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Sternstunde für die Volksoper beim Österreichischen Musiktheaterpreis

Der September zählt erst wenige Tage, und an der Volksoper schauen wir zu Saisonbeginn natürlich vor allem gespannt in die Zukunft: auf geplante Premieren und die neue Spielzeit 2026/27.

Der 14. Österreichische Musiktheaterpreis am 8. September 2026 gab allerdings auch Anlass dazu, auf die Highlights der Theatersaison 2024/25 zurückzublicken, und brachte der Volksoper Wien gleich drei Preise ein.

Die Oper Alma der Komponistin Ella Milch-Sheriff, die im Oktober 2024 sowohl Presse als auch Publikum zu Jubelstürmen bewegte, wurde als Beste Uraufführung ausgezeichnet. „Ich kann gar nicht sagen, wie glücklich und stolz wir sind“, grüßte Librettist Ido Ricklin noch am Abend der Veranstaltung aus Tel Aviv, nachdem Regisseurin Ruth Brauer-Kvam den Preis stellvertretend für das gesamte Team – inklusive der als Beste Protagonistin nominierten Annette Dasch – entgegengenommen hatte.

Josef Wagner (Gustav Mahler), Annette Dasch (Alma Mahler-Gropius-Werfel)

Die Arbeit des ehemaligen Musikdirektors der Volksoper, Omer Meir Wellber, wurde nicht nur mit der Uraufführung von Alma, sondern auch mit dem als Beste Gesamtproduktion Tanz ausgezeichneten KaiserRequiem noch einmal ins Scheinwerferlicht gerückt. Die aus seiner Feder stammende Kombination von Viktor Ullmanns Opernrarität Der Kaiser von Atlantis und Wolfgang Amadeus Mozarts Requiem hatte die Jury genauso überzeugt wie Andreas Heises einfühlsame Regie und mitreißende Choreographie.

Ensemble

Und auch das Ensemble der Volksoper holte sich eine der begehrten Preis-Statuetten: Contralto Jasmin White, aus dem ersten Opernstudio-Jahrgang 2022/24 mittlerweile ins Ensemble entwachsen, wurde als Bester Nachwuchs ausgezeichnet. Jasmin White beschrieb die Volksoperin der Dankesrede als geschätzte und kostbare künstlerische Heimat.

In der Presse-Rückschau auf die gestrige Verleihung des Österreichischen Musiktheaterpreises wurde besonders betont, dass „die Volksoper Wien mit ihrer innovativen Kraft und Vielfalt überzeugte“ (oe24.at). Ganz in diesem Sinne erhielt Shootingstar Nils Strunk, dessen in Zusammenarbeit mit Lukas Schrenk entstandene Produktion Killing Carmen wieder ab Dezember 2026 auf dem Spielplan stehen wird, auch den Sonderpreis im Bereich Cross Over.

Wir freuen uns mit den Preisträger:innen und auch darauf, sie alle inklusive der nominierten Künstler:innen auch in Zukunft auf der Bühne der Volksoper wieder zu erleben! Wer nicht mehr lange darauf warten möchte, kann die neueste Arbeit der mehrfach preisgekrönten Regisseurin Ruth Brauer-Kvam bereits im Rahmen unserer Eröffnungsproduktion Ronja Räubertochter ab dem 20. September bestaunen. Denn: Zukünftige Musiktheaterpreise entstehen im Hier und Jetzt …

Porträt von Jasmin White