Pressezentrum

Pressebüro der Volksoper Wien

Währinger Straße 78, 1090 Wien

Mag. Eva Koschuh
+43/1/514 44-3410
eva.koschuh@volksoper.at

Michael Bertha
+43/1/514 44-3412
michael.bertha@volksoper.at

„Ihre Dienste werden nicht mehr benötigt“. Aus der Volksoper vertrieben – Künstlerschicksale 1938


Autorin: Dr. Marie‐Theres Arnbom
Erscheinungstermin: 25. Oktober 2018, Amalthea

Wien, März 1938. Die Machtübernahme der Nationalsozialisten bringt für die Volksoper gravierende Veränderungen mit sich: Die Direktoren Jean Ernest und Alexander Kowalewski werden sofort ausgetauscht, Entlassungen auf allen Ebenen des Hauses folgen, von Opernsängerinnen und -sängern über Dirigenten, Orchestermusiker und Librettisten bis hin zum Theaterarzt. Anhand von ausgewählten Künstlern wie der Sopranistin Ada Hecht, dem Cellisten Franz Ippisch oder dem Dirigenten Kurt Herbert Adler erzählt Marie-Theres Arnbom
vom Schicksal jener, die aufgrund ihrer jüdischen Wurzeln oder ihrer politischen Einstellung verfolgt wurden. Als roter Faden dient die letzte Produktion vor der Machtübernahme, Gruß und Kuß aus der Wachau, komponiert von Jara Beneš, getextet von Hugo Wiener und Kurt Breuer, mit Gesangstexten von Fritz Löhner- Beda. Auf Basis von bisher unbekannten Archivbeständen, Lebenserinnerungen und Gesprächen mit Nachkommen skizziert die Autorin den Lebensweg der Vertriebenen in der Emigration. Einige konnten sich erfolgreich neue Existenzen aufbauen, manche fanden in den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten den Tod. Die meisten sind vergessen. Ihnen wird nun ihre Geschichte zurückgegeben.


Die meisten dieser Namen sind vergessen – umso wichtiger ist es, ihnen ihre Geschichte wieder zurückzugeben.

Marie-Theres Arnbom, Dr. phil., ist Historikerin, Autorin, Kuratorin und Kulturmanagerin. Sie veröffentlicht Bücher und Beiträge zu zeit- und kulturhistorischen Themen, die sie als Kuratorin auch an Museen in Szene setzt, und schreibt Programmhefte und Artikel für große Konzertveranstalter. 2004 gründete sie das Kindermusikfestival St. Gilgen als wesentlichen Bestandteil des Musiksommers im Salzkammergut. Zuletzt bei Amalthea erschienen: „Damals war Heimat. Die Welt des Wiener Großbürgertums” (2014), „Die Villen von Bad Ischl. Wenn Häuser Geschichten erzählen” (2017), „Die Villen vom Attersee. Wenn Häuser Geschichten erzählen” (2018) 
arnbom.com

Marie-Theres Arnbom
»Ihre Dienste werden nicht mehr benötigt«
Aus der Volksoper vertrieben – Künstlerschicksale 1938
17,3 x 24,5 cm
ca. 208 Seiten, mit zahlr. Abb.
ca. € A/D 25,–, ca. CHF 31,50
ISBN 978-3-99050-142-9
Erscheint Anfang November 2018

Buchpräsentationen

13. und 14. November, Volksoper Wien, Heute im Foyer ...

Marie-Theres Arnbom und Christoph Wagner-Trenkwitz im Gespräch. Johanna Arrouas und Michael Havlicek singen Ausschnitte aus der Operette „Gruß und Kuss aus der Wachau“ von Jara Benes. Klavier: Klaus Busch.

Dienstag, 13. und Mittwoch, 14. November, 19:30 Uhr, Volksoper Wien
Karten für die Veranstaltung am 14. November erhalten Sie ab 1. Oktober.
(Die Präsentation am 13. November ist ausschließlich für Mitglieder des Förderkreises der Volksoper Wien.)

15. November, Buchpräsentation, Jüdisches Museum Wien

Mit: Marie-Theres Arnbom und Christoph Wagner-Trenkwitz
Begrüßung: Mag. Markus Roboch (Kaufmännischer Leiter, Jüdisches Museum)

Donnerstag, 15. November, 18:30 Uhr, Jüdisches Museum Dorotheergasse 1, Eintritt frei, Anmeldung bis Montag, 12. November unter events@jmw.at

20. November, Podiumsdiskussion, Wien Museum

Begrüßung: Matti Bunzl (Direktor Wien Museum), Robert Meyer (Direktor Volksoper Wien)
Mit: Gerhard Milchram (Kurator) und Marie-Theres Arnbom (Autorin)

Unter dem Titel „Fluchtspuren“ thematisieren zwei Ausstellungsprojekte des Wien Museums höchst berührende Schicksale mit auf den ersten Blick alltäglichen Gegenständen. Gezeigt werden unter anderem Theaterskizzen von Lisa Jalowetz, deren Vater Heinrich Jalowetz Kapellmeister an der Volksoper war und der im Buch auch porträtiert wird.

Dienstag, 20. November, 19:00 Uhr, Wien Museum, Karlsplatz, Eintritt frei, Anmeldung erforderlich