Eine Nacht in Venedig 

Erster Akt

Vor dem Haus des Senators Delacqua preist der Makkaronikoch Pappacoda seine Pasta an – und wird dabei Zeuge der Vorgänge im Haus: Delacquas Neffe Enrico Piselli und Delacquas Frau Barbara haben ein Verhältnis und planen für den heutigen Abend ein Rendezvous. Als Ausrede dient der morgige Geburtstag Delacquas, für den eine Überraschung geplant wird. 

Die Fischerstochter Annina liefert ihre Ware für das Festessen anlässlich des Geburtstags. Sie ist eine Vertraute Barbaras und weiß über deren Verhältnis Bescheid. 

Auch Ciboletta, die Köchin der Delacquas, weiß, was im Haus ihrer Herrschaft vor sich geht. Sie ist außerdem die Braut des Makkaronikochs Pappacoda und damit eine Quelle von unschätzbarem Wert für den neugierigen Pappacoda, der aus seinem Mitwissen geschickt Kapital schlägt. 

Barbara hat nicht nur einen jungen Liebhaber, sie hat auch einen glühenden Verehrer im Herzog von Urbino, einem berüchtigten Schürzenjäger. Er kommt wie jedes Jahr auch heuer zum Karneval nach Venedig. Im vergangenen Jahr hat er ein Auge auf Barbara geworfen und hofft, nun erhört zu werden. Ganz Venedig weiß das – sogar der alte Senator Delacqua, weshalb er seine Frau nach Murano in Sicherheit bringen will. Da er sich aber als Verwalter beim Herzog bewerben und dessen Gunst gewinnen will, beschließt er, ihm Ciboletta als seine Gattin vorzustellen. 

Caramello, der Leibbarbier des Herzogs und dessen Handlanger in Liebesabenteuern, kommt bei Delacquas Haus an, um für seinen Herrn nach Barbara Ausschau zu halten – und um selbst nach seiner Verlobten Annina zu suchen. Doch Annina schmollt: Ihr Bräutigam hat sich in letzter Zeit gar zu rar gemacht.

Da erscheint der Herzog von Urbino. Delacqua bringt seine Frau zur Gondel – doch unter dem Domino verbirgt sich Annina, die für Barbara einspringt. Caramello weiß, dass Delacqua seine Frau wegbringen will und hat den Gondoliere bestochen. Nun fungiert er selbst als Gondoliere, ahnt aber nicht, dass er seine eigene Braut zum Herzog bringt. Barbara und Enrico können im
Getümmel unbemerkt miteinander verschwinden.

Zweiter Akt

Der Herzog erwartet Barbara, die ihm in Aussicht gestellt hat, beim nächsten Zusammentreffen ihre Maske – und womöglich noch andere Hüllen – fallen zu lassen. 

Zunächst kommen aber die (älteren) Gattinnen anderer Senatoren, um sich den berüchtigten Frauenschwarm aus der Nähe anzuschauen. 

Caramello trifft mit Annina, die er immer noch für Barbara hält, beim Herzog ein. Er macht der maskierten Dame den Hof, bis sich Annina eifersüchtig zu erkennen gibt und ihm droht, den Avancen des Herzogs nachzugeben. Caramello versucht daraufhin, das Stelldichein des Herzogs mit Annina (die dieser ja für Barbara hält) mit aller Kraft zu stören – dabei hilft ihm eine bunte Schar an Dienstboten und Handwerkern, die er und Pappacoda statt der venezianischen Nobilità zum Maskenfest des Herzogs eingeladen haben. 

Schließlich kommt Delacqua mit Ciboletta, die er als seine Ehefrau ausgibt. Doch statt, wie es ihr befohlen wurde, sich für Delacqua als Verwalter einzusetzen, bittet Ciboletta um einen Posten für Pappacoda als Koch in Diensten des Herzogs.

Das folgende Souper des Herzogs mit den beiden vermeintlichen Barbaras, Annina und Ciboletta, wird zunächst von Caramello und Pappacoda, später von Agricola und den anderen Senatorengattinnen laufend gestört, ehe sich alle ins bunte Karnevalstreiben stürzen. 

Dritter Akt 

Delacqua hat erfahren, dass seine Frau nie in Murano angekommen ist. Nun sucht er sie überall. Ciboletta sucht Pappacoda, um ihm zu sagen, dass er zum Leibkoch des Herzogs ernannt wurde. Caramello sucht Annina, die wiederum den Herzog abzuwimmeln versucht. Doch Caramello sieht sie zusammen mit seinem Herrn und glaubt, sie sei schwach geworden. 

Schließlich deckt Delacqua Anninas Maske auf. Der Herzog ist entsetzt, dass ihm statt der gewünschten Senatorengattin zuerst eine Köchin, später eine Fischverkäuferin zugeführt wurden. Aber er lässt sich von Annina überreden, demjenigen den Verwalterposten zuzuerkennen, der ihm seine Frau vorgestellt hat – Caramello wird Verwalter und kann Annina nun heiraten (und sie bleibt in der Nähe des Herzogs). 

Am Ende taucht auch die verschollene Barbara wieder auf und behauptet, nur irrtümlich in falsche Hände gegondelt zu sein.