Spielplan 2026/27 Saisonvorschau
Direktorin Lotte de Beer: „‘The only thing stronger than hate is love.‘ hieß es heuer beim Super Bowl: „Das Einzige, was stärker ist als Hass, ist Liebe“. Und auch bei uns kreisen die Neuproduktionen der kommenden Spielzeit um die Liebe. Denn was brauchen wir in dieser Zeit dringender als das? Wir zeigen die Liebe in all ihren Formen: Freundschaftliche Liebe, romantische Liebe, sexuelle Liebe, begeisterte Liebe, aber auch enttäuschte Liebe. Unsere Eröffnungspremiere ist „Ronja Räubertochter“. Die starke, mutige, unabhängige Ronja schließt sogar Freundschaft mit dem Sohn des Erzfeindes ihrer Familie. Wir bringen das weltberühmte Buch von Astrid Lindgren, übrigens mein Lieblingsbuch, als ich klein war, auf die Bühne als großes Musiktheater für die ganze Familie. In der Operette „Der Opernball“ werden wir hineingezogen in die Probleme von mehreren Paaren. Ob alt oder jung, alle kämpfen mit ihren Gefühlen, mit der Liebe, mit Enttäuschung, mit Seitensprüngen und mit Versöhnung. Unsere Uraufführung, ein brandneues Stück: „Zur heißen Zitrone“ Darin sieht man die Konflikte, die Streitereien, die Lebens- und Liebesgeschichten von einem Kleingartenverein. Das wird urkomisch und mit großen Austropop-Hits von Georg Danzer bis Bilderbuch, von Ernst Molden bis zu Maria Bill und Frau Thomas & Herr Martin. „Austria in a Nutshell“. Im Hit-Musical „Hello, Dolly“ steht eine Heiratsvermittlerin im Mittelpunkt. Was aber passiert, wenn Dolly selbst den Mann fürs Leben finden will? Die Frage: Wie arrangieren wir unsere Liebesbeziehungen? Das ist jetzt wieder ganz aktuell in der Zeit von Online-Dating. In „Così fan tutte“ blicken Mozart und Da Ponte ziemlich zynisch auf die Liebe. Sie zeigen uns ein Treueexperiment, wobei niemand ohne Schramme entkommt. Es ist, als ob die Liebe ein Kampf und ein Spielplatz für die Geschlechter ist. Der legendäre Bühnenbildner Richard Peduzzi macht für uns ein poetisches und fast naives Bühnenbild, das dann Schritt für Schritt zerfällt. Ganz sündig wird es in unserem Doppelabend: „Die sieben Todsünden“ und „Gianni Schicchi“. Kurt Weill konfrontiert uns mit unserer Sünde, von Neid bis Wollust. Und Puccini zeigt uns, dass wir darüber einfach auch lachen können. Also eine ziemlich gesunde Weise, um mit unserer eigenen Schwäche umzugehen. Noch sündiger wird es im Musical „Chicago“, wenn zwei Mörderinnen vor allem eines lieben: Sich selbst und ihren unmoralischen Ruhm. Wie weit würden sie gehen für ein bisschen "fame and the love of the audience?" Über die Zweierbeziehung in all ihren Formen geht es auch beim Wiener Staatsballett. Aber Alessandra Ferri kann viel mehr darüber erzählen. Wir haben zwei wunderbare Premieren: „Masterpieces for Two“, eine Sammlung historischer Stücke, die speziell für jeweils zwei Personen kreiert wurden, und die Liebe und Beziehungen in all ihren Formen zeigen. Die andere Premiere: „Carmen Suite“ die auch eine neue Kreation von Eno Peci beinhaltet. Es ist die Geschichte von „Carmen“, aber in einer ikonischen Version, geschaffen für das Bolschoi Ballett und das Nationalballett von Kuba. Wir sind sehr stolz, sie bei uns zu zeigen. Um zehn verschiedene Paare gleichzeitig geht es in der Produktion von unserem neuen Studio. „Reigen“, das ist die Oper basierend auf dem weltberühmten Stück von Schnitzler und dabei wirbeln alle sozialen Schichten durcheinander und landen im Bett. Das wird inszeniert von der neuen Studioleiterin Annette Dasch. Also so wie Sie sehen, wir lieben das Musiktheater in all seinen Formen. Aber noch mehr lieben wir Sie. Kommen Sie vorbei. Wir freuen uns auf Sie!“