Martin G. Berger

Martin G. Berger wurde 1987 in Berlin geboren und wuchs in Berlin, Istanbul und München auf. Nach der Matura gelangte er über diverse Hospitanzen als Regieassistent und Abendspielleiter an die Oper Dortmund und die Staatsoper Hannover. Parallel begann bereits seine Arbeit als Regisseur mit Inszenierungen von Kinder- und Jugendopern sowie den von ihm selbst verfassten Musicals "Lacht nur!" (Hannover, 2010) und "Krawall" (Hannover, 2013).

Im April 2015 gab er mit "Die Fledermaus" sein Debüt im großen Haus der Staatsoper Hannover – für diese Inszenierung gewann er den Karan-Armstrong-Preis der Götz-Friedrich-Stiftung. Seitdem ist Berger als freischaffender Regisseur tätig.

Seine Arbeiten führten ihn ans Theater Luzern, die Deutsche Oper Berlin (Tischlerei), das Theater Bremen, das Theater Trier, das Deutsche Nationaltheater Weimar, das Theater Augsburg, das Theater Heidelberg und das Staatstheater Darmstadt. An der Neuköllner Oper feierte er mit "Stella" (Text von Peter Lund, Musik von Wolfgang Böhmer) einen stürmischen Erfolg und gewann den Deutschen Musical-Theater Preis 2016 für die Kategorie Beste Regie. Mit seinem Konzept zu "Jesus Christ Superstar" gewann er den Ersten Trierer Musical Award 2016.

Mit seinem Label hier:Leben (Berger und Sandweg Bühnenproduktionen) machte sich Berger auch in der Off- Szene einen Namen. Seine experimentellen Zugriffe auf das Genre Musical in "Celebration" (Berlin, 2009, mit Richard Schmetterer), "Anyone Can Whistle" (Berlin, 2012), "Grey Gardens" (Berlin, 2013) und "Gypsy im Red Rose" (ausverkaufte Musical-Performance und Installation in einem Berliner Bordell, 2014) fanden große Beachtung. Seit 2013 ist hier:Leben auch synonym für die performativen Arbeiten, die Berger mit Kollegen erarbeitet. Die Satire-Aktion „Initiative Pro Holzweg“ zur Kürzungspolitik in Sachsen-Anhalt erreichte große Medienpräsenz und gipfelte in der dazugehörigen Show "Leaving Dessau" am Anhaltischen Theater Dessau.

Martin G. Berger tritt auch als Autor und Übersetzer in Erscheinung. Sein neuestes Musical "Aus Tradition anders" feiert im Frühjahr 2018 Premiere am Staatstheater Darmstadt. Ein aufsehenerregendes Projekt, eine dramaturgische Neukonzeption von Gounods "Faust", angereichert mit Texten von Elfriede Jelinek, steht derzeit in Heidelberg auf dem Spielplan. Für Paul Abrahams Fußballoperette "Roxy und ihr Wunderteam" am Theater Augsburg erhielt er soeben den Orpheus für besondere Verdienste um die Operette. Seine Übersetzungen von "Candide" und "Anyone Can Whistle" sind bei „Musik und Bühne“ verlegt.

Im Kasino am Schwarzenbergplatz wird Berger als Produktion der Volksoper 2018/19 "Powder Her Face" inszenieren.

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