Der Opernball

Erster Akt

Das Ehepaar Wimmer ist aus der Provinz nach Wien gekommen, um die befreundeten Pappenstiels zu besuchen. Der Bankier Paul Wimmer hofft vor allem, den Ausflug mit einem kleinen außerehelichen Abenteuer zu würzen, doch es fehlt ihm die Routine beim Fremd­gehen. Georg Pappenstiel gibt ihm den Tipp, sich selbst eine E-Mail zu schicken, um seine Frau glauben zu lassen, dass seine Anwesenheit in der Bank dringend erforderlich sei.

Die Wohnung der Pappenstiels füllt sich nach und nach mit weiteren Personen: Palmyra und Theophil, Tante und Onkel von Angelika Wimmer, kommen um ihre Nichte
 zu sehen. Tante Palmyra echauffiert sich über die in ihren Augen losen Sitten in diesem Haus. Ihr Ärger ent­­zündet sich nicht zuletzt an der Haushälterin Helene, die besonders lebenslustig zu sein scheint. Um dieses hübsche Mädchen scharwenzelt auch Henri, der puber­tierende Neffe Palmyras und Theophils.

In einem ruhigen Moment entspinnt sich zwischen der Gastgeberin Margarete und ihrer Schulfreundin Angelika ein Gespräch über die Treue ihrer Ehemänner. Während Angelika sicher ist, dass ihr Paul so treu ist wie sie selbst, scheinen Margarete und Georg mit diesem Thema offener umzugehen. Margarete überredet Angelika, die Männer auf die Probe zu stellen: Wenn sie eine anonyme Einladung zum heutigen Ball in der Volks­oper bekommen, werden sicherlich beide annehmen. Angelika lässt sich widerstrebend auf das Spiel ein.

Margarete diktiert Helene zwei gleichlautende anonyme Einladungen – Erkennungszeichen: ein rosa Domino. Helene lässt sich von der Idee inspirieren und schreibt in einem unbemerkten Moment ein drittes Billet, das sie Henri zusteckt. Die ersten beiden überreicht sie Paul und Georg. Prompt vermeldet Paul, er habe eine E-Mail bekommen: Seine Anwesenheit in der Bank daheim in Klagenfurt sei dringend erforderlich. Mit lautem Bedauern verabschiedet er sich.

Zweiter Akt

Georg, Paul und Henri haben die anonymen Einladungen zum Opernball angenommen – aber auch Theophil ist hier, in professioneller Begleitung der attraktiven Tänzerin Féodora. Zu seinem Leidwesen bestellt sie alles, was gut und teuer ist, lässt aber den armen Theophil nicht ans Ziel seiner Wünsche gelangen.

Helene, maskiert und im rosa Domino, findet Henri und führt den jungen Mann zu seinem ersten Rendezvous ins Chambre Séparée. Auch Paul und Georg finden ihre Dominos, wobei Angelika mit Georg zusammentrifft, Margarete aber mit Paul.

Die beiden Frauen flüchten beizeiten aus den jeweiligen Séparées. Auf der Suche nach seinem rosa Domino stößt Georg zuerst auf Helene, die er heftig bedrängt, wobei er mit seiner Zigarette ein Loch in den Domino brennt. Margarete beobachtet aus ihrer Loge die Szene, hält Helene für Angelika und ist entsetzt, wie ungehemmt Georg sich benimmt. Helene kann Georg schließlich abwehren, läuft aber prompt Paul in die Arme. Auch er bedrängt sie und macht dabei einen Riss in den Domino, während Angelika die beiden beobachtet. Helene kann sich schließlich auch von Paul befreien. Der Ball endet in einer wilden Party, in der die drei Frauen unerkannt entwischen.

Dritter Akt

Am Morgen danach in der Wohnung von Georg und Margarete: Angelika ist völlig aufgelöst, weil ihr Mann sie hintergangen hat. Margarete rät ihr, die Sache etwas leichter zu nehmen.

Theophil bekommt von Henri eine Lektion in der Kunst des Verführens. Dabei wollte er eigentlich Georg sprechen um ihn zu bitten, ihm bei Palmyra ein Alibi zu geben. Sie soll glauben, er habe bei einem kranken Freund übernachtet.

Zu seiner großen Überraschung aber erscheint Palmyra, um ihren Mann zu beruhigen, von dem sie annimmt, er habe sich schreckliche Sorgen um sie gemacht: Sie hat nämlich selbst bei einer kranken Freundin übernachtet und ahnt rein gar nichts von Theophils nächtlichem Ausflug.

Da kehrt Paul von seiner angeblichen Dienstreise zurück. Er wird überführt, und obwohl er versucht, sich herauszulügen, kommen peu à peu sämtliche Irrungen und Wirrungen der letzten Nacht ans Tageslicht. In leichter Katerstimmung machen sich Angelika und Paul schließlich auf den Weg nach Hause …