Ein Tor zur Moderne

Zur Premiere von „Der Feuervogel | Petruschka | Movements to Stravinsky“

Dieser neue Abend des Wiener Staatsballetts ist mit „Der Feuervogel“, „Petruschka“ und „Movements to Stravinsky“, welches sich musikalisch an „Pulcinella“ orientiert, drei bedeutenden Bühnenwerken des frühen 20. Jahrhunderts gewidmet, die nicht nur den Ruhm der Ballets Russes (1909 – 1929) von Sergei Diaghilew und Igor Strawinski mitbegründeten, sondern auch das Tor zur Moderne und zu einer neuen Ästhetik öffneten.


Drei aus der Kompanie des Wiener Staatsballetts hervorgegangene, preisgekrönte Choreographen, stellen sich der Herausforderung, diese unterschiedlichen Werke aus der Feder Strawinskis mit Respekt vor der Tradition neu zu interpretieren. Eno Peci (*1982) setzt sich in „Petruschka“ anhand dieser traurigen Titelfigur, die jeder von uns sein könnte, mit dem Konflikt zwischen Beruf und Familie auseinander.

Nina Tonoli, Davide Dato in "Petruschka"© Copyright: Wiener Staatsballett/Ashley Taylor; zum einmaligen Abdruck freigegeben.

András Lukács (*1977) lässt sich von „Pulcinella“ zu den abstrakten „Movements to Stravinsky“ inspirieren und möchte durch eine Musikcollage in erster Linie Emotionen und Stimmungen vermitteln.

Alice Firenze, Masayu Kimoto in "Movements to Stravinsky"© Copyright: Wiener Staatsballett/Ashley Taylor; zum einmaligen Abdruck freigegeben.

Andrey Kaydanovskiy (*1986) betrachtet „Der Feuervogel“ aus heutigem Blickwinkel, versetzt die Handlung in einen Supermarkt und beschäftigt sich mit dem Thema Konsumrausch. Besinnen sich Peci und Kaydanovskiy weitgehend auf die musikalischen Originalfassungen aus den Jahren 1911 bzw. 1910, wählte Lukács neben Musik aus „Pulcinella“ auch Ausschnitte aus „Les cinq doigts“ und „Apollon musagète“ aus.

Rebecca Horner, Masayu Kimoto in "Der Feuervogel"© Copyright: Wiener Staatsballett/Ashley Taylor; zum einmaligen Abdruck freigegeben.