Pressezentrum

Pressebüro der Volksoper Wien

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„Willkommen, Bienvenue, Welcome!“

zur Saison 2019/20 an der Volksoper Wien

Neun Premieren, sechs Wiederaufnahmen und 20 Stücke im Repertoire bilden den abwechslungsreichen Spielplan der 13. Saison der Direktion Robert Meyer, und das mit einer enormen Bandbreite: Ein Klassiker des Operettenrepertoires, „Der Zigeunerbaron”, trifft auf die Wiederentdeckung der Offenbach-Rarität „König Karotte”. Der monumentalen russischen Volksoper „Boris Godunow” stehen die Österreichische Erstaufführung der Familienoper „Das Gespenst von Canterville” und die Europäischen Erstaufführung von Tod Machovers „Schoenberg in Hollywood” im Kasino am Schwarzenbergplatz gegenüber. Das Musical „Cabaret” entführt in das Berlin der 1930er, während das Musical-Märchen „Brigadoon”, das zum ersten Mal in Österreich aufgeführt wird, in den schottischen Highlands angesiedelt ist. Und mit „La Piaf” huldigt das Wiener Staatsballett einerseits der großen französischen Chansonnière und orientiert sich andererseits in der Uraufführung von „Appassionato – Bach und Vivaldi” an Meisterwerken des Barock.

Als Wiederaufnahmen kehren mit „Gräfin Mariza” und „Die lustige Witwe” zwei Werke der silbernen Operettenära in gefeierten Inszenierungen wieder. Die Opern „Carmen” und „Rigoletto” (nun in italienischer Sprache) thematisieren die Liebe in ihrer Unausweichlichkeit, während im Musical „Kiss me, Kate” der Rosenkrieg tobt. Mit „Carmina Burana” wird ein besonders effektvoller und beim Publikum beliebter Ballettabend wiederaufgenommen.
Eröffnet wird die Saison am 1. September mit dem traditionellen Volksopernfest und einer Hommage an Dagmar Koller

Hier können Sie die ausführlichen Presseinformationen zur Saison 2019/2020 downloaden:

Presseinformationen Saison 2019/2020 als PDF Datei

Presseinformationen Saison 2019/2020 als Word-Datei

Bettina Mönch (Sally Bowles) in „Cabaret”© Johannes Ifkovits/Volksoper Wien

Cabaret

„Willkommen, Bienvenue, Welcome!“ Mit der Premiere von „Cabaret” eröffnen wir die Saison und heißen das Musical des Autorenduos Kander und Ebb in der Regie von Volksoperndebütant Gil Mehmert und unter der Musikalischen Leitung von Lorenz C. Aichner zum ersten Mal an der Volksoper willkommen. Nach langer Abwesenheit kehrt Ruth Brauer-Kvam in dieser bittersüßen Ode an das Berlin der 1930er-Jahre als Conférencier wieder an die Volksoper zurück. Die Rolle der Sally Bowles hat Lisa Minelli in der mit acht Oscars ausgezeichneten Verfilmung von Cabaret 1972 für alle Zeit geprägt. Wer könnte die legendäre Nachtclubsängerin an der Volksoper besser verkörpern als Bettina Mönch, die zuletzt der Hollywooddiva Gloria Mills in „Axel an der Himmelstür” Glamour verlieh.

Premiere am 14. September 2019

Morten Frank Larsen (Sir Simon) in „Das Gespenst von Canterville”© Johannes Ifkovits/Volksoper Wien

Das Gespenst von Canterville

Ein Untoter spukt nachts im Schloss und findet erst recht keine Ruhe, als ein Immobilienmakler mit seinen aufmüpfigen Zwillingssöhnen einzieht und das Anwesen in ein schickes Hotel umbauen möchte. Philipp M. Krenn inszeniert die österreichische Erstaufführung von „Das Gespenst von Canterville” als humorvolle Gruseloper für die ganze Familie. Morten Frank Larsen schlüpft in die Rolle des gepeinigten Gespensts Sir Simon und Gerrit Prießnitz steht am Pult des Volksopernorchesters.

Österreichische Erstaufführung am 18. Oktober 2019


Sung-Keun Park (König Karotte), Komparserie in „König Karotte”© Thomas Jauk

König Karotte

Übersinnliches ist auch in Jacques Offenbachs „König Karotte” im Spiel, wenn die Mitglieder des königlichen Gemüsebeets die Macht ergreifen. Die Wiederentdeckung von Jacques Offenbachs „Komischer Zauberoper“ voller bissiger literarischer und politischer Anspielungen ist das Jubliläumshighlight zum 200. Geburtstag des Komponisten. Wir zeigen die Inszenierung von Matthias Davids als Koproduktion mit der Staatsoper Hannover unter der Musikalischen Leitung von Guido Mancusi. Mirko Roschkowski verkörpert den vergnügungssüchtigen Regenten Fridolin XXIV, der einer vegetarischen Läuterung bedarf.

Premiere am 23. November 2019

Ben Connor (Tommy) und Rebecca Nelsen (Fiona) in „Brigadoon” © Johannes Ifkovits/Volksoper Wien

Brigadoon

Eine Liebesgeschichte in den schottischen Highlands, die die Grenzen von Zeit und Raum überwindet … Brigadoon war 1947 der erste durchschlagende Erfolg des Musicalduos Alan J. Lerner und Frederick Loewe, der späteren Schöpfer von „My Fair Lady” und „Gigi”. Die Volksoper präsentiert das große romantische Musical unter der Leitung von Lorenz C. Aichner halbszenisch als Österreichische Erstaufführung. Die Ensemblemitglieder Rebecca Nelsen und Ben Connor verkörpern das Liebespaar Fiona und Thommy. Sarah Schütz, die furiose Ruth des diesjährigen Musicalhits „Wonderful Town”, erzählt als schräge Meg Brockie vom Hochzeitstag ihrer Mutter.

Österreichische Erstaufführung am 1. Dezember 2019

Kurt Rydl (Kálmán Zsupán) in „Der Zigeunerbaron”© Johannes Ifkovits/Volksoper Wien

Der Zigeunerbaron

1885 bescherte die Uraufführung des Zigeunerbaron Johann Strauß den größten Bühnenerfolg zu Lebzeiten und dem Operetten-Repertoire einen in seinem musikalischen Reichtum bis heute hinreißenden Meilenstein. Zwei rivalisierende Schlitzohren treffen in der sumpfigen Landschaft des habsburgisch-verwalteten Banat aufeinander: der gierige Schweinezüchter Kálmán Zsupán (KS Kurt Rydl) und der aus der Fremde heimkehrende Sándor Bárinkay (Eric Laporte), der in der jungen Saffi (Katrin Adel) seine Liebe findet. 1910 wurde die Operette in der Regie von Rainer Simons erstmals an der Volksoper gezeigt. Die achte Neuinszenierung liegt in den Händen von Peter Lund. Alfred Eschwé steht am Pult des Volksopernorchesters.

Premiere am 29. Februar 2020

„La Piaf”© Lithuanian National Opera and Ballet Theatre

La Piaf

Gleich zwölf Tänzerinnen verkörpern in Mauro Bigonzettis Hommage an Edith Piaf die Rolle der unvergesslichen Chansonnière, die sich als „Spatz von Paris“ in die Geschichte einschrieb. Fasziniert von ihrem einzigartigen Charisma spürt Bigonzetti in seinem Ballett „La Piaf” mit einer stark bildhaften und märchenhaft anmutenden Erzählweise der besonderen Aura der legendären Sängerin nach.

Premiere am 28. März 2020

Marco Di Sapia (Schoenberg) in „Schoenberg in Hollywood”© Arnold Schönberg Center Wien/Johannes Ifkovits/Volksoper Wien

Schoenberg in Hollywood

Als Arnold Schönberg 1933 in die USA emigrierte, geriet er mit Hollywood und dem Genre der Filmmusik in Kontakt. In cineastischen Rückblenden erzählt „Schoenberg in Hollywood” ausgehend vom Aufeinandertreffen des Komponisten mit dem Filmproduzenten Irving Thalberg Episoden aus dem Leben Arnold Schönbergs. Die Kammeroper des amerikanischen Komponisten Tod Machover wurde im November 2018 in Boston uraufgeführt und gelangt nun als vierte Produktion unserer Serie zeitgenössischer Opern im Kasino am Schwarzenbergplatz unter der Musikalischen Leitung von Gerrit Prießnitz zur Europäischen Erstaufführung, Helen Malkovsky zeichnet für die Regie verantwortlich, Marco Di Sapia verkörpert die Titelfigur.

Europäische Erstaufführung im Kasino am Schwarzenbergplatz am 4. April 2020

„Boris Godunow”© Johannes Ifkovits/Volksoper Wien

Boris Godunow

Boris Godunow will an die Macht. Doch als Zar spürt er: Macht bedeutet Verantwortung. Wie viel Macht kann ein Mensch ertragen? Und wie viel Gewissen kann ein Mächtiger sich leisten? „Boris Godunow” ist ein Stück über Wahrheit und Lüge in der Politik, über Machtgier und die Last politischer Verantwortung. Altmeister Peter Konwitschny, „Regisseur des Jahres“ 2018 (Opernwelt) inszeniert die monumentale Oper und feiert damit sein Volksoperndebüt. Der österreichische Bass Albert Pesendorfer kehrt in der Titelrolle an unser Haus zurück. Die Musikalische Leitung liegt in den Händen von Jac van Steen, der zuletzt mit Korngolds Das Wunder der Heliane Publikum und Kritik begeisterte.

Premiere am 2. Mai 2020

Felipe Vieira und Mila Schmidt in „Appassionata – Bach und Vivaldi” © Johannes Ifkovits/Volksoper Wien

Appassionato – Bach und Vivaldi

Die zugleich letzte Premiere der Saison und von Manuel Legris als Direktor des Wiener Staatsballetts, Appassionato – Bach und Vivaldi, ist Uraufführungen von Choreographen gewidmet, die aus der Kompanie hervorgegangen sind. Während Boris Nebyla in „Il Prete Rosso” der bewegten Biographie Antonio Vivaldis nachspürt, lotet Eno Peci mit „Monkey Mind” die Kraft der Gedanken aus, die es ermöglicht, zu innerer Stärke zu finden. Martin Winter wiederum folgt dem Symbolgehalt der „Vier Jahreszeiten” von Antonio Vivaldi, wobei er sich auf die 2012 veröffentlichte Bearbeitung des Werkes von Max Richter stützt.

Uraufführung am 5. Juni 2020