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Jakob Lehmann

Wann wurdest du zum ersten Mal in deinem Leben durch (Musik)Theater verzaubert? Und wodurch?

Ich muss damals 8 oder 9 Jahre alt gewesen sein - es war eine Aufführung von Carmen an der Deutschen Oper Berlin. Mein Vater, Posaunist, spielte damals (und heute noch) öfters Aushilfe in dem Orchester und kam völlig begeistert von der Probe nach Hause: „Das musst Du erleben!“ In der Titelrolle - Agnes Baltsa. Ich erinnere mich nicht wirklich an die Musik, aber an die unglaubliche Präsenz dieser Frau auf der Bühne und die überkochende Stimmung im Publikum. Seitdem hat mich die Droge Oper nicht mehr losgelassen.

Warum singen die Leute und warum sprechen sie nicht?

Gesungene Wahrheiten übertragen sich eben besser als Gesprochene - gerade, wenn es Dinge sind, die schwerfallen, über die Lippen zu bringen.

Welche Rolle kann/soll (Musik)Theater in der heutigen Gesellschaft einnehmen?

Ich würde mir wünschen, dass die Oper wieder mehr zum Treffpunkt wird; wir Künstler:innen müssen uns weiter verstärkt einsetzen, dass Barrieren abgebaut und Hemmschwellen gesenkt werden, um jungen Leuten den Zugang zum Musiktheater zu ermöglichen. Es ist eben im Kern kein elitäres und teures Spektakel, sondern die beste Form der Unterhaltung überhaupt - live, in Farbe und Surround, mit der emotionalen Kraft uns alle zu verzaubern und beflügeln. Und wenn wir von Bühne und Graben aus unsere Emotionen ehrlich und ungekünstelt leben und erlebbar machen, erreichen wir die Menschen.

***

Geboren in

Berlin (Deutschland) 

Ausbildung

Universität der Künste, Berlin 

Fünf bis zehn wichtige Engagements

  • Saison 2026/27: Debuts bei den BBC Proms, mit SWR Symphonieorchester, Münchner Rundfunkorchester, WDR Sinfonieorchester, Orchestre Philharmonie de Strasbourg, Musikkollegium Winterthur, Sinfonieorchester Wuppertal, Tafelmusik Baroque Orchestra; erneute Zusammenarbeiten mit Les Siècles, Monteverdi Choir and Orchestra, Orchestra of the 18th Century, La Banda storica Bern sowie an der Juilliard School New York
  • Engagements mit den Wiener Symphonikern, Bruckner Orchester Linz, Tonkünstler Orchester, Scottish Chamber Orchestra, Beethoven Orchester Bonn, Orchestra La Scintilla, Collegium Novum Zürich, Anima Eterna Brugge sowie am Théâtre des Champs-Elysées, Opéra de Rennes, Angers-Nantes Opéra, Opéra National de Lorraine, North Carolina Opera
  • Künstlerischer Leiter von Eroica Berlin, einem Kammerorchester, das er 2015 gegründet hat und das in der Hamburger Elbphilharmonie, beim Bachfest Leipzig und dreimal im Brucknerhaus Linz aufgetreten ist
  • 2019 - 2025: Associate Artistic Director bei Teatro Nuovo in New York
  • Dozent und Coach für romantische Aufführungspraxis und Belcanto (Julliard School New York, Dutch National Opera Studio, Königliches Konservatorium in Den Haag, Hochschule der Künste Bern, Universität Mozarteum Salzburg) 

Prägende Zusammenarbeit mit diesen Künstler:innen

Orchester wie Les Siècles, Orchestre Révolutionnaire et Romantique, Orchestra of the 18th Century; Sänger:innen wie Véronique Gens, Benjamin Bernheim, John Osborn, Gerald Finley, Instrumentalist:innen wie Bertrand Chamayou, Yulianna Avdeeva, Joseph Moog, Shunske Sato u.a. 

Debüt und wichtige Arbeiten an der Volksoper Wien

Musikalische Leitung Der Opernball (Saison 2026/27)


* Verwendung der Fotografie (© Sercan Sevindik) nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien