Jacquelyn Wagner

Die Sopranistin wurde in der Nähe von Detroit in eine Musikerfamilie geboren, studierte an der Manhattan School of Music und an der Oakland University of Michigan und ist Gewinnerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe, u. a. des Gesangswettbewerbs 'Renata Tebaldi', des 'Panasonic Voice'-Wettbewerbs in New York in der Alice Tully Hall und sie war Finalistin in Placido Domingos 'Operalia 2008'. Zudem erhielt die Künstlerin renommierte Stipendien wie die der 'Jenny Lind Society' und des 'Fulbright Study Grant'.

Die Künstlerin war erst Stipendiatin, anschließend Ensemblemitglied der Deutschen Oper Berlin, wo sie viele der wichtigen Rollen ihres Fachs sang, wie Pamina, Contessa und Micaëla. Gastengagements führten die Künstlerin immer wieder an die Oper Frankfurt (Contessa), als Donna Anna nach Miami, als Fiordiligi an die Semperoper Dresden, das Grand Théâtre de Genève, die Vlaamse Opera Antwerpen und die Opéra de Marseille, mit Konzerten und als Contessa nach Tokio and Nagoya, als Gutrune ans Gran Teatre del Liceu Barcelona.

Innerhalb kürzester Zeit folgten wesentliche Rollen- und Hausdebüts wie u. a. Pamina (Constantin Trinks) und Fiordiligi (Philippe Jordan; Anne Teresa de Keersmaeker) an der Opéra de Paris Bastille, Eva in Die Meistersinger von Nürnberg (Daniele Gatti) an der Scala di Milano, die Titelpartie in Giovanna d’Arco (Will Humburg) in Bonn, Vitellia in La clemenza di Tito (Andreas Spering) an der Opéra National du Rhin in Strasbourg, Diemut in einer konzertanten Aufführung von Feuersnot in der Carnegie Hall in New York, Mimì an der Oper Köln, Donna Anna an der Bayerischen Staatsoper München und an der Deutschen Oper Berlin, wo sie auch ihr Debüt als Violetta gab.

Ein Meilenstein ihrer Karriere war ihr großartiger Erfolg als Arabella in einer Neuproduktion an der Nederlandse Opera Amsterdam (Christof Loy/Marc Albrecht). Weiter Highlights waren bisher u. a. Gustav Mahlers Symphonie Nr. 8 mit den Münchner Philharmonikern unter Valery Gergiev in München und Paris, Mozarts c-moll-Messe unter Andrew Manze sowie ihre gepriesene Interpretation der Euryanthe am Theater an der Wien (Constantin Trinks; Christof Loy). 2019 debütierte Jacquelyn Wagner bei den Salzburger Osterfestspielen als Eva in Die Meistersinger von Nürnberg (Christian Thielemann) und war als Desdemona an der Deutschen Oper am Rhein zu erleben und als Donna Anna in einer Neuproduktion Don Giovanni an der Pariser Opéra national (Philippe Jordan).

2019/20 gab Jacquelyn Wagner als Agathe in Der Freischütz ihr Debüt am Opernhaus Zürich, wo sie auch eine umjubelte Arabella sang. Außerdem gab sie in einer Neuproduktion in der Salzburger Felsenreitschule ihr Rollendebüt als Elsa in Lohengrin, kehrte als Rosalinde in Die Fledermaus an die Deutsche Oper Berlin zurück und gab in einer Neuinszenierung von Alcina an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf ihr Händel-Debüt. Konzertverpflichtungen führten sie mit den Wiener Symphonikern und Philippe Jordan ans Wiener Konzerthaus und an die Pariser Philharmonie. Die Spielzeit 2020/21 umfasste Brahms‘ Ein deutsches Requiem beim Brucknerfest Linz unter Christoph von Dohnányi und Alice Ford in einer Neuinszenierung von Falstaff an der Malmö Opera, sowie Beethovens 9. Symphonie mit dem Tokyo Symphony Orchestra unter der Leitung von Jonathan Nott. Weitere Auftritte und Rollendebuts, darunter Tatjana in Eugen Onegin, mussten aufgrund von gesetzlichen Vorgaben zur Eindämmung der Corona-Pandemie leider abgesagt werden.

Im Sommer 2021 gab die Künstlerin ihr Debüt in Aix-en-Provence, wo sie in einer Neuinszenierung von Le nozze di Figaro als Contessa auf der Bühne stand.

Die Spielzeit 2021/22 führt die Künstlerin u. a. als Elsa in Lohengrin zu den Osterfestspielen nach Salzburg (Christian Thielemann), als Rosalinde in Die Fledermaus nach Hamburg, zu Konzerten zum Brucknerfest nach Linz und zu ihrem Rollendebut der Salome in einer Neuproduktion (Regie: Angela Denoke) nach Innsbruck.

Jacquelyn Wagners Hausdebüt an der Volksoper war als Gräfin in einer Neuproduktion der Hochzeit des Figaro (Marco Arturo Marelli) für November 2012 geplant; bereits einige Wochen davor konnte sie dankenswerter Weise als Einspringerin für eine erkrankte Kollegin als Violetta gewonnen werden.

In der laufenden Spielzeit kehrt die Künstlerin, eine der begehrtesten Sopranistinnen des lyrischen und jugendlich-dramatischen Sopranfachs, als Premierenbesetzung in der Rolle der Marschallin in Richard Strauss‘ Der Rosenkavalier an unser Haus zurück.

www.jacquelynwagner.com

* Verwendung der Fotografie (© Simon Pauly) nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien


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