Monika Rovan
Wann wurden Sie zum ersten Mal in Ihrem Leben durch (Musik)Theater verzaubert? Und wodurch?
MIt 8 Jahren habe ich am Theater an der Wien das Musical Cats gesehen. Wir hatten nur noch Sitzplätze auf der Seitenbühne bekommen, und wurden über die Hinterbühne, wo sich die Tänzer:innen bereits aufwärmten, zu unseren Plätzen geführt. Zu erleben, was sich auf der Hinterbühne alles tut, bevor der Vorhang hoch geht, der Geruch nach Holz, warmen Scheinwerfern und staubigen Samt war einfach nur schön. Die Tänzer:innen, kurz vor ihrem Auftritt, in dieser Konzentration zu erleben, hat mich tief beeindruckt. Auch heute noch liebe ich es, von der Seitenbühne aus das Geschehen auf der Bühne zu beobachten.
Warum singen die Leute und warum sprechen sie nicht?
Weil sie es können! Und weil Musik und Gesang sich von der Sprache unabhängig machen kann, und von jedem Menschen emotional verstanden werden kann.
Welche Rolle kann/soll (Musik)Theater in der heutigen Gesellschaft einnehmen?
Theater, mit oder ohne Musik, soll das verdichten, was das Leben und die Menschen ausmacht. Gemeinsam Geschichten und Musik zu erleben, zu fühlen und zu teilen. Durch alte Werke verstehen woher man kommt, und durch zeitgenössische Werke sehen wohin man geht.
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Geboren in
Salzburg (Österreich), aufgewachsen in Europa
Ausbildung
Studium der Bühnengestaltung bei Prof. Hans Schavernoch an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz
Fünf bis zehn wichtige Engagements
Produktionen am Volkstheater Wien, der Volksoper Wien, Schauspielhaus Graz, Thalia Theater Hamburg, Volkstheater München, Staatstheater Nürnberg, Werk X Wien, Vereinigte Bühne Bozen, Landestheater Innsbruck u.v.m.
Prägende Zusammenarbeit mit diesen Künstler:innen
Christine Eder, Ruth Brauer-Kvam, Moritz Franz Beichl, Katrina Daschner, Hakon Hirzenberger, Eva Jantschitsch, Philipp Haupt
Debüt und wichtige Arbeiten an der Volksoper Wien
Ausstattung Leyla und Medjnun
Bühnenbild & Illustrationen Ronja Räubertochter
Preise & Ehrungen
2024: Nestroy Nominierung für die beste Bundelsänderproduktion Freiheit in Krähwinkel, Regie: Moritz Franz Beichl, Musik: Stefan Lasko
2015: Nestroy-Preis für die Beste Off-Produktion für Proletenpassion 2015 ff (Werk X Wien), Regie: Christine Eder, Musik: Eva Jantschitsch
2006-2010 Einladungen zum Radikal-Jung-Festival München, mit Antigone, Eros und Frühlingserwachen, Regie: Christine Eder
1996 Richard Wagner-Stipendium Bayreuth
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