Volksoper Wien
Kreation und Tradition
(Mai 2013)
Kreation und Tradition zwei unabdingbar miteinander verbundene Begriffe jedweder künstlerischen Äußerungen sind auch Movens für die Kunst des Tanzes. Ballettdirektor Manuel Legris erhebt diese Begriffe zum Motto eines Abends, der zweierlei aufzeigen soll. Zum einen, der Verpflichtung zur verantwortungsvollen Pflege von wertvollen Stücken aus dem so vielfältigen Reservoir tradierter Werke des klassischen Balletts nachzukommen, zum anderen, sich der noch wichtigeren Aufgabe zu stellen, den Fortbestand der Kunstgattung durch Kreation neuer Werke zu sichern.
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(Mai 2013)
Kreation und Tradition zwei unabdingbar miteinander verbundene Begriffe jedweder künstlerischen Äußerungen sind auch Movens für die Kunst des Tanzes. Ballettdirektor Manuel Legris erhebt diese Begriffe zum Motto eines Abends, der zweierlei aufzeigen soll. Zum einen, der Verpflichtung zur verantwortungsvollen Pflege von wertvollen Stücken aus dem so vielfältigen Reservoir tradierter Werke des klassischen Balletts nachzukommen, zum anderen, sich der noch wichtigeren Aufgabe zu stellen, den Fortbestand der Kunstgattung durch Kreation neuer Werke zu sichern.
mehrBlaubarts Geheimnis
(Juni 2013)
Die berüchtigte Figur des frauenmordenden Ritters Blaubart steht im Mittelpunkt des 2011 in Wiesbaden uraufgeführten Balletts des vielfach ausgezeichneten deutschen Choreographen Stephan Thoss. Zu Musik von Henryk Górecki und Philip Glass spürt Thoss unterschiedlichen Motiven des Märchens nach und deckt verborgene Geheimnisse des Menschen Blaubart auf. Der Geschichte von Judith und Blaubart stellt der Choreograph im ersten Teil des Abends Szenen voran, die unterschiedliche Spielarten im grundsätzlichen Verhältnis zwischen Männern und Frauen schildern. Aus diesen Präludien kristallisieren sich am Ende die beiden Protagonisten heraus.
Anders als in der ursprünglichen Fassung des Märchens von Charles Perrault, ist Blaubart bei Stephan Thoss kein brutaler Frauenschlächter, der die Leichen der ermordeten Gattinnen sorgsam in einem Zimmer seiner Burg verbirgt. Vielmehr fragt Thoss nach der Dynamik der Beziehung zwischen dem erfahrenen Mann und seiner jungen Braut. Blaubart und Judith sind bei ihm ein Paar, das einen Weg zueinander sucht.
Blaubarts Geheimnis
(Juni 2013)
Die berüchtigte Figur des frauenmordenden Ritters Blaubart steht im Mittelpunkt des 2011 in Wiesbaden uraufgeführten Balletts des vielfach ausgezeichneten deutschen Choreographen Stephan Thoss. Zu Musik von Henryk Górecki und Philip Glass spürt Thoss unterschiedlichen Motiven des Märchens nach und deckt verborgene Geheimnisse des Menschen Blaubart auf. Der Geschichte von Judith und Blaubart stellt der Choreograph im ersten Teil des Abends Szenen voran, die unterschiedliche Spielarten im grundsätzlichen Verhältnis zwischen Männern und Frauen schildern. Aus diesen Präludien kristallisieren sich am Ende die beiden Protagonisten heraus.
Anders als in der ursprünglichen Fassung des Märchens von Charles Perrault, ist Blaubart bei Stephan Thoss kein brutaler Frauenschlächter, der die Leichen der ermordeten Gattinnen sorgsam in einem Zimmer seiner Burg verbirgt. Vielmehr fragt Thoss nach der Dynamik der Beziehung zwischen dem erfahrenen Mann und seiner jungen Braut. Blaubart und Judith sind bei ihm ein Paar, das einen Weg zueinander sucht.
Carmina Burana
(Januar 2014)
Mit Carl Orffs "Carmina Burana", Claude Debussys "Nachmittag eines Fauns" und Maurice Ravels "Bolero" gelangen musikalische Meisterwerke des internationalen Repertoires in eigenen für das Haus geschaffenen Fassungen auf die Bühne. Vesna Orlic folgt den Intentionen Orffs, lässt sich aber selbst einen Freiraum zu eigener Auslegung; Boris Nebyla spürt in seinem Faun den natürlichen Bedürfnissen jedes Menschen nach; András Lukács sieht seine Version von Ravels Ballett als Ensemblewerk und verlegt es in ein Ballgeschehen.
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(Januar 2014)
Mit Carl Orffs "Carmina Burana", Claude Debussys "Nachmittag eines Fauns" und Maurice Ravels "Bolero" gelangen musikalische Meisterwerke des internationalen Repertoires in eigenen für das Haus geschaffenen Fassungen auf die Bühne. Vesna Orlic folgt den Intentionen Orffs, lässt sich aber selbst einen Freiraum zu eigener Auslegung; Boris Nebyla spürt in seinem Faun den natürlichen Bedürfnissen jedes Menschen nach; András Lukács sieht seine Version von Ravels Ballett als Ensemblewerk und verlegt es in ein Ballgeschehen.
mehrEin Sommernachtstraum (Ballett)
(Januar 2014)
Der zu den international gefragtesten Exponenten heutigen Ballettschaffens zählende finnische Choreograph Jorma Elo entsprach dem vor drei Jahren an ihn herangetragenen Wunsch nach einem neuen abendfüllenden Handlungsballett um so lieber, als er in der Wiener Ballettkompanie ein Instrument sah, das aufgrund seiner Versiertheit im klassischen wie im zeitgenössischen Tanz imstande ist, seine von Vielfalt geprägte Auffassung von Choreographie zu realisieren. Diese Vielfalt mit ihrer Verschmelzung von stilistischen Formen entspricht den übereinander geschichteten Handlungsebenen jener literarischen Vorlage, die Elo für seine Wiener Kreation heranzog: William Shakespeares Komödie Ein Sommernachtstraum. Ausschlaggebend für diese Wahl war Elos Bewunderung für das zeitlose Werk und die von Felix Mendelssohn Bartholdy dafür geschaffene kongeniale Schauspielmusik. Das 2010 an der Wiener Staatsoper uraufgeführte Ballett wurde 2011 in Moskau mit dem renommierten Prix Benois de la Danse ausgezeichnet.
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(Januar 2014)
Der zu den international gefragtesten Exponenten heutigen Ballettschaffens zählende finnische Choreograph Jorma Elo entsprach dem vor drei Jahren an ihn herangetragenen Wunsch nach einem neuen abendfüllenden Handlungsballett um so lieber, als er in der Wiener Ballettkompanie ein Instrument sah, das aufgrund seiner Versiertheit im klassischen wie im zeitgenössischen Tanz imstande ist, seine von Vielfalt geprägte Auffassung von Choreographie zu realisieren. Diese Vielfalt mit ihrer Verschmelzung von stilistischen Formen entspricht den übereinander geschichteten Handlungsebenen jener literarischen Vorlage, die Elo für seine Wiener Kreation heranzog: William Shakespeares Komödie Ein Sommernachtstraum. Ausschlaggebend für diese Wahl war Elos Bewunderung für das zeitlose Werk und die von Felix Mendelssohn Bartholdy dafür geschaffene kongeniale Schauspielmusik. Das 2010 an der Wiener Staatsoper uraufgeführte Ballett wurde 2011 in Moskau mit dem renommierten Prix Benois de la Danse ausgezeichnet.
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Max und Moritz
(Dezember 2012)
"Eine Lausbubengeschichte, die so explodiert vor Übermut und Bewegungslust, wo unentwegt derart über die Stränge geschlagen wird, so viel gesungen ("Meck, Meck, Meck!") und gesprungen, geprügelt und gebügelt, gezupft und gerupft, gefoppt und gekloppt, gerüttelt und geschüttelt, geneckt und verreckt wird, aus der müssen Tänzer und Choreographen einfach Kapital schlagen - künstlerisches, darstellerisches, tänzerisches Bewegungs-Unterhaltungs-Kapital", meinte Edmund Gleede, als er 1984 in München daran ging, Wilhelm Buschs Comic Strip aus dem Jahr 1865 für die Ballettbühne einzurichten.
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