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Esther Bialas

Wann wurden Sie zum ersten Mal in Ihrem Leben durch (Musik)Theater verzaubert? Und wodurch?

Völlig verzaubert saß ich mit 12 Jahren in der Hamburger Kinderoper und war besonders vom grünen Federkostüm von Papageno fasziniert. In Bezug auf meine besondere Zauberflöte-Erfolgsgeschichte eine lustige Überschneidung. Ich wollte auch unbedingt eine Feder des Kostüms haben, war aber viel zu schüchtern beim Verteilen die Hand zu heben. 

Warum singen die Leute und warum sprechen sie nicht?

Besonders der heutige Film mit La La Land und DANCER IN THE DARK zeigt, wenn es emotional tiefer geht, wenn sich das Innere mach außen begibt, ist Gesang eine zutiefst menschliche Ausdrucksform. Und jedes Genre hat da seine eigene Sprache, so ist für jeden Geschmack etwas dabei. 

Welche Rolle kann/soll Musiktheater in der heutigen Gesellschaft einnehmen?

Das Musiktheater empfinde ich ebenso wichtig wie Film, Sprechtheater, Museen, Tanztheater, Performance, Literatur - Kultur macht glücklich und stärkt die Seele und regt Debatten an. Das Gemeinschaftserlebnis stärkt unsere demokratische Gesellschaft. Jeder hat Zugang, Begegnungen und Austausch sind erwünscht.

***

Esther Bialas begann ihre Karriere in der Off-Theater-Szene in Berlin und Hamburg. Ihre Arbeiten mit Schauspiel-Regisseur Nicolas Stemann prägten die Ästhetik des Theaters der “Hamburger Schule” in den 2000er Jahren. Mehrfache Einladungen zum Theatertreffen Berlin folgten. Ausstattungen an großen Schauspiel- und Musiktheatern für Oper, Musical und Operette erweitern die Genres ihrer Projekte. Für Opernregisseur:innen wie Barrie Kosky, Stefan Herheim, Evgeny Titov, Martin G. Berger und Daniel Kramer schafft sie opulente Kostüm- und Bühnenbilder, u. a. Koskys Zauberflöte an der Komischen Oper Berlin, die inzwischen weltweit gezeigt wird. Engagements führen sie von Bregenzer zu den Salzburger Festspielen, von Zürich nach Basel, von Oslo nach Lyon und von Los Angeles nach New York. Sie dozierte Kostümbild an der HfbK Hamburg und als Gastdozentin an der Kunstuniversität Graz. 

Ausbildung

Kostümbild in Hamburg an der FH Armgartstraße bei Prof. Dirk von Bodisco und Prof. Marianne Stromberg 

Fünf bis zehn wichtige Engagements

  • 2025: König Lear (Düsseldorfer Schauspielhaus D’haus), Der fliegende Holländer (Hessisches Staatstheater Wiesbaden)
  • 2024: Der 35. Mai (Theater Bremen), Wozzeck (Alto-Musiktheater Essen)
  • 2023: Kasimir und Karoline (Staatsoper Hannover), Richard III (Düsseldorfer Schauspielhaus D’haus), Nixon in China (Staatsoper Hannover)
  • 2022: Lady in the Dark (Theater Basel), Tannhäuser (Mecklenburgisches Staatstheater, Schwerin), Peter Grimes (Bayerische Staatsoper München)
  • 2021: Macbeth (Düsseldorfer Schauspielhaus D’haus), Le Grand Macabre (Mecklenburgisches Staatstheater, Schwerin), Così fan tutte (Staatsoper Hannover)
  • 2020: Teseo (Oper Halle), Il barbiere di Siviglia (Staatsoper Hannover)
  • 2017: La Cenerentola (Oper Oslo), Licht im Kasten (d`haus)
  • 2015: Hoffmanns Erzählungen (Bregenzer Festspiele)
  • 2013: West Side Story (Komische Oper Berlin)

Prägende Zusammenarbeit mit diesen Künstler:innen

Barrie Kosky, Stefan Herheim, Martin G. Berger, Daniel Kramer, Christian Räth 

Debüt und wichtige Arbeiten an der Volksoper Wien

Kostüme Hello, Dolly! (Saison 2026/27) 

Preise & Ehrungen

  • Ausstellung ABGEWANDTER LEAR im Theatermuseum Düsseldorf 2026, Ankauf der Figurinen für die Sammlung
  • Theatertreffen Berlin Einladungen mit Hamlet (Staatsschauspiel Hannover), Das Werk (Burgtheater Wien), Die Räuber (Salzburger Festspiele)
  • PENTIMENT Stipendium bei Professorin Sabine Tschierschki in Modezeichnen

Website

https://www.estherbialas.de/


* Verwendung der Fotografie (© Matthias Horn) nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien