Die Volksoper trauert um Dorit Hanak

Die Sopranistin Dorit Hanak ist am Samstag, den 23. Oktober 2021 im 89. Lebensjahr verstorben. Die 1932 in Baden bei Wien geborene Sopranistin absolvierte ihr Gesangstudium an der Akademie für Musik in Wien, u. a. bei Elisabeth Rado und Erik Werba. Im Jahr 1956 debütierte Dorit Hanak an der Oper von Gelsenkirchen, ein Jahr später folgte sie dem Ruf an die Grazer Oper, der sie über 30 Jahre als Ensemblemitglied und Publikumsliebling angehörte. Auch der Volksoper Wien war die Künstlerin viele Jahre verbunden, sie debütierte 1959 als Gilda in „Rigoletto“ und war von 1963 bis 1973 im Ensemble engagiert. Sie spielte in der Erstaufführung von Werner Egks „Die Zaubergeige“ die Gretl (23.11.1964), 1967 in der Erstaufführung von „Háry János“ die Marie Luise und in der Österr. Erstaufführung der Oper „Der Zerrissene“ des Komponisten Gottfried von Einem die Rolle der Kathi (22.03.1968).

64-mal gestaltete Dorit Hanak die Adele in „Die Fledermaus“ und 22-mal die Briefchristel in „Der Vogelhändler“, weitere Partien an der Volksoper waren Rosina („Der Barbier von Sevilla“), Papagena („Die Zauberflöte“), Ännchen („Der Freischütz“), Gilda („Rigoletto“), Franz Steingruber („Ein Walzertraum“) und die Jungfer Anna („Die lustigen Weiber von Windsor“). Insgesamt trat sie 210-mal in der Volksoper auf und interpretierte 16 verschiedene Rollen.

Dorit Hanak war bei der ersten live ausgestrahlten Fernsehoper des ORF 1961 die Norina in „Don Pasquale“. An der Wiener Staatsoper sang Dorit Hanak einmal die Sophie („Der Rosenkavalier“) und 5-mal das Blondchen („Die Entführung aus dem Serail“). Außerdem gastierte sie bei den Festspielen von Glyndebourne und Aix-en-Provence. Die vielseitige Künstlerin wurde an viele Opernhäuser eingeladen, u. a. nach Barcelona, Berlin, Brüssel, Essen, Hamburg, London, sowie zu den Wiener Festwochen und dem Steirischen Herbst.