Sorin Coliban

Der Bassbariton wurde in Bukarest geboren und studierte an der Musikakademie seiner Heimatstadt, wo er bis zu seinem Diplom 1995 u. a. als Blaubart in Bartóks Herzog Blaubarts Burg und Figaro (Le nozze di Figaro) zu hören war.

Seine Karriere begann 1996 als Don Giovanni (Inszenierung: Ruggero Raimondi) im Megaron, Athen. In den folgenden Jahren erhielt er Einladungen u. a. ans Royal Opera House Covent Garden, die Pariser Opéra Bastille Garnier und das Théâtre du Châtelet, nach San Francisco (1999), Santiago de Chile, Tel Aviv (2002), zum Rossini Festival in Pesaro, an die Monte Carlo Opera, die Bayerische Staatsoper München (2005), die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf, das Stadttheater Klagenfurt, nach Luzern (2004), zu den Wiener Festwochen und an die Wiener Staatsoper und die Volksoper Wien (2004).

Sein Repertoire umfasst Partien wie Filippo II (Don Carlo), Fiesco (Simon Boccanegra), Procida (Les vêpres siciliennes), Raimondo (Lucia di Lammermoor), Ferrando (Il trovatore), Banquo (Macbeth), Don Giovanni und Commendatore (Don Giovanni), Capulet (Roméo et Juliette), Escamillo (Carmen), Colline (La Bohème), Sarastro (Die Zauberflöte), Mose (Mose von Rossini), Don Magnifico (La Cenerentola), Holländer (Der fliegende Holländer) und die Titelrolle in Salvatore Sciarrinos Macbeth.

Als Konzertsänger hat sich der Künstler unter anderen mit Werken von Mendelssohn (Elias), Bach (Matthäus-Passion), Verdi (Requiem), Gustav Mahler (8. Symphonie: Pater Profundus) und Beethoven (9. Symphonie) in Bukarest, Tel Aviv, Lyon und Dresden erfolgreich präsentiert.

Sorin Coliban war von 2004 bis 2020 festes Ensemblemitglied der Volksoper Wien sowie der Wiener Staatsoper und stand an diesen Häusern unter anderem in folgenden Rollen auf der Bühne: Archelaos (Der König Kandaules), Commendatore (Don Giovanni), Bonzo (Madama Butterfly), Müller (Irrelohe), Zuniga (Carmen), Sprecher und Sarastro (Die Zauberflöte), Bartolo (Die Hochzeit des Figaro), Friedrich Engel (Der Evangelimann) und Konrad Nachtigall (Die Meistersinger von Nürnberg), Timur (Turandot), Eremit (Der Freischütz), der Bauer (Die Kluge), Tommaso (Tiefland), Basilio (Il barbiere di Siviglia), Kontschak (Fürst Igor), Monterone (Rigoletto), Filippo II, Il Grandinquisituer (Don Carlo und Don Carlos), Fra Melitone (La forza del destino), Fasolt (Das Rheingold) und Goriantschikov (Aus einem Totenhaus).
Tourneen der Wiener Staatsoper führten Sorin Coliban in die Hamburger Laeiszhalle und ins Royal Opera House Muscat

2007 sang Sorin Coliban in einer Neuproduktion von Die Zauberflöte den Sarastro beim Mozart Festival La Coruna in Spanien. Sein Debüt bei den Bregenzer Festspielen gab er 2009 als Ramphis (Aida); ein Jahr später kehrte er als Erzbischof in Król Roger von Karol Szymanowski zurück. Im Sommer 2013 debütierte er unter der Leitung von Kirill Petrenko bei den Bayreuther Festspielen als Fafner in Frank Castorfs Rheingold-Inszenierung; unter Marek Jankowski sang er diese Rolle auch in einer konzertanten Aufführung des Ring des Nibelungen bei den George-Enescu-Festspielen in Bukarest. 2014 folgte Sorin Colibans erster Auftritt in der Oper von Lausanne (Basilio in Il barbiere von Siviglia). Die Rolle des Peneios (Daphne) führte ihn 2015 in die Berliner Philharmonie und die des Fasolt (Das Rheingold) unter Adam Fischer in die MÜPA Budapest. Ebenfalls 2015 gab er sein Debüt als Don Giovanni an der Opera Romana Craiova, im Jahr darauf ebendort als Don Pasquale. 2017 war er als Sparafucile (Rigoletto) bei der Oper im Steinbruch St. Margarethen zu erleben und als Bass-Solist in Verdis Requiem im Goldenen Saal des Musikvereins Wien. Zu Beginn des Jahres 2020 debütierte er in Schweden als Don Pasquale und in César Francks Les Béatitudes in der Elbphilharmonie in Hamburg.

An die Volksoper Wien kehrt Sorin Coliban nun in der Wiederaufnahme von Turandot in der Rolle des Timur zurück.

* Verwendung der Fotografie (© Sorin Coliban privat) nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien

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