Boaz Daniel

Der in Tel Aviv geborene Bariton schloss sein Studium an der Rubin Academy of Music in Tel Aviv ab und absolvierte nach dem Umzug nach Wien ein Zweitstudium am Wiener Konservatorium. Bereits während dieser Zeit hatte er mehrere Engagements an der New Israeli Opera.

Seit 1998 ist er der Wiener Staatsoper verbunden (bis 2005 als Ensemblemitglied, seitdem als Gast) und in einem breiten Repertoire zu hören, darunter in „Falstaff“ (Ford), „Tristan und Isolde“ (Kurwenal), „Madama Butterfly“ (Sharpless), „Manon Lescaut“ (Lescaut), „Le Nozze di Figaro“ (Graf), „L'Elisir d'Amore“ (Belcore), „Puritani“, „Simone Boccanegra“ (Paolo), „La Boheme“ (Marcello), „Lohengrin“ (Heerrufer), „Carmen“, „Lucia di Lammermoor“, „Die Fledermaus“, „La Juive“, „Pique Dame“, „Faust“, „Don Carlo“, „Götterdämmerung“ (Gunther), „Un ballo in maschera“ (Renato).

Sein Debüt an der Deutschen Oper Berlin gab Boaz Daniel als Enrico in Donizettis „Lucia di Lammermoor“ im Mai 2004. Im Sommer 2002 gab er in der Neuproduktion von „Turandot“ sein Debüt bei den Salzburger Festspielen, gefolgt von Kurwenal in „Tristan und Isolde“ bei konzertanten Aufführungen mit dem BBC Symphony Orchestra in der Londoner Barbican Hall. 2008 gab er sein Debüt an der Lyric Opera of Chicago in der Partie des Ford in „Falstaff“, wo er ein Jahr später auch in „Ernani“ zu hören war. Ebenso debütierte Boaz Daniel 2008 als Renato in „Ballo in Maschera“ an der Oper Frankfurt. 2009 folgte Heerrufer in „Lohengrin“ an der Semperoper Dresden und am Royal Opera House Covent Garden.

In der Saison 2010/2011 sang Boaz Daniel Klingsor in „Parsifal“ am Liceu in Barcelona. Weitere Projekte führten ihn unter anderem an die Deutsche Oper Berlin als Posa in „Don Carlo“ und als Kurwenal in „Tristan und Isolde“, für welchen er auch an der Hamburgischen Staatsoper engagiert war, zu den Salzburger Festspielen mit „Die Soldaten“, an die Wiener Staatsoper mit „Die Meistersinger von Nürnberg“, nach London mit „Tristan und Isolde“ bei den BBC-Proms und nach Köln, wo er in „Parsifal“ Klingsor und Amfortas sang.

2015/2016 war er als Conte Almaviva in „Le Nozze di Figaro“ an der Semperoper Dresden zu hören und sang Schönbergs „Jakobsleiter“ mit dem Deutschen Symphonie Orchester in Berlin, Schönbergs „Gurre Lieder“ bei den Kunstfestspielen Herrenhausen unter Ingo Metzmacher und die Rolle des Enrico in „Lucia di Lammermoor“ an der Oper Köln. Er war als Gunther in der „Götterdämmerung“ an der Staatsoper Berlin und als Don Pizarro in Israel unter Zubin Mehta zu hören. 2014/2015 folgten sein Debüt an der Mailänder Scala mit „Die Soldaten“ von Zimmermann und sein Debüt mit dem Sydney Symphony Orchestra als Kurwenal in „Tristan und Isolde“.

Das Highlight der Saison 2017/18 ist die Rolle des Kurwenal in „Tristan und Isolde“ an der Staatsoper Berlin unter Daniel Barenboim. Im Juni 2018 singt er in Calgary Beethovens „Symphonie Nr.9“. Zuvor gastiert er unter anderem in Tokio („Carmen“), in Budapest („Rienzi“, konzertant) und in Kanada beim Lanaudiere Festival, wo er den Klingsor in „Parsifal“ zum Besten gibt. Im September 2017 führt ihn ein Engagement zum bekannten George Enescu Festival.

Im Herbst 2000 debütierte Boaz Daniel in der Titelrolle des „Don Giovanni“ an der Volksoper Wien. In der aktuellen Spielzeit ist er hier als Franz in der Neuproduktion „Die Räuber“ zu erleben.

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