Hoffmanns Erzählungen

Jacques Offenbach hat sich des Welterfolges seiner letzten Oper nicht mehr erfreuen können, sie wurde erst ein halbes Jahr nach seinem Tod uraufgeführt. Er erlebte auch nicht mehr die Rätsel und Katastrophen, die mit der Aufführungsgeschichte des Meisterwerkes verbunden waren: so etwa den verheerenden Ringtheaterbrand in Wien anno 1881 während einer Hoffmann-Vorstellung; oder die Vernichtung des Orchestermaterials bei einem Brand der Pariser Opéra Comique sechs Jahre später.

Waren diese Unglücksfälle – so fragten sich André Barbe und Renaud Doucet, die Schöpfer dieser Produktion – etwa eine Rache des Teufels für die satirische Behandlung seiner Person in Offenbachs Operette Orpheus in der Unterwelt? Jedenfalls spielt der Teufel in wechselnden Gestalten auch in Hoffmanns Erzählungen eine zentrale Rolle: Er ist es, der die Liebesgeschichten des Titelhelden mit der Puppe Olympia, der todgeweihten Antonia, der Kurtisane Giulietta und schließlich mit der Primadonna Stella vereitelt. Für Hoffmann bleibt der Rausch – und der Trost in der Kunst, zu der ihn die treue Muse zurückführt.

In der aktuellen Vorstellungsserie gibt Vincent Schirrmacher alternierend mit Mirko Roschkowski sein Rollendebüt als Hoffmann, Sophia Theodorides singt alternierend mit Elisabeth Schwarz erstmals an unserem Haus die Olympia.

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