Alexander Schulin

Nach seinem Studium der Regie an der Münchner Musikhochschule bei Professor August Everding war Alexander Schulin Regieassistent und Abendspielleiter an der Bayerischen Staatsoper und der Berliner Staatsoper Unter den Linden sowie persönlicher Assistent von Patrice Chéreau in Paris, Salzburg und Berlin. Es folgten eigene Inszenierungen an wichtigen großen Opernhäusern und Festivals in Europa, z.B. der Berliner Staatsoper und der Staatsoper Hamburg, den Vereinigten Bühnen Graz, dem Opera Festival in Enschede, dem Maggio Musicale Florenz sowie Beethovens Fidelio im neueröffneten Symphony Center in Chicago unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim.

Am Badischen Staatstheater Karlsruhe konnte Alexander Schulin wiederholt unter Beweis stellen, dass Regie und Oper durchaus eine harmonische und bewegende Einheit darstellen können, ohne an Eigenständigkeit zu verlieren, etwa bei Arrigo Boitos "Mefistofele" oder bei Paul Hindemiths "Mathis der Maler". Es folgten Engagements am Opernhaus Graz, dem Nürnberger Opernhaus und an die Opéra de Montpellier sowie zwei Mal beim Lucerne Festival.

Im Sommer 2010 erfolgte eine weitere Zusammenarbeit mit Alessandro de Marchi, diesmal bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, mit "L`Olimpiade" von Giovanni Battista Pergolesi. 2011 inszenierte Alexander Schulin erneut am Badischen Staatstheater Karlsruhe die selten gespielte Oper "Dantons Tod" von Gottfried von Einem, verknüpft mit der Uraufführung "Eine Strasse, Lucile" von Wolfgang Rihm. Im September folgte am Theater Luzern/Lucerne Festival "A Midsummer Night`s Dream" von Benjamin Britten. 2013 inszenierte Alexander Schulin beim Wagner Geneva Festival die Urfassung von "Der Fliegende Holländer". Im Oktober 2014 wurde Alexander Schulin für eine Neuproduktion von Puccinis "Tosca" an die Oper Graz engagiert. Des weiteren inszenierte Alexander Schulin 2015 Nicola Porporas "Il Germanico" bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik sowie "L`Elisir d`Amore" am Theater Freiburg.

An der Volksoper Wien setzt der Regisseur in der kommenden Spielzeit Giuseppe Verdis "Die Räuber" in Szene.

Alexander Schulin ist Professor an der Hochschule für Musik in Freiburg/Breisgau und Leiter des Instituts für Musiktheater.

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