Die Volksoper gratuliert KS Harald Serafin zum 85. Geburtstag

Der Sänger, Schauspieler, Entertainer und langjährige Intendant der Seefestspiele Mörbisch, Harald Serafin, wird am Samstag, 24. Dezember 85 Jahre alt. Die Volksoper gratuliert ihrem Ehrenmitglied ganz herzlich!
1966 debütierte Harald Serafin als Danilo in der Lustigen Witwe an der Volksoper. Insgesamt stand er hier bis April 2008 in 419 Vorstellungen auf der Bühne. Sein letzter Aufritt war als Zeta in Die lustige Witwe. Zu seine Paraderollen zählten u. a. Eisenstein in Die Fledermaus, Danilo, die Titelpartie in Háry János von Zoltán Kodály, Horace Vandergelder in Hello Dolly, Homonay in Der Zigeunerbaron, Petruchio (Fred Graham) in Kiss me, Kate, Fürst Ypsheim-Gindelbach in Wiener Blut, Delacqua in Eine Nacht in Venedig und Leopold Maria Lippert-Weylersheim in Die Csárdásfürstin. In der österreichischen Erstaufführung der Oper Der Zerrissene von Gottfried von Einem sang er den Herrn von Lips. 2006 wurde KS Harald Serafin zum Ehrenmitglied der Volksoper ernannt.

Geboren wurde Harald Serafin am 24. Dezember 1931 in Litauen. Die Familie musste 1939 Litauen verlassen, ein paar Jahre später flüchtete sie von Ostpreußen nach Bamberg. Harald Serafin sollte ursprünglich Arzt werden und studierte einige Semester Medizin. Er entschied sich dann jedoch für ein Gesangsstudium an der Hochschule für Musik in Berlin und am Konservatorium in Nürnberg.

Nach Engagements in der Schweiz und in Deutschland wurde Otto Schenk auf ihn aufmerksam und engagierte ihn als Eisenstein in der Fledermaus. Mit dieser Partie reüssierte er weltweit, im Sommer 1977 auch an der Wiener Staatsoper. Der darauffolgende Erfolg von Schenks Inszenierung der Lustigen Witwe am Opernhaus in Frankfurt mit Serafin als Danilo (mit der großen Anja Silja als Partnerin) wies ihm seinen zukünftigen Weg. 1967 holte ihn Direktor Moser an die Volksoper Wien. 1970 suchte das Theater an der Wien für den als Danilo unvergessenen Johannes Heesters einen Nachfolger und fand diesen Nachfolger in Harald Serafin, der diese Partie weltweit 1700 Mal sang.

 1989 musste sich Serafin einer Stimmbandoperation unterziehen und beschloss, das Singen ad acta zu legen. 1992 übernahm er die Intendanz der Seefestspiele Mörbisch, die er mit großem Eifer und Enthusiasmus zum Erfolg führte. Er den Seefestspielen nicht nur im künstlerischen, sondern auch im wirtschaftlichen Bereich neue Impulse.

 In den vergangenen Jahren zog es den Kammersänger auch immer wieder auf die Theaterbühne. So war er etwa 2015 in Helmuth Lohners letzter Regiearbeit in Bob Larbeys „Schon wieder Sonntag“ in den Kammerspielen des Theaters in der Josefstadt an der Seite von Otto Schenk zu sehen.

Serafin ist Träger zahlreicher Auszeichnungen, darunter der höchste Orden des Landes Burgenland, das Komturkreuz , das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst, die Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold und das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien.