Pinocchio

1. Akt

Ein Theaterstück entsteht … Die Fee erzählt, tatkräftig unterstützt von allen Beteiligten, die Geschichte des alten Tischlers Geppetto, der sich nichts sehnlicher wünscht als einen eigenen Sohn. 

In Geppettos Werkstatt

Geppetto hat eine Marionette namens Pinocchio geschnitzt. Mit Hilfe der Fee geschieht ein Wunder: Die Puppe erwacht zum Leben. Pinocchio springt durch die Werkstatt, verlangt nach Essen und hält Geppetto auf Trab. Geppetto schickt Pinocchio in die Schule und verpfändet sogar seinen einzigen Mantel, um Schulsachen zu kaufen. Der eigen­sinnige Pinocchio will von der Schule nichts wissen. Er geht lieber in den Zirkus. Sein erstes Abenteuer beginnt …

Im Zirkus

Der finstere Zirkusdirektor Mangiafuoco ist es leid, immer wieder dieselben alten Stücke aufzuführen. Die vorlaute Colombina sagt Mangiafuoco die Wahrheit: Es fehlt dem Direktor an Fantasie. Das macht Mangiafuoco noch wütender und er droht, Pinocchio ins Feuer zu werfen. Doch dieser rettet sich, indem er anbietet, für Mangiafuoco durch die Welt zu reisen; die erlebten Abenteuer will er dann zu neuen Geschichten für den Spielplan von Mangiafuocos Zirkus machen. Dieser willigt ein und gibt Pinocchio ein stattliches Reisegeld.

Auf der Straße Pinocchio nimmt sich vor, von dem Geld seinem Vater Geppetto einen neuen Mantel zu kaufen. Da verwickeln ihn ein Kater und ein Fuchs in ein Gespräch über gewinnbringende Geschäfte. Sie führen Pinocchio an einen Würstelstand, wo er sich satt isst. Während er schläft, berauben ihn die Gauner. Als Pinocchio erwacht, verlangt der Wirt Geld von ihm. Da Pinocchio nicht bezahlen kann, muss er fliehen. Er wird von einer Taube gerettet.

2. Akt

Die Nase wächst …

Die Doktoren erklären Pinocchio für tot und man bereitet schon sein Begräbnis vor. Die Fee bietet ihm heilende Tropfen an, die ihn schnell gesund machen. Doch der Trank ist ihm zu bitter. Pinocchio behauptet, die Medizin getrunken zu haben und streitet seine Dummheiten ab. Seine Nase wächst und entlarvt ihn als Lügner. Die Fee ermahnt ihn, die Wahrheit zu sagen. Endlich nimmt er die Tropfen und fühlt sich sofort besser.

Im Schlaraffenland

Ein weiteres Mal gelobt Pinocchio, ein braver Bub und guter Schüler werden zu wollen. Sein Vorsatz währt nur kurz: auf dem Weg zur Schule trifft er seinen Freund Lucignolo. Sie beschließen, in jenes Land zu reisen, wo jeder Wunsch augenblicklich wahr wird und niemand arbeiten muss. Den Warnungen der Fee zum Trotz ziehen sie ins Schlaraffenland. Dieses stellt sich jedoch als Illusion heraus, erschaffen von einem bösen Zauberer. Dieser ist niemand anderer als der Zirkusdirektor Mangiafuoco, der die Buben aus reiner Bosheit zu Eseln macht.

In der Unterwasserwelt

Pinocchio wird in den Ozean geschleudert, wo die Meerestiere versuchen, ihn zu trösten. Doch sie fliehen in Panik, als sich ein großer Wal nähert, der Pinocchio verschluckt. Im Magen des Wals trifft er auf Geppetto, der mit seinem kleinen Boot ebenfalls dort gefangen ist.

Pinocchio wird zum Menschen

Pinocchio rettet seinen Vater, bereut seine Fehler und verspricht, sich zu bessern. Er erkennt, dass er nicht nur für sich selbst da ist – das macht ihn zu einem echten Menschen.