Franz Hawlata

Der gebürtige Bayer studierte zunächst Musikwissenschaft und absolvierte danach ein Gesangsstudium an der Musikhochschule München bei Ernst Häfliger, Hans Hotter und Erik Werba.
1986 gab der Bass sein Bühnendebüt am Gärtnerplatztheater. Nach einigen Jahren in München, Coburg und an der Komischen Oper Berlin begann 1992 seine internationale Karriere mit Gastspielen in Lyon, Pretoria, Cardiff und San Francisco.

1994 wurde Fanz Hawlata an die Wiener Staatsoper verpflichtet und hat dort bisher in mehr als 200 Aufführungen u. a. den Ochs, Orest, Morosus, Rocco, Caspar, Leporello, Papageno, Osmin, Figaro, Sarastro, Wozzeck, Daland und Pogner gesungen.
Sein überaus erfolgreiches Debüt an der Metropolitan Opera New York gab der Sänger mit dem Ochs 1995. Im gleichen Jahr folgte sein erster Auftritt an der Opéra Bastille in Paris in Kurt Weills Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny und im Jahr darauf wurde er als Leporello erstmals auch am Royal Opera House in London gefeiert.
Mit der MET und der Bastille verbindet den Künstler bis heute eine enge Zusammenarbeit.
Regelmäßige Gastspiele führten ihn u. a. nach München, Berlin, Brüssel, Barcelona, Florenz, Turin, Chicago, San Diego und Tokio.
Sein Debüt bei den Salzburger Festpielen gab Franz Hawlata 1997 als Osmin. Es folgten zahlreiche weitere Engagements nach Salzburg, darunter für die Rolle des Leporello, als Don Alfonso in Così fan tutte, als Ochs und im Mozartjahr 2006 wiederum als Osmin.

Unter den CD/DVD-Produktionen des Sängers sind besonders zu erwähnen: Spohrs Faust, Lieder und Gesänge von Loewe (mit Juliane Banse und Helmut Deutsch), Loewes Oper Die drei Wünsche, Szenen und Arien aus Opern von Verdi, Marschners Vampir, Nicolais Lustige Weiber von Windsor, Dvoraks Rusalka, Beethovens Leonore, Franz Schmidts Buch mit sieben Siegeln, Berlioz’ Benvenuto Cellini, Strauss’ Die schweigsame Frau und Der Rosenkavalier unter Christian Thielemann aus dem Festspielhaus Baden-Baden.
Als gefragter Lied- und Konzertsänger ist Franz Hawlata regelmäßig in den großen Konzertsälen des In- und Auslands und bei internationalen Festspielen zu hören.

Jüngste Engagements waren u. a. Rosenkavalier in Birmingham und Boston unter Andris Nelsons und in Washington D.C. unter Christoph Eschenbach, Wozzeck und Lohengrin am Teatro Real Madrid, Schweigsame Frau in München und Essen, Zauberflöte, Fidelio und Lustige Weiber von Windsor in Liège, Daland im Fliegenden Holländer in Peking, Zaccaria in Nabucco bei den Tiroler Festspielen, Bartoks Blaubart in Straßburg, Verdi Jerusalem in Bonn, Capriccio in Paris, Atilla in Bonn, Manon Lescaut an der Staatsoper Berlin, Fidelio bei den Wiener Festwochen und Schneeflöckchen von Rimski-Korsakov in Paris, weiters Candide an der Komischen Oper Berlin, Schweigsame Frau und Fledermaus an der Bayerischen Staatsoper München, Fidelio in Luxemburg, Lustige Witwe in Venedig und Neapel sowie Rosenkavalier in Bogota und Bonn.

Aktuelle Engagements umfassen Freischütz mit dem Konzerthausorchester Berlin unter Christoph Eschenbach, Die schweigsame Frau und Die Fledermaus an der Bayerischen Staatsoper München, Die Fledermaus in Stuttgart, Wozzeck mit dem Boston Symphony Orchestra unter Andris Nelsons in Boston und New York sowie Die drei Pintos mit dem Gewandhausorchester Leipzig.

An der Volksoper war Franz Hawlata bereits als Figaro (Die Hochzeit des Figaro), Hans Sachs (Die Meistersinger von Nürnberg) und Sir John Falstaff (Die lustigen Weiber von Windsor) zu erleben.

* Verwendung der Fotografie (© Johannes Seibt) nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien

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