Mascha Pörzgen


In Bonn geboren und in Moskau aufgewachsen, absolvierte Mascha Pörzgen ihre Ausbildung für Film- und Theaterschauspiel in Berlin. Anschließend Studium der Schauspiel-Regie an der Universität Hamburg bei Manfred Brauneck und Jürgen Flimm, Diplom mit Auszeichnung. Regieassistentin am Burgtheater Wien bei Claus Peymann, George Tabori, Karlheinz Hackl und anderen.Als Dramaturgin und Regiemitarbeiterin begleitete sie Werner Schroeter, Joachim Herz, Johannes Schaaf an die Oper Frankfurt, das Moskauer Bolschoi-Theater und das St. Petersburger Mariinsky-Theater.

Seit 1999 ist sie selbstständige Regisseurin im Sprech- und Musiktheater. Ihre Inszenierungstätigkeit führte sie unter anderem nach Wien, Dresden, Berlin, Braunschweig, Krefeld/Mönchengladbach, Lübeck, Aachen, Oldenburg und Innsbruck. Mascha Pörzgens Theaterarbeit umfasst das experimentelle, zeitgenössische ebenso wie das klassische Repertoire, darunter Verdis „I Vespri Siciliani“ und „Rigoletto“, Tschaikowskys „Eugen Onegin“, Janáčeks „Katja Kabanova“, Nicolais „Lustige Weiber von Windsor“, Mozarts „Die Zauberflöte“ und „Cosí fan tutte“, Donizettis „Lucia di Lammermoor“, Gounods „Margarete“, Richard Strauss „Rosenkavalier“, Ligetis „Le Grand Macabre“, Dinescus „Eréndira“, Thomas Schlees Kirchenoper „Ich, Hiob“ , „Die Grille“ von Richard Ayres, Victor Ullmanns „Der Kaiser von Atlantis“, Erns Kreneks „Tarquin“ und „Limonen aus Sizilien“ von Manfred Trojahn. Im Schauspiel inszenierte sie Werke von Euripides, Shakespeare, Heiner Müller, Gombrowicz, Rasumovskaja, Robert Thomas, Peter Shaffer sowie Musicals wie „Der kleine Horrorladen“ oder „Triumph der Liebe“ (nach Marivaux).

In Wien inszenierte Mascha Pörzgen im Vestibül des Burgtheaters Heiner Müllers „Philoktet“, zwei Uraufführungen von Thomas Desy („Die Galle der Ostpreußen“, „Alpenmilchzentrale“ und „Puccini-Butterfly-Equation“, Kunsthaus Wien), für den Klangbogen Wien im Semperdepot mit der Neuen Oper Wien H.-J. v. Boses „63:Dreampalace“, (Bühne/Kostüm jew. Christoph Cremer) und Hojsgaards Oper „Don Juan kommt aus dem Krieg“ (nach Horvarth / Bühne Paul Zoller).

Seit 2015 verwaltet Mascha Pörzgen die Professur „Dialogregie für Gesangstudierende“ an der HMTM-Hannover. Daneben erteilt sie szenischen Unterricht am Internationalen Opernstudio der Staatsoper Berlin. Sie war zuvor als Dozentin für Szenischen Unterricht (Musiktheater) an der Folkwang-Universität Essen, der Universität der Künste Berlin und der Universität Mozarteum Salzburg tätig.

In der Saison 2016/17 inszeniert Mascha Pörzgen Manfred Trojahns Oper „Limonen aus Sizilien“ im Kasino am Schwarzenbergplatz, der neuen Spielstätte für zeitgenössisches Musiktheater der Volksoper Wien.

Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien

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