Pressezentrum

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Zur Premiere von Johann Strauß‘ „Der Zigeunerbaron“  

Anschmiegsame Walzerklänge und feurige Csárdásmusik auf der einen Seite, Kriegsverherrlichung und Rassismus auf der anderen Seite. "Der Zigeunerbaron" hat es als Stück – vor allem in Hinblick auf die Komposition schmerzlich zu Unrecht – in der heutigen Welt des Theaters schwer.

Nach mehrjähriger Abwesenheit kehrt "Der Zigeunerbaron" nun in einer Fassung des Regisseurs und Theaterautors Peter Lund an die Volksoper zurück. Er belässt die facettenreiche Geschichte in der Zeit Kaiserin Maria Theresias und erzählt eine märchenhafte Historie von Mut, Freiheit und Esprit der sogenannten Zigeuner im Kontext der österreichischen Sittenkommission, welche eines zeitgemäßen Humors und einer ausgebufften Figurenzeichnung nicht entbehrt. Mit seinen Inszenierungen von Linckes "Frau Luna", Benatzkys "Axel an der Himmelstür" und Kálmáns "Die Csárdásfürstin" ist Peter Lund dem Publikum bereits bestens bekannt. Die Musikalische Leitung liegt in den Händen des Strauß-erprobten Alfred EschwéKatrin Adel wird als Saffi zum ersten Mal an der Volksoper Wien zu sehen sein. Lucian Krasznec, der zuletzt in Lunds Erfolgsinszenierung "Die Csárdásfürstin" als Edwin auf der Volksopernbühne stand, kehrt als Sándor Bárinkay wieder ans Haus zurück und KS Kurt Rydl gibt als Kálmán Zsupán sein spätes Operettendebüt.

Eine sumpfige Landschaft irgendwo im habsburgisch-verwalteten Banat rund um das Jahr 1740. Der Vielvölkerstaat vereint hier Großbauern und Lebenskünstler: im Gutshof den Schweinezüchter Zsupán, daneben eine Gruppe von Zigeunern unter dem Matriarchat der alten Czipra. Als der in der Fremde aufgewachsene Sándor Bárinkay an den Ort seiner Vorfahren zurückkehrt, fordert er die ihm zustehenden Güter ein, erklärt sich jedoch gleichzeitig als williger Heiratskandidat. Ein willkommener Eidam für Zsupán, doch ein Schlitzohr übertrumpft das noch größere und man kommt zu keiner Einigung. Die schöne und selbstbewusste Saffi wendet das Blatt, Bárinkay wird zum Baron der Zigeuner erklärt und die Liebe fügt alles zum Guten. Wäre da nicht der „lange Arm der Monarchie“, der mittels Graf Homonay im Banat Soldaten für einen bevorstehenden Krieg anwirbt ...

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