

Donnerstag 14. Februar 2013
Beginn: 19:00 Uhr

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Dauer: 2 Stunden 45 Minuten, Pausen: 1

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Bedrich Smetana schuf mit dem tschechischen Publizisten, Schriftsteller, Revolutionär und Spitzel Karel Sabina in den 1860er Jahren die tschechische Nationaloper schlechthin. Weit über die Grenzen Böhmens und Mährens hinaus berührt diese Volksoper bis heute. Regisseur Helmut Baumann, an der Volksoper bestens bekannt, trat zuletzt mit seinen Inszenierungen von Jacques Offenbachs "Orpheus in der Unterwelt" und Paul Abrahams "Die Blume von Hawaii" in Erscheinung.

In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

Werkbeschreibung

"Die verkaufte Braut" erzählt die ergreifende Liebesgeschichte von Marie und Hans vor der bunten Folie des dörflichen Kirchweihfestes mit Tanz- und Zirkusszenen. Marie soll eine arrangierte Ehe mit Wenzel, dem Sohn des reichen Grundbesitzers Micha, eingehen. Marie wehrt sich dagegen und kämpft um ihre Liebe. Hans hingegen verspricht dem Heiratsvermittler Kecal, seine Braut freizugeben, wenn er sie keinem andern als dem Sohn des Micha gibt. Die gekränkte Marie weiß noch nicht, dass Hans der verschollene Sohn aus Michas erster Ehe ist.

Pressestimmen

So sehr der Heiratsvermittler auch versucht, für ein paar Gulden eine Unglücksehe zu stiften: Hinter der

Bühne haben sich die Richtigen getroffen. Regisseur Helmut Baumann und die Wiener Volksoper – das ist eine Beziehung, die seit langem profitable Früchte abwirft und nun, in der zweiten Amtszeit von Robert

Meyer, so etwas wie ein Musterbeispiel in Sachen Markenpflege. Volksnahes Entertainment mit dem

reifen Know-how eines Handwerkers: So wünscht sich Meyer seine Premieren, und genau das hat der

74-jährige Berliner geliefert. Ja, da hat man eine gute Show gesehen.

(Wiener Zeitung)


In der Volksoper hat das bewährte Duo aus Helmut Baumann (Regie) und Mathias Fischer-Dieskau

(Bühnenbild/Licht) das Geschehen ins Einheitsbühnenbild einer Designerscheune verlegt, die sich

monochrom vor Altböhmenkitsch jeglicher Art hütet. In diesem Ambiente entfaltet das Ensemble bei der

Premiere Spielwitz, ohne dabei auf Klamauk zu setzen, was vom Publikum sehr positiv aufgenommen wurde.

(Austria Presse Agentur)


Herzhaft wird gerauft wie stilisiert getanzt (effektvolle Choreografie: Bohdana Szivacz); Akrobaten, Jongleure und Clowns geben imposante Kostproben ihres Vermögens, während die liebe Dorfgesellschaft staunend zusammenrückt. Charakterzeichnung ist mitunter durchaus vorhanden: Caroline Melzer (als Marie) gibt eine selbstbewusste (und gesanglich solide) junge Dame;

Jeffrey Treganza (als Wenzel, mit dem Marie verheiratet werden soll) präsentiert keinen stotternden Idioten, vielmehr einen sympathisch-naiven Jüngling, der sein Herz schließlich für Tänzerin Esmeralda (Anita Götz) rasen lässt.

(Der Standard)


Das Ballett, das Orchester (souverän dirigiert von Smetana-Spezialist Enrico Dovico) und die Ensembleszenen mit dem Chor – das sind die großen Stärken dieser Inszenierung, die werkgetreu ist, aber ohne böhmentypischen Kitsch und ohne Trachten auskommt. Auch das Bühnenbild von Mathias Fischer-Dieskau überzeugt (…). Vor dieser Kulisse agieren Matthias Klink als verstoßener, aber inkognito wiedergekehrter Sohn des Gutsbesitzers Micha (Andreas Mitschke) und Caroline Melzer als eine sehr selbstbewusst und emanzipiert wirkende „verkaufte Braut”. Paraderollen gibt es für den US-Amerikaner Jeffrey Treganza als stotternden Tollpatsch Wenzel und für den Vorarlberger Bassbariton Martin Winkler (der heuer bei der Eröffnungsvorstellung in Bayreuth den Alberich singen wird) als durchtriebenen Heiratsvermittler Kecal.

(Kleine Zeitung)


Baumann gelingt es, den Bühnenverkehr beschwingt und federleicht zu halten, obwohl er den Figuren

psychologisches Gewicht verleiht. Tragikomisch vor allem der Bauernsohn Wenzel: Der meist übel beleumundete Heiratskandidat für Marie ist diesmal keine Stotterhans-Lachvorlage, sondern eine geschundene Kreatur – ein Mann im Muttibub-Gewand, der das elterliche Korsett letztlich gegen ein Bärenkostüm beim Wanderzirkus eintauschen kann. Ein solcher Jüngling evoziert eher mitfühlendes Lächeln als Hohngebrüll – was freilich auch am komischen Mienenspiel von Jeffrey Treganza liegt, der seine Scat-Passagen elegant meistert.

(Wiener Zeitung)

Termine

April 2014
26.Samstag 19:00KartenBesetzung
Mai 2014
09.Freitag 19:00KartenBesetzung
16.Freitag 19:00KartenBesetzung
19.Montag 19:00KartenBesetzung
27.Dienstag 19:00KartenBesetzung

Besetzung