Spielplan Staatsballett

Volksoper Wien

Junge Talente des Wr. Staatsballetts

(Mai 2012)

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Carmina Burana

(Juni 2012)

Mit Carl Orffs "Carmina Burana", Claude Debussys "Nachmittag eines Fauns" und Maurice Ravels "Bolero" gelangen musikalische Meisterwerke des internationalen Repertoires in eigenen für das Haus geschaffenen Fassungen auf die Bühne. Vesna Orlic folgt den Intentionen Orffs, lässt sich aber selbst einen Freiraum zu eigener Auslegung; Boris Nebyla spürt in seinem Faun den natürlichen Bedürfnissen jedes Menschen nach; András Lukács sieht seine Version von Ravels Ballett als Ensemblewerk und verlegt es in ein Ballgeschehen.

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Max und Moritz

(Dezember 2012)

"Eine Lausbubengeschichte, die so explodiert vor Übermut und Bewegungslust, wo unentwegt derart über die Stränge geschlagen wird, so viel gesungen ("Meck, Meck, Meck!") und gesprungen, geprügelt und gebügelt, gezupft und gerupft, gefoppt und gekloppt, gerüttelt und geschüttelt, geneckt und verreckt wird, aus der müssen Tänzer und Choreographen einfach Kapital schlagen - künstlerisches, darstellerisches, tänzerisches Bewegungs-Unterhaltungs-Kapital", meinte Edmund Gleede, als er 1984 in München daran ging, Wilhelm Buschs Comic Strip aus dem Jahr 1865 für die Ballettbühne einzurichten.

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Volksoper Wien Archiv

Le Concours

(April 2011)

Le Concours, 1985 von Béjarts eigener Kompanie in Paris uraufgeführt, behandelt auf unterhaltsame Weise Probleme, die zum Leben eines Tänzers gehören: Ihre beruflichen und gefühlsmäßigen Beziehungen, aber auch ästhetische Fragen wie der Gegensatz von klassischer Tanzsprache und zeitgenössischen Ausdrucksformen.

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Marie Antoinette

(November 2010)

Patrick de Banas Ballett liegt ein Stoff zugrunde, der sowohl in der österreichischen als auch in der französischen Geschichte wurzelt. Es behandelt das tragische Leben von Marie Antoinette (1755-1793), der jüngsten Tochter der österreichischen Herrscherin Maria Theresia, die durch ihre Ehe mit Ludwig XVI. zur Königin von Frankreich wurde. Der Choreograph zeichnet den Lebensweg dieser umstrittenen Persönlichkeit nach, beginnend am Kaiserhof in Wien über die Vermählung als Vierzehnjährige mit dem französischen Dauphin, ihre problematische Ehe, ihr Leben am Hof von Versailles, das auch durch heftige Angriffe auf ihren extravaganten Lebensstil gekennzeichnet war, bis hin zu ihrer völligen Isolierung und ihrer Hinrichtung während der Französischen Revolution. Als musikalische Grundlage für sein Werk wählte Patrick de Bana hauptsächlich Kompositionen von Zeitgenossen der kunstsinnigen Königin.

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Wiener Staatsoper

Don Quixote

(Mai 2012)

Der jahrhundertelang währende Dialog zwischen dem spanischen Volkstanz und dem Bühnentanz der Hochkultur fand in dem 1869 in Moskau uraufgeführten Ballett Don Quixote seinen Höhepunkt. Der Franzose Marius Petipa hatte sich für sein Ballett durch Episoden aus dem legendären Roman von Cervantes anregen lassen. Die Musik komponierte der Österreicher Ludwig Minkus. Im Osten seit der Uraufführung ein Fixpunkt im Repertoire, fand Don Quixote im Westen erst nach der 1966 an der Wiener Staatsoper erfolgten Einrichtung durch Rudolf Nurejew Eingang in die internationalen Spielpläne. Von Wien ging das Ballett in die Welt und kehrte nach einer längeren Absenz nun wieder in das Haus am Ring zurück.

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Juwelen der Neuen Welt II

(Juni 2012)

Als modifizierte Neuauflage des erfolgreichen Programms "Juwelen der Neuen Welt" präsentiert Ballettdirektor Manuel Legris einen Abend, der dem Beitrag amerikanischer Choreographen zum Tanz des 20. Jahrhunderts gewidmet ist. Von George Balanchine, dem großen, aus Europa stammenden Ballettschöpfer, der das neoklassische Ballett in Amerika zur Blüte führte, ist "Rubies" (1972) zu sehen. John Neumeier und William Forsythe - beide in der "Neuen Welt" geboren, beide erklärte Bewunderer Balanchines - haben Europa zur Plattform ihres Schaffens gemacht. Vom Hamburger Ballettintendanten Neumeier wird "Bach Suite III" (1981) getanzt, von seinem ebenfalls in Deutschland wirkenden Landsmann Forsythe "The Vertiginous Thrill of Exactitude" (1996). Die in Amerika geborene und dort wirkende Twyla Tharp, eine Grenzgängerin zwischen avantgardistischen und traditionellen Tanzrichtungen, ist mit Variationen über ein "Thema von Haydn" (2000) vertreten.

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Tanzdemonstrationen der Ballettschule der Wiener Staatsoper

(Juni 2012)

Zum zweiten Mal gestaltet die Ballettschule der Wiener Staatsoper im A1-Kinderopernzelt der Wiener Staatsoper Tanzdemonstrationen, in denen alle Studierenden in verschiedenen Fächern des Unterrichtsprogramms zu sehen sind. Die Vormittagsvorstellungen bestreiten die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, die Nachmittagsvorstellungen sind der Unterstufe vorbehalten.
Im Vordergrund dieser Darbietungen steht das Ballett. Die Studierenden erhalten Gelegenheit, die Kenntnisse, die sie sich während des laufenden Schuljahres angeeignet haben, auf der Bühne zu präsentieren. Angeleitet von ihren Lehrerinnen und Lehrern und begleitet von den Pianistinnen und Pianisten, führen sie die festgelegten Abläufe eines klassischen Exercice vor: Übungen an der Stange und "in der Mitte", Sprünge und Spitzentraining, dazu Pas de deux und kurze Sequenzen aus den Fächern Contemporary Dance, Charaktertanz, Historischer Tanz, Gesellschaftstanz, Jazz Dance, Rhythmik, Dance Rhythms und Wiesenthal-Technik.

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Nurejew Gala 2012

(Juni 2012)

Wie schon im Vorjahr richtet Ballettdirektor Manuel Legris auch am Ende Spielzeit 2011/2012 eine Gala zu Ehren von Rudolf Nurejew aus. Werke des Choreographen Nurejew (Ausschnitte aus seinen Fassungen von "Schwanensee", "Der Nussknacker", "Raymonda" und "Romeo und Julia") werden ebenso zu sehen sein wie Stücke von Choreographen, die für die Laufbahn des "Jahrhunderttänzers“ Nurejew von besonderer Bedeutung waren – darunter als Wiener Erstaufführung Roland Petits Meisterwerk "Le Jeune homme et la mort". Als besondere Rarität kommt mit dem Pas de six aus "Laurencia" ein Ausschnitt aus jenem Ballett zur Aufführung, in dem Nurejew 1958 sein Debüt im Kirow-Ballett feierte.
Dem Wiener Ballett war Rudolf Nurejew fast 25 Jahre – von 1964 bis 1988 – verbunden. Sechs Jahre lang – von 1983 bis 1989 – war er Direktor des Balletts der Pariser Oper, als der er das Ensemble an die Spitze der internationalen Ballettszene führte. Unter den Tänzern, die Nurejew besonders förderte, ragte Manuel Legris heraus, der nicht nur in Paris, sondern auch in Wien in den Balletten seines Mentors brillierte. In der Nurejew Gala 2012 wird Manuel Legris an der Seite von Maria Eichwald im Pas de deux aus John Crankos "Onegin" zu sehen sein.

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Meisterwerke des 20. Jahrhunderts

(November 2012)

Meisterwerke des 20. Jahrhunderts "made in France": Serge Lifar, eine Ikone des französischen Balletts, ist durch seine 1943 für die Pariser Oper geschaffene "Suite en blanc" vertreten. Das als Hommage an das klassische Ballett konzipierte Werk zu Musik aus Edouard Lalos "Namouna" bietet einem großen Ensemble Gelegenheit, sich selbst und seine Kunst zu zelebrieren. - Das Doppelkonzert von Bohuslav Martin? inspirierte den aus der niederländischen Schule hervorgegangenen Choreographen Nils Christe zu seinem "Before Nightfall", das, 1985 für die Pariser Oper entstandenen, die unheilschwangere Atmosphäre der Musik in abstrakten Bildern veranschaulicht. - Eine literarische Vorlage von Alphonse Daudet und die mit ihr verbundene Musik von Georges Bizet bilden die Grundlage für Roland Petits dramatisches Meisterwerk "L'Arlésienne", das der Exponent französischer Ballettkunst 1974 für die Ballets de Marseille kreiert hat.

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La Sylphide

(April 2013)

Der Kosmos des Romantischen Balletts, als dessen Initialwerk die 1832 in Paris uraufgeführte Sylphide anzusehen ist, bezieht seine fortdauernde Gültigkeit aus der Tatsache, für den aufgegriffenen Inhalt ein adäquates tänzerisches Mittel - den Spitzentanz - gefunden zu haben. Das Ballett erzählt von einem Wesen aus einer anderen Welt, dessen Versuch, mit einem Sterblichen eine Verbindung einzugehen, tödlich endet. La Sylphide und seine Schöpfer - Filippo Taglioni als Choreograph und seine Tochter Marie als Sylphide - vermochten mit ihrem Ballett die Grundstimmung der Romantik idealtypisch auf die Bühne zu stellen. Dem leidenschaftlichen Engagement Pierre Lacottes für das Romantische Ballett ist die Wiederbelebung des Pariser Originals dieses Werks zu danken.

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Wiener Staatsoper Archiv

Schritte und Spuren

(Januar 2011)

In den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts begann der tschechische Choreograph Jirí Kylián in den Niederlanden neue Schritte in die choreographische Landschaft zu setzen. Seinen Spuren folgten - jeweils ihre eigene Persönlichkeit einsetzend - Choreographen aus den verschiedensten Ländern.

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Dornröschen

(November 2004)

Der Choreograph Marius Petipa und der Komponist Peter Iljitsch Tschaikowski formten den berühmten Märchenstoff von Charles Perrault zu einem Ballett, das - 1890 in St. Petersburg uraufgeführt - zur Apotheose eines Stils und einer Schule des Balletts wurde, die sich über ein halbes Jahrhundert hinweg am Kaiserlichen Mariinski-Theater entwickelt hatten. Schöpfer dieser russischen Spielart der Danse d'école war der Franzose Petipa, der das Ballett seiner Heimat in Russland pflegte und ihm dort die "russische Seele" einhauchte. Über der vom Wiener Staatsballett getanzten Fassung von Dornröschen liegt aber noch die englische Ebene der Einstudierung. Von Sir Peter Wright besorgt, widerspiegelt sie jenes noble Bild, das sich das königlich britische Ballett vom zaristischen Russland bildete.

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Balanchine & Robbins

(Mai 2011)

Als erste Premiere des Wiener Staatsballetts in der Spielzeit 2011/2012 präsentiert Ballettdirektor Manuel Legris George Balanchines "Stravinsky Violin Concerto". 1972 zu Igor Strawinskis Konzert in D für Violine und Orchester für das nun schon legendäre Strawinski-Festival des New York City Ballet entstanden, zählt es zu den Hauptwerken des russisch-amerikanischen Choreographen. Gemeinsam mit dem aus einer früheren Schaffensperiode stammenden "Thema und Variationen" bildet es jenen Teil des Abends, in dem Eckpfeiler in der Entwicklung des neoklassischen Balletts Balanchinescher Prägung getanzt werden. Dem gegenüber gestellt werden zwei ebenfalls grundverschiedene Werke von Jerome Robbins, dem kongenialen Mitstreiter Balanchines, der die von seinem Vorbild eingeleitete "Amerikanisierung" des klassischen Balletts fortführte. Evoziert Robbins in seinem "In the Night" eine Neo-Romantik, so muten seine "Glass Pieces" wie eine Antwort des Balletts auf Tendenzen der New Yorker Tanz-Avantgarde an.

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Anna Karenina

(Juni 2009)

Auf der Grundlage einer Partitur, die aus Kompositionen Peter Iljitsch Tschaikowskis zusammengestellt ist, formte Boris Eifman 2005 in St. Petersburg Leo Tolstois tragischen Roman aus dem Jahr 1877 zu einem der packendsten Dramen der zeitgenössischen Tanzszene. Die von Leidenschaft und Verzweiflung erfüllte Liebestragödie wird aufgrund ihres dynamischen Bewegungskonzepts als Meisterwerk des führenden Choreographen Russlands angesehen. Seine umjubelte Wiener Erstaufführung erlebte das mit dem renommierten Prix Benois de la Danse ausgezeichnete Ballett 2006 in der Volksoper Wien. 2009 wurde die effektvolle Produktion an die Wiener Staatsoper transferiert.

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