Spielplan Staatsballett

Volksoper Wien

Saison 2016/2017

Die Schneekönigin

von Michael Corder (September 2016)

"Die Schneekönigin" von Michael Corder basiert auf Prokofjews letztem Ballett "Die steinerne Blume", wobei die Musik von Julian Philips neu eingerichtet wurde. In opulenter Ausstattung erzählt das Ballett die
Geschichte von Gerda und Kay, deren Freundschaft von der Schneekönigin auf eine harte Probe gestellt wird.

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Cendrillon (Aschenputtel)

von Thierry Malandain (November 2016)

In der Choreographie von Thierry Malandain wandelt sich die Geschichte von Aschenputtel zu einem Nachdenken über den Werdegang eines Tanzstars: Der Weg an die Spitze ist mühevoll und voller Zweifel, er führt erst nach Widrigkeiten, Schmerz und Hoffnung zum Erfolg. Tragische, komische und symbolträchtige Stationen bilden diese Vision von "Cendrillon", die, so der Choreograph, „aus Asche und Magie“ entstanden ist. Auf Basis der Dramaturgie von "Cendrillon" und der Partitur Prokofjews entwickelte Malandain eine sehr persönliche Deutung, wobei er sich auf Momente des Stoffes konzentrierte, die ihm besonders am Herzen liegen – etwa das Happy End, an dem der Prinz sein Aschenputtel in die Welt der Liebe entführt.

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Carmina Burana

von András Lukács, Vesna Orlic, Boris Nebyla (Dezember 2016)

Mit Carl Orffs „Carmina Burana“, Claude Debussys „Nachmittag eines Fauns“ und Maurice Ravels „Bolero“ gelangen wieder musikalische Meisterwerke des internationalen Repertoires in eigenen, für das Haus geschaffenen Choreographien auf die Bühne.

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Giselle Rouge

von Boris Eifman (März 2017)

Nach dem großen Erfolg mit seiner berührenden "Anna Karenina" Choreographie kehrt Boris Eifman mit einem weiteren Stück über eine große Frauenfigur an die Volksoper zurück. Giselle Rouge erzählt die bewegte Lebensgeschichte der bedeutenden russischen Tänzerin Olga Spessiwzewa. Die tänzerische Sprache, welche sich zu einer Musikcollage entfaltet, an der Werke von Peter Iljitsch Tschaikowski, Alfred Schnittke und Georges Bizet maßgeblichen Anteil haben, ist temporeich und virtuos, wobei sich vor allem bei den Pas de deux‘ fulminante Höhepunkte ergeben.

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Der Feuervogel / Petruschka / Movements to Stravinsky

Premiere von Andrey Kaydanovskiy, Eno Peci, András Lukács (April 2017)

Der neue Abend des Wiener Staatsballetts ist drei bedeutenden Bühnenwerken des 20. Jahrhunderts gewidmet. An der Schwelle der Moderne begründeten sie nicht nur den Ruhm der Ballets Russes von Sergej Diaghilew und Igor Strawinski, sondern öffneten das Tor zu einer neuen Ästhetik. Die aus der Kompanie des Wiener Staatsballetts hervorgegangenen Choreographen Andrey Kaydanovskiy ("Der Feuervogel"), Eno Peci ("Petruschka") und András Lukács ("Movements to Stravinsky") stellen sich der Herausforderung, diese Legenden der Ballettkunst neu zu interpretieren.

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Wiener Staatsoper

Le Corsaire

von Manuel Legris (September 2016)

Seit seiner Uraufführung am 23. Jänner 1856 in der Pariser Opéra (Choreographie: Joseph Mazilier, Musik: Adolphe Adam) zählt das Werk zu den eindrucksvollsten Handlungsballetten des 19. Jahrhunderts. Besondere Popularität gewann das Opus durch die Fassungen von Jules Perrot (1858) und Marius Petipa (1863) sowie durch Dame Margot Fonteyn und Rudolf Nurejew, welche dem so genannten "Le Corsaire – Pas de deux" zur weltweiten Bekanntheit verhalfen. An der Wiener Staatsoper wurde es bislang noch nicht zur Gänze gezeigt.

Auf Basis der mehr als 150 Jahre umspannenden Tradition des Balletts erarbeitet Manuel Legris, der Ballettdirektor des Wiener Staatsballetts, eine spezielle Fassung für sein Ensemble. Dabei schöpft er vor allem aus den reichhaltigen Aufführungstraditionen der französischen und russischen Überlieferungslinie des Werkes, die er aus seiner Sicht und Erfahrung interpretiert. Handlung, Musik, Choreographie und Ausstattung werden dabei behutsam zu einem neuen Gesamtbild zusammengefügt, welches sich auf die Höhepunkte des bunten Treibens rund um das Paar Conrad und Medora konzentriert.

Die Ausstattung stammt von Luisa Spinatelli, womit sich ein bereits im Falle des "Schwanensee" (Spielzeit 2013/2014) erfolgreiches und somit gut aufeinander eingestelltes Team für die Arbeit an "Le Corsaire" erneut zusammenfindet.

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van Manen | Ekman | Kylián

von Alexander Ekman, Jiří Kylián, Hans van Manen (September 2016)

Gerahmt von Hans van Manens eindrucksvollem Meisterwerk "Adagio Hammerklavier" und "Bella Figura" von Jirí Kylián steht mit "Cacti" zum ersten Mal ein Werk des 1984 in Schweden geborenen Choreographen Alexander Ekman auf dem Spielplan des Wiener Staatsballetts. "Cacti" reflektiert mittels tänzerisch virtuoser Mittel über die Wahrnehmung und das "Verstehen" von Kunst, wobei verblüffende Situationen und Bilder entstehen, bei denen auch der Humor nicht zu kurz kommt.

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Balanchine | Liang | Proietto

Premiere von Daniel Proietto, Edwaard Liang, George Balanchine (November 2016)

Die feste, ja fast kristalline Geometrie der Neoklassik von George Balanchine trifft bei Edwaard Liang auf frei fließende „biologische“ Formen: Muster von Vogelschwärmen, im konkreten Stare, bildeten den Ausgangspunkt für seine Choreographie. "Murmuration" bezeichnet dabei das Phänomen des sich Trennens und Durchmischen der einzelnen Schwärme bzw. einzelner Schwarmteile. Mit "Blanc" entsteht eine Auftragsarbeit für das Wiener Staatsballett, bei der Daniel Proietto sich auf die Spurensuche nach dem Substrat des romantischen Balletts und seiner „weißen Akte“ begibt.

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THOSS | WHEELDON | ROBBINS

von Christopher Wheeldon, Jerome Robbins, Stephan Thoss (November 2016)

„Fächerübergreifend“ – so ließe sich die thematische Klammer des Abends bezeichnen. Mit "The Four Seasons", uraufgeführt 1979 durch das New York City Ballet im New York State Theater, schuf Jerome Robbins eine Choreographie zu Musik von Giuseppe Verdi, die unmittelbaren Bezug zur Oper – konkret "I Vespri Siciliani", ergänzt um Ausschnitte aus "I Lombardi" und "Il Trovatore" – nimmt. "Fool’s Paradise" von Christopher Wheeldon basiert dagegen auf Musik von Joby Talbot, welche ursprünglich für einen Film komponiert wurde. "Blaubarts Geheimnis" schließlich stützt sich auf Musik von Philip Glass, die sowohl für Film als auch den Konzertgebrauch konzeptioniert wurde. Auf diese Wiese klingen in der Musikauswahl der drei Choreographen interdisziplinäre Komponenten an, die sich über den Faktor Musik hinaus noch in vielen weiteren Aspekten der Ballette finden lassen, wobei sich die Querverbindungen vom Modedesign bis hin zur Psychoanalyse spannen. "Blaubarts Geheimnis" war auch an der Volksoper Wien zu sehen und wird in der aktuellen Werkzusammenstellung für die Wiener Staatsoper ohne die "Präludien" gezeigt.

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Tanzdemonstrationen der Ballettakademie der Wiener Staatsoper

(Dezember 2016)

Zum fünften Mal präsentiert die Ballettakademie der Wiener Staatsoper vom 18.-24. Jänner 2016 ihre „Tanzdemonstrationen“. Diese finden nun erstmals  im neuen Studio Walfischgasse der Wiener Staatsoper  statt. Die Studierenden der Oberstufe zeigen am Vormittag, die Klassen der Unterstufe am Nachmittag  in verschiedenen Fächern des Unterrichtsprogramms ihr Können.

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Raymonda

von Rudolf Nurejew (Dezember 2016)

Rudolf Nurejews "Raymonda" zur Musik von Alexander Glasunow kehrt nach längerer Abwesenheit erstmals unter Manuel Legris wieder auf den Spielplan der Wiener Staatsoper zurück. Die Liebesgeschichte um die junge Raymonda und den Ritter Jean de Brienne steckt voller Dramatik, die aber trotz der zwischenzeitlichen Entführung von Raymonda durch die heldenhafte Befreiung ihres geliebten Ritters einen glücklichen Ausgang nimmt.

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La Fille mal gardée

von Frederick Ashton (Jänner 2017)

Das von Sir Frederick Ashton pittoresk und stimmungsvoll choreographierte Spiel um „List und Liebe“ kehrt erstmals unter Ballettdirektor Manuel Legris auf die Bühne der Wiener Staatsoper zurück. Das reiche Bauernmädchen Lise liebt den jungen Bauern Colas, doch ihre Mutter hat ehrgeizigere Pläne. Die brillante Ballettkomödie zählt zu den Sternstunden der Ballettkunst und alle Ballettfans dürfen sich auf den "Holzschuh-Tanz" und viele weitere berühmte Szenen aus der Welt des "demi-caractère" freuen. Empfehlenswert auch für ein ganz junges Publikum!

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Le Pavillon d'Armide | Le Sacre

Premiere von John Neumeier (Februar 2017)

"Le Pavillon d’Armide" bildete, 1907 in der Choreographie von Michail Fokin in St. Petersburg uraufgeführt, nicht zuletzt wegen der beteiligten Interpreten Anna Pawlowa, Vaslav Nijinsky und Pavel Gerdt einen Höhepunkt in der Ballettgeschichte des frühen 20. Jahrhunderts. 100 Jahre nach der Pariser Erstaufführung des Balletts stellte John Neumeier seine Auseinandersetzung mit dem Werk, zugleich eine Hommage an Vaslav Nijinsky, in Hamburg vor. Neumeiers Fassung von "Le Sacre du printemps" entstand 1972 für das Frankfurter Ballett und spiegelt – zwischen den Deutungen von Maurice Béjart (1959) und Pina Bausch (1975) stehend – auch den Geist dieser Dekaden.

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Onegin

von John Cranko (März 2017)

John Cranko formte Puschkins Versroman "Eugen Onegin" zu einem der herausragenden Handlungsballette des 20. Jahrhunderts. Auf der Basis von Kompositionen Tschaikowskis entfaltet sich die erschütternde Darstellung des Dramas einer verschmähten Liebe.

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Schwanensee

von Lew Iwanow, Marius Petipa, Rudolf Nurejew (Mai 2017)

Am 15. Oktober 1964 blickte die Ballettwelt auf Wien. Rudolf Nurejew, der bedeutendste Tänzer der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts, hatte, damals 26-jährig, für das Wiener Staatsopernballett seine Fassung von Schwanensee, dem wohl wichtigsten Werk der gesamten Ballettliteratur erarbeitet. Die Aufführung schrieb Ballettgeschichte. Drei Jahre nach seinem Absprung in den Westen war es dem aus der Sowjetunion stammenden Nurejew gelungen, die auf choreographisch unterschiedlichen Linien verlaufene Rezeption des Tschaikowski-Balletts um eine neue, überzeugende Interpretation zu bereichern. Sein Leitgedanke war die Aufwertung der männlichen Hauptrolle und ihre Gleichstellung mit der Partie der Ballerina. Bis 2009 mehr als 200 Mal im Haus am Ring und bei Gastspielen aufgeführt, bringt Manuel Legris nun Nurejews vor fünfzig Jahren entstandenen Wiener Schwanensee zurück auf die Bühne. Für die neue Ausstattung, die inspiriert ist durch die phantastische Welt des Bayernkönigs Ludwig II., zeichnet Luisa Spinatelli verantwortlich.

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Till Eulenspiegel... und lustige Streiche

(Juni 2017)

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Nurejew Gala 2017

Premiere (Juni 2017)

Nicht nur für viele Wienerinnen und Wiener zum Ballett-Fixpunkt geworden, führt die "Nurejew Gala" auch regelmäßig Gäste aus dem In- und Ausland in die Wiener Staatsoper. Die inzwischen unverzichtbar gewordene Tradition bietet zum Saisonabschluss ein gewohnt abwechslungsreiches und vielgestaltiges Programm aus der internationalen Welt des Tanzes, mit dem Manuel Legris und die Tänzerinnen und Tänzer des Wiener Staatsballetts sich bei ihrem Publikum für die Treue bedanken.

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