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Die Zirkusprinzessin 

Manege frei für Mister X


Emmerich Kálmáns Operette „Die Zirkusprinzessin“ hat am 9. Dezember 2016 in der Regie von T
homas Enzinger Premiere.
 

Schmachtende Melodien, ungarisches Feuer, eine Prise Wiener Lied und ein schmissiges Libretto: Emmerich Kálmán wusste genau, mit welchen Ingredienzen sich ein Publikumsrenner fabrizieren lässt – nicht umsonst hatte er mit der „Csardasfürstin“ und „Gräfin Mariza“ bereits Welterfolge gelandet. Mit Julius Brammer und Alfred Grünwald hatte der Komponist zudem die idealen Librettisten gefunden. Kálmáns Schwester Ilona erinnerte sich später an die gemeinsamen Arbeitstreffen: „Sie kommen täglich zusammen, trinken einige Liter schwarzen Kaffee, rauchen eine Unmenge Zigaretten, erzählen sich Witze, politisieren, beschimpfen sich gegenseitig, zanken, lachen, brüllen. Und auf einmal ist die Operette fertig“. So entstand vermutlich auch „Die Zirkusprinzessin“, jene turbulente Geschichte rund um Liebeswirren des geheimnisvollen Mister X, der mit nicht weniger als drei verschiedenen Identitäten für Verwirrung sorgt und am Schluss endlich die Erfüllung seiner großen Liebe findet.

 Die Uraufführung fand am 28. Februar 1926 im Theater an der Wien statt und bescherte dem Komponisten einen sensationellen Erfolg: bereits im Dezember desselben Jahres brachte es „Die Zirkusprinzessin“ auf über 300 Folgevorstellungen. Ein Zirkus in St. Petersburg, ein Prinzen-Palais und ein Wiener Hotel sind die Schauplätze von Kálmáns Operette, wo nichts ist, wie es zu sein scheint. So ist Mister X eigentlich gar kein Zirkusartist, Toni kein Adliger, Miss Mable keine Engländerin, Prinz Sergius kein fürsorglicher Berater und Carla keine böse Schwiegermutter.

 Die Uraufführung muss ein rauschendes Fest gewesen sein, samt Revue-Mäderln im (spärlichen) Trikot, prachtvollen Kostümen und einer opulenten Ausstattung. Dazu kamen Kálmáns unwiderstehliche Melodien: vom Shimmy-Blues „Wenn du mich sitzen lässt“ über das romantische Walzerduett „Süßeste von allen Frauen“, den russischen Brauttanz im Finale des zweiten Akts bis zum Wienerlied „Nimmt man Abschied von dieser Stadt“ bis zur Auftrittsarie des Mister X, „Wieder hinaus ins strahlende Licht“.

 Die musikalische Umsetzung der Neuinszenierung an der Volksoper liegt in den bewährten Händen von Alfred Eschwé. Thomas Enzinger, frischgebackener Intendant des Lehár-Festivals Bad Ischl, der hier mit „Wiener Blut“ und „Gräfin Mariza“ bereits zwei opulente Operetteninszenierungen vorgelegt hat, inszeniert das virtuose Werk. In den Hauptrollen spielen Carsten Süss den Zirkusartisten Mister X und Astrid Kessler dessen angebetete Fürstin Fedora. Den intriganten Prinzen Sergius gibt Kurt Schreibmayer, in der Rolle von Toni Schlumberger liebt Hausdebütant Otto Jaus Hundedresseurin Mabel Gibson (Juliette Khalil) und als Pelikan ist Robert Meyer zu erleben. 


Die Zirkusprinzessin

Operette in drei Akten von Emmerich Kálmán
nach einem Libretto von Julius Brammer und Alfred Grünwald

Premiere am 9. Dezember 2016
Weitere Vorstellungen am 13., 19., 29. Dezember 2016,
2., 4., 9., 12., 19. Jänner, 9., 13., 18. Februar 2017

Dirigent: Alfred Eschwé/Lorenz C. Aichner
Regie: Thomas Enzinger
Bühnenbild: Peter Notz, nach einer Idee von Sam Madwar
Licht: Sabine Wiesenbauer
Kostüme: Sven Bindseil
Choreographie: Bohdana Szivacz
Choreinstudierung: Holger Kristen
Dramaturgie: Helene Sommer

Fürstin Fedora Palinska: Astrid Kessler/Ursula Pfitzner
Prinz Sergius Wladimir: Kurt Schreibmayer
Graf Saskusin: Nicolaus Hagg
Baron Peter Brusowsky, Adjutant des Prinzen: Georg Wacks
Direktor Stanislawski: Gerhard Ernst
Mister X: Carsten Süss/Szabolcs Brickner
Miss Mabel Gibson: Juliette Khalil/Elisabeth Schwarz
Carla Schlumberger: Elisabeth Flechl/Ulrike Steinsky
Toni Schlumberger: Otto Jaus/Michael Havlicek
Pelikan, Oberkellner: Robert Meyer/Herbert Steinböck
Bolschewik: Maximilian Klakow