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Ben Glassberg 

Wann wurden Sie zum ersten Mal in Ihrem Leben durch (Musik)Theater verzaubert? Und wodurch?

Meine Tante ist Schauspielerin, dadurch habe ich einen Großteil meiner Kindheit hinter der Bühne im Theater verbracht. Die Magie zahlreicher Elemente und verschiedenster Individuen, die zusammenkamen, um etwas Ganzes zu schaffen, war faszinierend. Ich erinnere mich, dass ich mich in Musiktheater verliebte, als ich das Musical Merrily We Roll Along von Stephen Sondheim im Alter von 7 Jahren sah. Die Kombination aus Musik, Text, Choreografie und Design war überwältigend!

Warum singen die Leute und warum sprechen sie nicht?

Ich denke, manchmal haben wir Schwierigkeiten, tiefe Emotionen und Psychologie in Worte zu fassen. Musik erhöht die Sprache auf einen anderen Level und spricht direkt zu unserer Seele. Als der Graf im 4. Akt von Le nozze di Figaro um Vergebung bittet, nehmen wir seine Entschuldigung wegen der Schönheit der musikalischen Untermalung nur entfernt ernst. Es hat auch etwas außerordentlich Kraftvolles, wenn die menschliche Stimme ohne Verstärkung über ein großes Symphonieorchester projiziert wird – dies wäre mit Sprache unmöglich, aber die Vibration der Singstimme macht so etwas möglich.

Welche Rolle kann/soll Musiktheater in der heutigen Gesellschaft einnehmen?

Natürlich halte ich es für wichtig, dass das Theater die Gesellschaft kritisch reflektiert, und ich bin mir sicher, dass es eine didaktische Rolle in der modernen Kultur hat. Ich bin jedoch auch der festen Überzeugung, dass wir auch die Verantwortung haben, zu unterhalten. Wesentlich ist auch ein Theater, das den Zuschauer aus dem Alltag entführt und die Fantasie befriedigt.

 

Geboren in

London (Großbritannien)

Ausbildung

Music Degree an der University of Cambridge, Dirigieren an der Royal Academy of Music in London

Wichtige Engagements

La bohème mit dem English National Opera Orchestra, Arbeiten mit dem Tokyo Symphony Orchestra, Die Mozart/Da Ponte Trilogie am Brüsseler Opernhaus La Monnaie, La clemenza di Titobeim Glyndebourne Festival 2017 und Opéra de Rouen Normandie, Missa solemnis an der Opéra de Rouen Normandie, BBC Proms 2021, Fidelio beim Glyndebourne Festival 2021

Prägende Zusammenarbeit mit diesen Künstler:innen

Benjamin Grosvenor, Kirill Gerstein, Omer Meir Wellber, Sally Matthews, Nicky Spence, Andrea Breth

Debüt und wichtige Arbeiten an der Volksoper Wien

Debüt: Konzert des Orchesters der Volksoper Wien am 19. Februar (Saison 2022/23)

Weitere Arbeiten an der Volksoper: Der fliegende Holländer, Die lustigen Weiber von Windsor (2022/23), Ein Deutsches Requiem, Der Zauberer von Oz,

Bedeutende Preise & Ehrungen

2017: Grand Prix at the 55th International Besançon Competition for Young Conductors

Website

https://www.benglassberg.co.uk/


* Verwendung der Fotografie (© Gerard Collett) nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien