„Hoffmanns Erzählungen“ ist eigentlich gar kein Stück, sondern eine Materialsammlung. Wenn man das Stück aufführen will, muss man zuerst denken: Welche Teile nehme ich aus dieser Sammlung und womit bastle ich dann meine eigene Version?
Wir fokussieren uns auf Hoffmann, ein Schriftsteller mit einer Schreibblockade und die Muse. Die Muse geht mit ihm mit auf eine Reise durch seine drei Geschichten. Die drei Geschichten sind ganz unterschiedlich, aber eigentlich auch immer gleich. Hoffmann, der tragische Held, wird von einem Bösewicht besucht, der ihn davon abhält, eine Liebe auszuüben. Die Geliebten sind immer Frauen, die reine Projektionsfläche sind. Olympia, eine Puppe, Antonia, eine Sängerin, die vom Singen sterben wird und Giulietta, eine Hure, die ihm sein Spiegelbild stiehlt. In einem Dialog zwischen Hoffmann und der Muse, wischen Künstler und Kunst, versuchen wir zu verstehen, wie man eine Liebesgeschichte besser gestalten kann und, dass das anfängt mit der Liebe für sich selbst.