„Vernehmt das Los von Sweeney Todd ...“

Zur Wiederaufnahme des Erfolgsmusicals am 12. Juni 2018

„Der Österreichische Musiktheaterpreis 2015 für die beste Produktion geht an … Sweeney Todd!“ Direktor Robert Meyer (der in der Produktion auch den Erzbösewicht Turpin verkörpert hatte) nahm den Preis glückstrahlend entgegen, der musikalische Leiter Joseph R. Olefirowicz und der Regisseur Matthias Davids jubelten im Parkett des Ronacher mit.

So stolz die Volksoper auf diese Ehre war, Sondheims Meisterwerk ist von Anbeginn Preise gewöhnt: Es wurde schon 1979 mit den sechs wichtigsten Tony-Awards (Bestes Musical, Beste Partitur, Bestes Buch, Bester Hauptdarsteller, Beste Hauptdarstellerin, Beste Regie) ausgezeichnet.
34 Jahre nach der Uraufführung wurde das epochemachende Werk erstmals an der Volksoper gezeigt; wer bei der Premiere dabei war, wird nie vergessen, dass der Schöpfer in der Loge anwesend war und sich am Ende
vor einem frenetisch jubelnden Publikum verbeugte.

Kann man Sweeney Todd wirklich ein „Musical“ nennen, der wird die Grenze zur Oper überschritten? Stephen Sondheim hat noch mehr Genrezuordnungen auf Lager: „‚Dunkle Operette‘ lautet meine Annäherung, aber das ist ebenso eine Fehlbezeichnung wie alle anderen. Sweeney Todd ist in Wahrheit ein Film für die Bühne.“
Nun kehrt die Erfolgsproduktion zurück, um unter den Anwesenden wieder Schauer, Lachstürme und Rührung zu verbreiten. Der Barbier Sweeney Todd will nach Jahren der Verbannung an seinem Peiniger, Richter Turpin, blutige Rache nehmen. Als ihm dieser entwischt, wird Todd im Wahn zum Serienmörder: Er schneidet seinen Kunden die Kehlen durch; seine Komplizin, die Pastetenbäckerin Mrs. Lovett, stellt aus den Opfern Fleischpasteten her. Ihr Geschäft floriert …

Weitere Informationen zu der Wiederaufnahme finden Sie hier.