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Probeneinblicke American Signatures

Choreografin Jessica Lang: „Dieses Programm heißt „American Signatures“ und präsentiert die Werke von vier amerikanischen Choreograf:innen, beginnend mit Jerome Robbins, der durch das New York City Ballet und den Broadway ikonisch geworden ist. Danach folgt Lar Lubovitch, einer der Meister der amerikanischen Choreografie, und schließlich Pam Tanowitz und ich selbst, die derselben Generation von Choreograf:innen im mittleren Karriereabschnitt angehören. Mein Werk trägt den Titel „Let Me Mingle Tears With Thee“, was aus einer Textzeile der Musik stammt, nämlich dem „Stabat mater“. Es wurde 1736 von Pergolesi geschrieben, und ich kann kaum glauben, dass es fast 300 Jahre alt und heute immer noch so relevant ist. Es ist ein wunderschönes Meisterwerk mit 12 Sätzen, die eine Mutter darstellen, die am Kreuz steht und den Verlust ihres Sohnes betrauert. Ich kann mir kaum eine einfühlsamere Geste als diese Musik vorstellen, die die Menschlichkeit in ihrem Kern trägt und vermittelt, wie es sich anfühlt, wirklich mit jemandem mitzufühlen, anstatt nur Mitgefühl zu empfinden. Es geht um eine Mutter, die den Verlust ihres Sohnes betrauert, und obwohl es konkret um diese Mutter und diesen Sohn geht, lässt sich das auch auf jede Mutter und jeden Sohn übertragen. Es kann zu einer Geschichte über Menschlichkeit insgesamt werden, und je mehr wir uns auf diese emotionale Tiefe einlassen, desto mehr werden wir auf der Bühne etwas Echtes erleben.”