HAUSORDNUNG FÜR DIE VOLKSOPER WIEN GmbH

lt. Wiener Veranstaltungsstättengesetz

Die Hausordnung lt. Wiener Veranstaltungsstättengesetz regelt die Bedingungen, die bei einem Aufenthalt in der Volksoper Wien (VOP) sowie in allen sonstigen von dieser betriebenen Spiel‑ und Betriebsstätten (im folgenden Betriebsstätten genannt) von Besucher/innen und Mitarbeiter/innen der VOP eingehalten werden müssen. 

I. Betreten von Betriebsstätten

Das Betreten der Betriebsstätten ist nicht im Hause beschäftigten Personen nur in folgenden Fällen gestattet:

a) Erwerb von Karten während der dafür vorgesehenen Zeiten;
b) Besuch von Veranstaltungen;
c) Besuch im Rahmen von organisierten Führungen;
d) Wahrnehmung behördlicher Aufgaben im Rahmen des jeweiligen Wirkungsbereiches;
e) Mitarbeiter/innen von im Haus beschäftigten Firmen nach Anmeldung beim Portier;
f) Sonstige nicht im Haus beschäftigte Personen dürfen das Haus nur nach Anmeldung beim Portier und Abholung durch eine/n zuständige/n Mitarbeiter/in betreten.

Personen, gegen die ein Hausverbot ausgesprochen wurde, sind jedenfalls bis auf Widerruf nicht berechtigt, die Betriebsstätte zu betreten.

II. Allgemeines

a) Das Anbieten und der Verkauf von Eintrittskarten im Bereich der Betriebsstätten durch andere als von der VOP ermächtigten Personen sind untersagt.

b) Die Mitnahme von Gegenständen, die eine Gefährdung von Personen oder Sachen darstellen können, ist nicht gestattet. Ausgenommen sind Dienstwaffen von im Dienst befindlichen Beamten der Landespolizeidirektion Wien.

c) Ebenso ist es nicht gestattet, Tiere mitzunehmen. Ausgenommen davon ist deren Verwendung für szenische Zwecke. Weiters ist die Mitnahme von Blindenführ‑ und Partnerhunden (mit Ausweis) für Menschen mit Behinderungen gestattet. Blindenführhunde haben ein entsprechendes Führgestell, Partnerhunde eine Leine und einen Maulkorb zu tragen. Sonderregelungen sind an die Genehmigung durch die Direktion gebunden.

d) Rauchen und Anzünden von Tabakwaren und dgl., sowie Hantieren mit offenem Feuer sind im Theater verboten, soweit es nicht in einzelnen Räumen oder Fällen gestattet ist. Die Kosten eines Feuerwehrfehlalarms trägt zur Gänze der Verursacher. Das Rauchverbot erstreckt sich auch auf die Verwendung von elektronischen Zigaretten (E-Zigaretten).

e) Speisen und Getränke dürfen nur in den dafür vorgesehenen Räumen konsumiert werden. Insbesondere ist das Mitnehmen von Glasflaschen und Gläsern außerhalb der Buffetbereiche aus Sicherheitsgründen untersagt.

f) Alle Verkehrswege und Ausgänge sind während der Veranstaltungen freizuhalten. Verkehrswege im Freien sind während der Veranstaltungen von Schnee zu säubern und bei Glatteis zu streuen (im unmittelbaren Bereich bis zur öffentlichen Verkehrsfläche).

g) Die einschlägigen Jugendschutzbestimmungen sind einzuhalten.

h) Rollstuhlfahrer/innen können nur im Ausmaß der in im Parkett genehmigten Plätze an der Veranstaltung teilnehmen und das Buffet im Kassenfoyer besuchen. Die Benützung von Plätzen und Räumlichkeiten am Balkon und auf der Galerie ist aus Sicherheitsgründen nicht gestattet.

i) Die Betriebsräume sind stets rein zu halten; während der Anwesenheit von Besuchern/innen dürfen belästigende Reinigungsarbeiten nicht vorgenommen werden. Die Veranstaltungsräume werden täglich vor Vorstellungsbeginn gereinigt

j) Vor jeder Vorstellung ist das Theater unter Berücksichtigung der allgemeinen Bestrebungen zur Energieeinsparung zu lüften.

k) Teppiche, Bodenbespannungen, Spiegel und Bilder sind in allen von Besuchern/innen zugängigen Räumen unverrückbar zu befestigen.

l) Sämtliche Ein‑ und Ausgangstüren sind vom Einlass der Besucher/innen bis unmittelbar nach Verlassen des Hauses durch den/die letzten Besucher/in unversperrt zu halten. Unmittelbar nach Ende der Vorstellung sind die Zuschauerraumtüren zu öffnen und bis nach Verlassen des Hauses durch die Besucher/innen offen zu lassen.

m) Die behördlich genehmigte Zuschauerzahl darf nicht überschritten werden. Stehplätze sind in den eigens hierfür bestimmten Bereichen zulässig. Inhaber von Stehplätzen dürfen freigebliebene Sitzplätze nicht einnehmen. Es ist nicht gestattet, andere Sitzplätze in Anspruch zu nehmen, als die auf der erworbenen Eintrittskarte angeführten Plätze.

n) In der Zeit außerhalb der Vorstellungen ist das Theater bei Tag und Nacht durch Posten der Betriebsfeuerwehr auf einem vorgeschriebenen Weg in unregelmäßigen Zeitabständen zu begehen und die genaue Durchführung durch Kontrollapparate sicherzustellen. Bei Kontrollgängen des Postens der Betriebsfeuerwehr sind angetroffene fremde Personen zum sofortigen Verlassen des Theaters anzuhalten oder bei Vorstellungsbetrieb in die für das Publikum bestimmten Bereiche zurückzuführen.

o) Den von den behördlichen Überwachungsorganen in Ausübung ihres Dienstes getroffenen Anordnungen ist unbedingt Folge zu leisten. Die von den behördlichen Überwachungsorganen an die Mitarbeiter/innen des Theaters gerichteten Fragen, die den Betrieb betreffen, sind wahrheitsgemäß zu beantworten. Den Überwachungsorganen steht für dienstliche Zwecke ein Telefon im Dienstzimmer zur Verfügung.

III. Verhalten im Brand‑ oder Gefahrenfall

a) Bei einem Brandausbruch werden auf Anordnung der anwesenden Behördenvertretern/innen von den Mitarbeiter/innen der VOP die nötigen Schritte (Einschalten der Beleuchtung, Schließen des Schutzvorhangs, Verständigen der Feuerwehr, soweit dies nicht automatisch erfolgt ist) unternommen.

b) Im Falle eines Brandes oder einer sonstigen Gefährdung der Sicherheit von Menschen oder Eigentum ist die Betriebsstätte rasch und ohne Behinderung anderer auf den gekennzeichneten Fluchtwegen zu verlassen. Aufzüge dürfen nicht verwendet werden und sind vom Personal der E‑Zentrale ins Erdgeschoß zu fahren sowie außer Betrieb zu nehmen, soweit dies nicht automatisch erfolgt. Den Anordnungen der Mitarbeiter/innen der VOP sowie der Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes ist Folge zu leisten.

c) Wenn Besucher/innen oder Mitarbeiter/innen einen Brand oder eine Feuergefahr bemerken oder hiervon Kenntnis erlangen, ist unverzüglich ein Brandmelder zu betätigen oder die Betriebsfeuerwehr unter der DW 3333 zu verständigen. Bei sonstiger Gefahr haben die Mitarbeiter/innen der VOP und der Publikumsdienst den Anweisungen der Behördenvertreter/innen Folge zu leisten. Die Besucher/innen sind durch den Publikumsdienst und den Direktionsdienst bei grundloser Beunruhigung zum Verbleib auf den Plätzen aufzufordern, bei Gefährdung zum Verlassen des Theaters anzuhalten.

d) Wenn im Haus gewerbliche Arbeiten vorgenommen werden, so ist für eine ständige Überwachung Sorge zu tragen. Schweiß- und Schneidarbeiten sowie jegliche Verwendung von offenen Flammen oder Arbeiten mit hohen Temperaturen sind nur über Freigabeschein der Betriebsfeuerwehr und unter deren Aufsicht zulässig.

e) Entsprechend § 23 (1) des Wiener Veranstaltungsstättengesetzes 1978 dürfen in den Räumen des Theaters brennbare Flüssigkeiten sowie feuergefährliche Gegenstände weder verwahrt noch verwendet werden. Ausnahmen sind nur entsprechend § 23 (1) und (2) des o. g. Gesetzes möglich (Werkstätten, Lagerräume, Arzt‑ und Schminkräume). Die Lagerung darf nur in Gefahrstoffschränken erfolgen.

IV. Verhalten im Zusammenhang mit Veranstaltungen

a) Beim Rundgang der Behörde müssen die gesamte Notbeleuchtung und ein ausreichender Teil der Hauptbeleuchtung in Betrieb, sowie die Zusatzbeleuchtung funktionsbereit sein.

b) Die Beleuchtung ‑ einschließlich der Not‑ und Zusatzbeleuchtung ‑ darf erst abgeschaltet werden, wenn die Zuschauer/innen und Mitarbeiter/innen das Theater verlassen haben.

c) Jede Handhabung der technischen Einrichtungen wie u.a. der Beleuchtungseinrichtung und sämtlicher maschineller Anlagen durch Unbefugte ist verboten.

d) Nach der Freigabe der Betriebsstätte durch die Überwachungsorgane wird die Betriebsstätte für die Besucher/innen geöffnet. Zu diesem Zeitpunkt müssen die Räume ausreichend beleuchtet und die Notbeleuchtung eingeschaltet sein.

e) Der Zutritt zum Zuschauerraum und zu den für das Publikum bestimmten Nebenräumen ist nur mit einer gültigen Eintrittskarte gestattet, die den Mitarbeiter/innen der VOP unaufgefordert vorzuweisen ist.

f) Offensichtlich Betrunkenen oder unter Einfluss von Suchtmitteln stehenden Personen sowie Personen, die durch Ihr Verhalten oder andere Umstände (z.B. starker Körpergeruch) den Betrieb oder die Vorstellung unzumutbar beeinträchtigen könnten, kann der Zutritt trotz gültiger Eintrittskarte verwehrt werden. Darüber hinaus kann Personen, die nicht dem Anlass entsprechend gekleidet sind, der Zutritt trotz gültiger Eintrittskarte verwehrt werden.

g) Überkleider, Schirme, Stöcke sowie Rucksäcke und große Taschen und dergleichen, die aufgrund ihrer Beschaffenheit und Größe eine Beeinträchtigung von Fluchtwegen bewirken können, sind in den den Platzgruppen entsprechenden Garderoben zu hinterlegen und dürfen erst vor Verlassen des Theaters ausgelöst werden. Stöcke dürfen nur von gebrechlichen Personen als unentbehrliche Stütze in den Zuschauerraum genommen werden. Hüte sind im Zuschauerraum abzunehmen. Es ist den Mitarbeitern/innen des Theaters untersagt, den Theaterbesuchern/innen während oder bei Schluss der Vorstellung Überkleider in den Zuschauerraum zu bringen.

h) Mobiltelefone sind während der Vorstellung auszuschalten oder auf lautlos zu stellen. Jede Verwendung von Mobiltelefonen und anderen mobilen, elektronischen Geräten (Tabletts, Videokamera, Gameboy, ...), durch die Zuschauer oder Akteure durch Geräusche, (Licht-)Schein, oder dergleichen gestört werden können, ist hausfremden Personen während der Vorstellung untersagt.

i) Zu spät kommende Besucher/innen dürfen grundsätzlich nach Beginn der Vorstellung nicht mehr eingelassen werden. Ein Einlass ist erst bei der nächsten anhaltenden Unterbrechung der Vorstellung, wie etwa bei Lichtpausen oder anhaltendem Beifall, möglich. Davon ausgenommen sind - soweit ein störungsfreier Einlass gewährleistet ist - die Bereiche der Stehplätze und sämtliche Logensitze in der 2. Reihe.

j) In den Räumen der Betriebsstätte ist jedes den Betriebsablauf, insbesondere eine Probe oder Veranstaltung störende Verhalten zu unterlassen.

k) Die Mitarbeiter/innen des Publikumsdienstes haben Dienstkleidung (Dienstabzeichen) zu tragen und haben sich den Besuchern/innen gegenüber höflich zu benehmen. Sie haben allen unerwünschten Vorkommnissen entgegenzutreten und bei Streitigkeiten vermittelnd einzuwirken und sind berechtigt, bei Nichtbefolgung ihrer Anordnungen durch die Besucher/innen Unterstützung behördlicher Organe in Anspruch zu nehmen. Beschwerden der Besucher/innen über den Außenbereich, wahrgenommene Gebrechen und Schäden sind der Direktion und den behördlichen Aufsichtsorganen zur Kenntnis zu bringen.

l) Bei Verstößen gegen eine Anweisung des Publikumsdienstes sind der/die Oberbilleteur/in oder der/die Revisionsbeamte/in berechtigt, diese Personen von der Teilnahme der Veranstaltung auszuschließen und aus der Betriebsstätte zu verweisen.

m) Wird ärztliche Hilfe benötigt, so haben die Mitarbeiter/innen des Hauses die Betriebsfeuerwehr unter der DW 3333 zu verständigen.

n) Die Amtshandlungen der behördlichen Aufsichtsorgane und des/der Theaterarztes/in sind im Rahmen ihres Wirkungsbereichs im Bereich des Hauses zugelassen.

o) Fundgegenstände sind beim Portier bzw. bei der Betriebsfeuerwehr abzugeben. Die Mitarbeiter/innen haben bei der nach Schluss der Vorstellung vorzunehmenden Durchsuchung des Theaters auf verlorene oder zurückgelassene Gegenstände zu achten. Fundgegenstände, die länger als 6 Monate nicht behoben wurden, werden dem Fundbüro des Magistrats übergeben. 

p) Alle Mitarbeiter/innen haben durch tatkräftiges und zielbewusstes Eingreifen dafür Sorge zu tragen, dass die Besucher/innen das Theater geordnet verlassen; sie dürfen sich erst entfernen, wenn kein/e Besucher/in mehr im Theater anwesend ist.

V. Aufnahmen

Die Herstellung von Bild‑ und/oder Tonaufnahmen vor, während und nach der Veranstaltung ist nur mit Bewilligung der VOP zulässig. Der Aufbau von Stativscheinwerfern und ‑kameras ist nur mit entsprechender behördlicher Bewilligung an den dafür genehmigten Standorten gestattet. Diese Genehmigungen müssen vor der Begehung der Betriebsstätte durch die Behörde und die VOP vorliegen. Im Falle unbefugter Herstellung von Aufnahmen ist der/die Aufnehmende zur Herausgabe oder zum sofortigen Löschen des Bild‑ und/oder Tonmaterials aufzufordern. Ein Hausverbot kann ausgesprochen werden.

VI. Vorgehen bei Verstößen gegen die Hausordnung

a) Den der Gewährleistung der Sicherheit und Ordnung und dem ordnungsgemäßen Betriebsablauf, insbesondere während einer Veranstaltung, dienenden Anordnungen der Mitarbeiter/innen der VOP und der diensthabenden Aufsichtsbeamt/innen zum Zweck der Einhaltung der Hausordnung ist Folge zu leisten.

b) Sofern die Bemühungen der Mitarbeiter/innen der VOP erfolglos bleiben, können sich diese an den/die sicherheitspolizeiliche/n Aufsichtsbeamt/in oder den Direktionsdienst, der bei Bedarf über die Beiziehung der Polizei entscheidet, wenden und deren Unterstützung bei der Sicherung des ordnungsgemäßen Betriebsablaufes bzw. des Ablaufes einer Veranstaltung in Anspruch nehmen, wie etwa bei der Durchsetzung eines Hausverbotes. Sie haben die ohne vorausgehendes Verfahren zu treffenden, erforderlichen Maßnahmen zu setzen, insbesondere Ruhestörer/innen zu entfernen und, wenn dies nicht möglich ist, den Beginn der Veranstaltung zu verhindern oder diese zu unterbrechen.

VII. Folgen der Nichteinhaltung der Hausordnung

a) Die Nichteinhaltung der Hausordnung kann den Ausschluss von der Teilnahme an der Veranstaltung und die Verweisung aus der Betriebsstätte, Hausverbot, sowie insbesondere bei unbefugten Bild‑ und/oder Tonaufnahmen von Darbietungen zivilrechtliche Ansprüche und die gerichtliche Durchsetzung der Beschlagnahme des Bild‑ und/oder Tonmaterials nach sich ziehen.

b) Personen, gegen die ein Hausverbot besteht, sind aus der Betriebsstätte zu weisen.

c) Die Nichteinhaltung der Bestimmungen der genehmigten Hausordnung unterliegt den Strafbestimmungen des Wiener Veranstaltungsgesetzes in der geltenden Fassung.

Stand: Oktober 2014