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Vivaldi rockt Vivaldi

Zur Uraufführung von Christian Kolonovits’ BaRock-Oper Vivaldi –Die fünfte Jahreszeit

Uraufführung am 3. Juni 2017

Il prete rosso: Musicalstar Drew Sarich gibt als Antonio Vivaldi sein Volksoperndebüt (Foto: Markus Patak)

Sieben Jahre nach der erfolgreichen Uraufführung der Kinder-Pop-Oper Antonia und der Reißteufel 2009 bringt die Volksoper ein weiteres Werk von Christian Kolonovits und Angelika Messner zur Weltpremiere. Im Mittelpunkt der Handlung steht Antonio Vivaldi. Kolonovits verschmilzt in seinem neuen Werk Rockmusik mit Elementen des Barock und kreiert so ein neues Genre: die BaRock-Oper.

Vivaldi – Die fünfte Jahreszeit erzählt das aufregende, skandalträchtige und dramatische Leben des „prete rosso“. Er war der Superstar der Barockmusik schlechthin: Priester, Musiklehrer, Geigenvirtuose, Komponist, eine Künstlerpersönlichkeit voller Extreme und Widersprüche, hin- und hergerissen zwischen Freiheitsliebe und dem Bedürfnis nach Anerkennung. Musiker aus ganz Europa pilgerten nach Venedig, um Vivaldi kennenzulernen. Um 1730 kam seine Musik jedoch aus der Mode, weshalb sich der 62-jährige 1740 genötigt sah, nach Wien zu gehen, um Kaiser Karl VI. um Unterstützung zu bitten. Doch der Kaiser starb, und im Jahr darauf starb auch Vivaldi. Er wurde in einem Armengrab auf dem Spitaller Gottesacker auf dem heutigen Karlsplatz beerdigt, wo nun das Hauptgebäude der Technischen Universität steht. Eine Gedenktafel erinnert an ihn.

Auf den Leib geschneidert: Morten Frank Larsen probiert sein Kardinalkostüm. (Foto: Markus Patak)

Bei Angelika Messner und Christian Kolonovits macht sich eine Wiener Mädchen-Rockband auf die Suche nach dem letzten Werk ihres Idols. Doch stattdessen finden sie ein Tagebuch, das die letzte Reise des Künstlers beschreibt. Vor ihren Augen rollt sich Vivaldis Leben wie ein bunter Teppich von Wahrheit und Phantasie, Erinnerung und Erfindung aus. Was ist es, das von einem Künstlerleben bleibt?

In der Hauptrolle des rothaarigen Venezianers wird Musical-Superstar Drew Sarich erstmals an der Volksoper zu erleben sein. Seinen Gegenspieler, Kardinal Ruffo, spielt Morten Frank Larsen, Vivaldis Muse und Geliebte Annina Girò wird Rebecca Nelsen verkörpern, in der Rolle Carlo Goldonis ist Boris Pfeifer zu sehen. Der Countertenor Thomas Lichtenecker hat einen imposanten Auftritt als Kastrat Caffarelli. Mitglieder des Jugendchores der Volksoper sind in den solistischen Rollen der Rockband und als Waisenmädchen aus der Pietà zu erleben. Wie schon bei Antonia und der Reißteufel, führt auch diesmal Robert Meyer Regie, die opulente Ausstattung hat Christof Cremer entworfen.

Barocke Opulenz: Kopfschmuck aus gefärbten Federn (Foto: Markus Patak)

Vivaldi – Die fünfte Jahreszeit

Eine BaRock-Oper
Libretto von Angelika Messner
Liedtexte von Christian Kolonovits und Angelika Messner

Uraufführung am Samstag, 3. Juni 2017

Weitere Vorstellungen am 6., 8., 12., 16., 22., 24., 28. Juni 2017

Dirigent: Christian Kolonovits
Regie: Robert Meyer
Bühnenbild und Kostüme: Christof Cremer
Choreographie: Florian Hurler
Choreinstudierung: Holger Kristen
Einstudierung Jugendchor: Gabriele Andel, Brigitte Lehr

Christian Kolonovits und Angelika Messner (Foto: Barbara Pálffy)

Antonio Vivaldi: Drew Sarich
Carlo Goldoni/Kaiser: Boris Pfeifer
Kardinal Ruffo: Morten Frank Larsen
Annina Girò: Rebecca Nelsen
Toni/Paolina Girò: Julia Koci
Loni/1. Schauspielerin/Appolonia: Paula Deuter/Anna Sophie Weidinger Clara/2. Schauspielerin/Chiara: Sophie Bauer/Stefanie Mayer
Cati/3. Schauspielerin/Catarina: Lisa Perner/Mai Leeb
Die Mutter: Sulie Girardi
Der Vater/Kardinal Ottoboni: Wolfgang Gratschmaier
Gasparini/Erzbischof: Thomas Sigwald
Caffarelli, ein Kastrat: Thomas Lichtenecker