Hannah: Da sollen wir rauf? Habt ihr nichts Schwierigeres? Wer kanns besser?!
Eike: Äh... Gut... Hilfe, Hilfe...!
Hannah: Hi, ich bin Hannah Severin und ich spiele Ronja Räubertochter in „Ronja Räubertochter”.
Eike: Und ich bin Eike Onyambu und ich spiele Birk Borkason.
Hannah: Den Feind! Am Anfang. Ich war als Kind ganz viel draußen im Wald. Ich bin mit meinen Freundinnen immer spazieren gegangen und waren die ganze Zeit auf Schatzsuche. Und irgendwann hat eine von meinen Freundinnen dann mal gesagt: „Hannah, ich hab das Gefühl, du denkst dir das alles nur aus.” Und ich war so: „Äh ... ja, und?”
Eike: Es heißt nicht umsonst Schau-spiel, es heißt nicht Schau-ernstsein. Als Kind darf man noch so viel und darf auch so viel rauslassen und an sich ranlassen, weil die Emotionen sind
einfach noch viel höher und noch nicht so gedeckelt. Die Freude ist viel größer, die Betroffenheit ist viel größer.
Hannah: Alle Emotionen, was an Wut oder Enttäuschung oder Trauer aufkommt, geht einfach alles sofort in den Körper rein und deswegen ist es, glaube ich, die körperlich anstrengendste Show, die ich jemals gemacht habe, aber es macht so viel Freude weil man sich mit allem, was man hat, so reinschmeißen kann.
Eike: Es geht um Entwicklung von Gegenspielern zu Freunden. Es geht aber auch darum, sich mal von der Meinung der Eltern loszusagen und sich nicht die ganze Zeit von denen was sagen zu lassen.
Hannah: Ich glaube, dass diese Geschichte in dieses Räubersein so gut passt, weil es einfach so ums Leben geht und was es braucht um zu überleben. Und es geht aber auch ein bisschen um diese moralische Frage: „Was bedeutet es, Räuber zu sein?” Und es ist lustig, weil es so wild ist und so roh ... und das macht einfach viel Spaß.