Rusalka 

Erster Akt

Am Ufer eines Sees necken drei Waldelfen den Wassermann. Er beobachtet sie mit Wohlwollen, ihr fröhliches Spiel treibt ihn sogar aus dem Wasser.
Auch die Nixe Rusalka hat ihr Element verlassen. Sie sehnt sich nach einem anderen Leben: Ein Mensch mit einer Seele möchte sie sein. Voller Sünde seien die Seelen, warnt sie der Wassermann. Und voller Liebe, entgegnet Rusalka. Jeden Tag kommt der Prinz an den See. Seinetwegen möchte sie ein Mensch sein.

Rusalka ruft die Hexe Ježibaba um Hilfe. Der Preis für ihre menschliche Gestalt ist hoch: Rusalka verliert ihre Stimme und muss die Liebe des Prinzen gewinnen. Gelingt es ihr nicht, wird ein Fluch sie und den Geliebten treffen. Rusalka vertraut ihrer Liebe und unterzieht sich der Verwandlung. Der Wassermann beklagt ihr Los.

Auf der Jagd nach einem weißen Reh gelangt der Prinz an den Waldsee. Stumm tritt Rusalka vor ihn, zum ersten Mal kann er sie sehen. Der Wassermann und die Nixen rufen Rusalka. Angstvoll flüchtet sie in die Arme des Prinzen. Er nimmt sie mit in seine Welt. 

Zweiter Akt

Der Heger und der Küchenjunge tratschen über die Vorkommnisse im Schloss: Der Prinz hat ein stummes Weib im Wald gefunden und will es sogar heiraten! Aber er hat auch Gefallen gefunden an der fremden Fürstin.

Eine Woche ist Rusalka nun beim Prinzen, doch ihr Wesen ist ihm immer noch fremd. Ängstlich ist sie, traurig und ohne Leidenschaft. Als die fremde Fürstin hinzutritt, wendet sich der Prinz schnell von Rusalka ab.

Der Wassermann beklagt erneut Rusalkas Schicksal. Sie stürzt in seine Arme und, ihre Stimme wiederfindend, klagt sie ihm ihr Leid. Weder Frau noch Nixe ist sie nun, ein Dasein zwischen Leben und Tod ist ihr bestimmt.

Sie muss hören, wie der Prinz der fremden Fürstin beteuert, er sei nun frei für sie. Rusalka umarmt ihn, doch er stößt sie von sich. Der Wassermann nimmt Rusalka mit sich. 

Dritter Akt

Rusalka beweint ihr Los. Ježibaba weiß Rat: Rusalka kann den Fluch aufheben und zu Ihresgleichen zurückkehren, wenn sie den Mann tötet, der sie verraten hat. Rusalka weist den Rat von sich: Ihr Geliebter muss glücklich sein!

Heger und Küchenjunge wurden in den Wald geschickt, um Ježibaba um Rat zu fragen: Der Prinz sei krank, sein Geist verwirrt, seit das rätselhafte Weib ihm die Treue gebrochen habe. Da erscheint der Wassermann und schwört Rache an den Menschen und ihrer Treulosigkeit.

Die Waldelfen versuchen erneut ihr neckisches Spiel mit dem Wassermann, doch ihm steht nicht der Sinn nach Tändeleien. Die Waldelfen trauern um Rusalka.

Auf der Suche nach Rusalka erreicht der Prinz wieder den Waldsee. Endlich kann Rusalka mit ihm sprechen. Er bittet sie um Verzeihung, doch für Rusalka gibt es keine Erlösung mehr. Ihr Kuss bringt dem Prinzen den Tod. Rusalka bleibt als Irrlicht über dem See zurück.