Pressezentrum

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Respektlos und unverschämt unterhaltsam

Zur Wiederaufnahme „Orpheus in der Unterwelt” zum 200. Geburtstag von Jacques Offenbach

 „… und darum hab‘ ich schon so lang was mit dem Mann von nebenan“, gesteht Eurydike, deren Ehemann Orpheus, seine Finger nicht von seinen Geigenschülerinnen lassen kann. Erst als sie die häusliche Öde flieht und dem attraktiven Fremdling folgt, erkennt sie, dass es sich um niemand anderen als den Höllenfürsten Pluto handelt.

In der Unterwelt (Eurydike langweilt sich auch dort) wird man einander wiedersehen. Doch erst geht es in den Olymp, wo die Familienverhältnisse keineswegs ordentlicher sind: Der Haussegen von Jupiter und Juno hängt schief, und dass er sich – als Stubenfliege verkleidet! – dem attraktiven Neuzugang im Hades nähert, entgeht der aufmerksamen Göttergattin nicht. Stachel im Fleisch der unmoralischen Besatzung von Ober- und Unterwelt ist die Öffentliche Meinung – bis sie durch Erfrischungen an der Höllenbar außer Gefecht gesetzt wird …

 Der erste Großmeister der Operette

Jakob Offenbach erblickte am 20. Juni 1819 das Licht Kölns, seine große Karriere machte er jedoch in Paris, wo er, der sich nun Jacques nannte, Anfang der 1830er Jahre studierte und 1855, anlässlich der Weltausstellung, in seinem neu gegründeten Théâtre des Bouffes-Parisiens mit „Die beiden Blinden” (Les deux aveugles) einen Triumph feierte. In demselben Theater hatte am 21. Oktober 1858 die erste abendfüllende Operette des Meisters, „Orpheus in der Unterwelt” (Orphée aux Enfers), Premiere. Der respektlose und unverschämt unterhaltsame Umgang mit der hehren Götterwelt – ein kaum verhohlenes Porträt der Kläglichkeit aktueller Politik – erntete natürlich auch Verrisse machte Offenbach aber in ganz Europa populär. 

Eröffnungspremiere der Direktion Meyer

Robert Meyer als Hans Styx

Im September 2007 feierte Orpheus in der Unterwelt in der Inszenierung von Helmut Baumann als Eröffnungspremiere der Direktion Meyer einen regelrechten Triumph. Nun kehrt die schwungvoll-farbenfrohe Produktion (Textfassung von Peter Lund – sein erstes Lebenszeichen an unserem Hause!) nach neun Jahren Pause mit fast vollkommen neuer Besetzung auf den Spielplan zurück: so ist u. a. Carsten Süss der Titelheld, Rebecca Nelsen seine betrogene Frau, Vincent Schirrmacher der Höllenfürst, Martin Winkler der treulose Göttervater, Christian Graf seine Gemahlin und Regula Rosin die Öffentliche Meinung.

Wie 2007 mit dabei ist der Hausherr Robert Meyer als Styx, der sich erinnert: „Als ich noch Prinz war von Arkadien …“.

Weitere Informationen, Termine und Besetzung finden Sie hier.