Neuerscheinung: „Ihre Dienste werden nicht mehr benötigt“ 

Aus der Volksoper vertrieben – Künstlerschicksale 1938

Im Dezember 2018 feiert die Volksoper ihren 120. Geburtstag. Anlässlich dieses Jubiläums und des Gedenkjahres 2018 blicken wir zurück auf das Jahr 1938. 
Die Machtübernahme der Nationalsozialisten bringt für die Volksoper gravierende Veränderungen mit sich: Die Direktoren Jean Ernest und Alexander Kowalewski werden sofort ausgetauscht, Entlassungen auf allen Ebenen des Hauses folgen, von Opernsängerinnen und -sängern über Dirigenten, Orchestermusiker und Librettisten bis hin zum Theaterarzt.
Anhand von ausgewählten Künstlern wie der Sopranistin Ada Hecht, dem Cellisten Franz Ippisch oder dem Dirigenten Kurt Herbert Adler erzählt Marie-Theres Arnbom vom Schicksal jener, die aufgrund ihrer jüdischen Wurzeln oder ihrer politischen Einstellung verfolgt wurden. Als roter Faden dient die letzte Produktion vor der Machtübernahme, „Gruß und Kuß aus der Wachau“,
komponiert von Jara Beneš, getextet von Hugo Wiener und Kurt Breuer, mit Gesangstexten von Fritz Löhner-Beda.
Auf Basis von bisher unbekannten Archivbeständen, Lebenserinnerungen und Gesprächen mit Nachkommen skizziert die Autorin den Lebensweg der Vertriebenen in der Emigration. Einige konnten sich erfolgreich neue Existenzen aufbauen, manche fanden in den Vernichtungslagern
der Nationalsozialisten den Tod. Die meisten sind vergessen. Ihnen wird nun ihre Geschichte zurückgegeben.

Künstler im Porträt:
Kurt Herbert Adler, Kapellmeister. Kurt Breuer, Librettist. Fritz Brunner, Konzertmeister. Jean Ernest, künstlerischer Direktor. Fritz Fall, Dirigent. Marco Frank, Geiger, Bratschist, Komponist. Peter Paul Fuchs, Kapellmeister. Felix Galimir, Konzertmeister und Primus des Galimir-Quartetts. Maria Gerhart, Sängerin. Hulda Gerin (= Hilde Güden), Sängerin. Artur Guttmann, Kapellmeister und Komponist. Kurt Hessky, Regisseur. Hans Holewa, Kapellmeister. Franz Ippisch, Solocellist. Heinrich Jalowetz, Kapellmeister. Karl Josefovics, Bühnenbildner. Alexander Kowalewsky, wirtschaftlicher Direktor. Leo Kraus, Dirigent und Direktor. Henry Joseph Krips, Dirigent. Karl Lustig-Prean, Dirigent und Direktor. Fritz Löhner-Beda, Librettist. Kurt Pahlen, Kapellmeister. Fritz Stiedry, Kapellmeister. Walter Taussig, Dirigent. Hugo Wiener, Librettist.

Marie-Theres Arnbom „Ihre Dienste werden nicht mehr benötigt“ Aus der Volksoper vertrieben – Künstlerschicksale 1938, ca. 208 Seiten, mit zahlreichen Abbildungen € 25,– ISBN 978-3-99050-142-9

Subskription

Bestellen Sie bis 15. Oktober verbindlich ein Exemplar des Buches und Sie erhalten ein von der Autorin signiertes Exemplar zum Sonderpreis von € 20,– nach Erscheinen per Post zugeschickt.

Bitte senden Sie Ihre Bestellung mit Angabe Ihrer Postadresse und der Anzahl der Bücher, die Sie bestellen möchten an: marketing@volksoper.at oder an: Volksoper Wien, Marketing, Währinger Straße 78, 1090 Wien

Buchpräsentationen

13. und 14. November, Volksoper Wien, Heute im Foyer ...

Mit: Marie-Theres Arnbom, Christoph Wagner-Trenkwitz sowie Johanna Arrouas und Michael Havlicek

Dienstag, 13. und Mittwoch, 14. November, 19:30 Uhr, Volksoper Wien
Karten für die Veranstaltung am 14. November erhalten Sie ab 1. Oktober.
(Die Präsentation am 13. November ist ausschließlich für Mitglieder des Förderkreises der Volksoper Wien.)

15. November, Buchpräsentation, Jüdisches Museum Wien

Mit: Marie-Theres Arnbom und Christoph Wagner-Trenkwitz
Begrüßung: Mag. Markus Roboch (Kaufmännischer Leiter, Jüdisches Museum)

Donnerstag, 15. November, 18:30 Uhr, Jüdisches Museum Dorotheergasse 1, Eintritt frei, Anmeldung bis Montag, 12. November unter events@jmw.at

20. November, Podiumsdiskussion, Wien Museum

Begrüßung: Matti Bunzl (Direktor Wien Museum), Robert Meyer (Direktor Volksoper Wien)
Mit: Gerhard Milchram (Kurator) und Marie-Theres Arnbom (Autorin)

Unter dem Titel „Fluchtspuren“ thematisieren zwei Ausstellungsprojekte des Wien Museums höchst berührende Schicksale mit auf den ersten Blick alltäglichen Gegenständen. Gezeigt werden unter anderen Theaterskizzen von Lisa Jalowetz, deren Vater Heinrich Jalowetz Kapellmeister an der Volksoper war und der im Buch auch porträtiert wird.

Dienstag, 20. November, 19:00 Uhr, Wien Museum, Karlsplatz, Eintritt frei

Danke.

An dieser Stelle bedanken wir uns herzlich bei folgenden Förderern und ausdrücklich auch bei all jenen, die nicht genannt werden möchten, für ihre Unterstützung.

Augarten Porzellan
Czerwenka Privatstiftung
Österreichische Post
VIBEG Veldidena

Erich Adamec
Dr. Donatella Ceccarelli
Peter W. Eblinger
Mag. Gloria Hundsberger
Dr. Martin Schuppich
ECC Projektconsult 
GF Bmstr. Ing. Dipl. Ing. (FH) Robert Weber

Weiters bedanken wir uns sehr herzlich für die Spenden zu Ehren von Dr. Marie-Theres Arnbom, Mag. Christoph Ladstätter und Mag. Christoph Wagner-Trenkwitz.