Masterpieces for Two lädt das Publikum zu einer facettenreichen Reise durch die Geschichte des Tanzes ein. In fünf herausragenden Duetten erkunden die Tänzer:innen unterschiedliche Formen von Nähe, Beziehung und Distanz und präsentieren Meisterwerke bedeutender Choreografen, die jeweils eigene emotionale und thematische Räume eröffnen.
Kreiert 1911 von Michel Fokine erzählt Le Spectre de la Rose von einer jungen Frau, in deren Traum der Geist einer Rose erscheint. Zu Gustav Mahlers Lieder eines fahrenden Gesellen schuf Maurice Béjart ein ikonisches Duett für zwei Tänzer. Seelenzustände, seien es Sehnsucht, Einsamkeit oder Abschied, finden in Béjarts Choreografie Ausdruck durch die Körper der beiden Tänzer. Angelin Preljocajs Annonciation zählt zu den bekanntesten Arbeiten des französischen Choreografen, der in seiner Kreation nicht nur sakrale Musik mit elektronischen Klängen vereint, sondern auch die biblische Verkündung an Maria neu interpretiert. Variations Pour une Porte et un zeigt George Balanchine – inspiriert von Pierre Henrys Partitur, deren Klänge menschliches Seufzen sowie das Öffnen und Schließen von Türen imaginieren – von seiner experimentellsten Seite. Den Abschluss bildet Jerome Robbins’ Interpretation von Debussys Prélude à l’après-midi d’un faune. In der reduzierten Atmosphäre eines Ballettstudios entfaltetsich eine subtile-sinnliche Begegnung einer Tänzerin und eines Tänzers.
Besetzung
Le Spectre de la Rose
- Choreografie
- Michel Fokine
- Musik
- Carl Maria von Weber
- Orchestrierung
- Hector Berlioz
- Kostüme
- Jean-Michel Lainé
Le Chant du compagnon errant
- Choreografie
- Maurice Béjart
- Musik
- Gustav Mahler
- Kostüme und Licht
- Joëlle Roustan
- Kostüme und Licht
- Roger Bernard
Annonciation
- Choreografie
- Angelin Preljocaj
- Musik
- Stéphane Roy
- Musik
- Antonio Vivaldi
- Kostüme
- Nathalie Sanson
- Licht
- Jacques Chatelet
Variations Pour une Porte et un Soupir
- Choreografie
- George Balanchine
- Musik
- Pierre Henry
- Bühnenbild und Kostüme
- Rouben Ter-Arutunian
- Licht
- Ronald Bates
Afternoon of a Faun
- Choreografie
- Jerome Robbins
- Musik
- Claude Debussy
- Bühnenbild und Licht
- Jean Rosenthal
- Kostüme
- Irene Sharaff