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Mark Morris

Mark Morris wurde in Seattle, Washington, geboren, wo er bei Verla Flowers und Perry Brunson Tanz studierte. Es folgten Engagements in den Compagnien von Lar Lubovitch, Hannah Kahn, Laura Dean, Eliot Feld sowie dem Koleda Balkan Dance Ensemble. 1980 gründete er mit der Mark Morris Dance Group (MMDG) sein eigenes Ensemble, für das er bis heute über 150 Werke geschaffen hat. Aber auch im Bereich des klassischen Balletts ist Mark Morris international tätig und erhielt Aufträge für über 20 Choreographien. Von 1988 bis 1991 war er Tanzdirektor am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel. Zusammen mit Mikhail Baryshnikov gründete er 1990 das White Oak Dance Project.
Als einer der musikalischsten Choreographen der heutigen Zeit und »unbeirrt der Musik ergeben«, wie The New Yorker über ihn schrieb, widmet sich Mark Morris auch dem Dirigieren. Seit 2006 übernahm er nicht nur die musikalische Leitung von Vorstellungen der MMDG sowie beim International Festival of Arts & Ideas im New Yorker Lincoln Center und der Brooklyn Academy of Music, sondern 2013 auch den Posten des Musikdirektors beim Ojai Music Festival. Als Regisseur und Choreograph inszenierte Mark Morris außerdem Opernproduktionen u.a. an der Metropolitan Opera, der New York City Opera, English National Opera und am Royal Opera House Covent Garden in London.
1991 wurde Mark Morris zum Fellow der MacArthur Foundation ernannt und erhielt seither elf Ehrendoktorwürden. Er lehrte an den Universitäten von Washington und Princeton sowie am Tanglewood Music Center, ist Mitglied der American Academy of Arts and Sciences sowie der American Philosophical Society und Berater der Rolex Mentor and Protégé Arts Initiative.
Unter den zahlreichen Preisen, mit denen Mark Morris ausgezeichnet wurde, sind der Samuel H. Scripps / American Dance Festival Award for Lifetime Achievement, der Leonard Bernstein Lifetime Achievement Award für die Förderung der Musik in der Gesellschaft, der Benjamin Franklin Laureate Prize for Creativity, der International Society for the Performing Arts’ Distinguished Artist Award, der Cal Performances Award of Distinction in the Performing Arts, der Orchestra of St. Luke’s Gift of Music Award sowie der Doris Duke Artist Award. 2015 wurde Mark Morris in die Mr. and Mrs. Cornelius Vanderbilt Whitney Hall of Fame im National Museum of Dance in Saratoga Springs, New York, aufgenommen.
2001 schuf Mark Morris mit dem Mark Morris Dance Center in Brooklyn nicht nur ein Zuhause für seine Compagnie, sondern auch Probenräume für die Tanz Community mit Programmen für Kinder und Senioren sowie eine Schule für Laien und Profis in allen Altersklassen.
Zahlreiche Publikationen erschienen über Mark Morris, darunter Joan Acocellas Biographie »Mark Morris«, der bei Marlowe & Company publizierte Band mit Fotos und Essays »Mark Morris’ ›L’Allegro, il Penseroso ed il Moderato‹: A Celebration« sowie Stephanie Jordans Studie »Mark Morris: Musician-Choreographer«. 2021 erschienen bei Penguin Press Morris’ Memoiren »Out Loud«.
Mit der Neueinstudierung von »Beaux« präsentiert das Wiener Staatsballett erstmals eine Arbeit des bedeutenden amerikanischen Choreographen.

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