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Jamie Petutschnig

Was war dein musikalisches „Erweckungserlebnis? 

Als Kind durfte ich ganz viel Musik über die Plattensammlung meiner Eltern, CDs oder Radio in unserem Wohnzimmer kennenlernen. Sehr gerne hab ich mich zuhause verkleidet und mir zur Musik Geschichten ausgedacht. Damals war eindeutig Le Nozze di Figaro meine Lieblingsoper, auch wenn ich kein Wort davon verstand. Im Kindergarten führten wir anlässlich des Mozartjahres die Zauberflöte auf und ich spielte Papageno. In dieser ersten Rolle bin ich total aufgegangen, wollte dann aber doch auch mal eine Prinzessin spielen.  

Wann wurdest du zum ersten Mal in deinem Leben durch (Musik)Theater verzaubert?  

Ich kann mich nicht an einen ganz bestimmten Moment erinnern, mehr an viele Berührungspunkte. Zum Beispiel meine erste Zauberflöte, ich war vier oder fünf, im Steinbruch St. Margarethen mit einer feuerspuckenden Schlange, die mir sehr in Erinnerung geblieben ist. Oder eine Videokassette von Don Giovanni, die ich mir immer wieder gerne in den Ferien bei meiner Großtante in Kärnten angeschaut habe.  

Welche drei Produktionen bedeuten dir besonders viel? 

Drei Produktionen, die ich besonders positiv erlebt habe, sind: 

Don Pasquale 2025 an der mdw im Schlosstheater Schönbrunn (Regie: Etelka Polgar) hat einen besonderen Platz in meinem Herzen. Es war nicht nur mein Debüt als Norina, sondern auch eine ganz tolle und inspirierende Zusammenarbeit. Etelka hat eine klare, innovative Vorstellung von Don Pasquale mitgebracht, die einen wunderbaren Raum geschaffen hat, in dem wir alle mitgestalten durften. Es war schön zu sehen, wie jede/r von uns im Produktionsprozess ein Stück mehr über sich hinausgewachsen ist und wir Spaß an unserer Vielfalt haben konnten.  

Turn of the Screw 2023 an der mdw (Regie: Benedikt Arnold) war eine tolle Produktion und meine erste größere Opernrolle (Flora)  mit Orchester auf der Bühne. Deshalb hat es mir viel bedeutet, dass ich diese Erfahrung gemeinsam mit guten Freund:innen und coolen Kolleg:innen durchleben konnte.  

Alfa Romeo (und die elektrische Giulietta) beim Tangente Festival in St. Pölten und später am Holland Festival (Kollektiv Wunderbaum, Landestheater Niederösterreich) war nicht nur eine Stückentwicklung mit tollen Menschen, von denen ich viel lernen durfte, sondern auch die erste Produktion, in der ich bei einer Uraufführung mit der Komponistin Annelinde Brujis zusammenarbeiten konnte. Wenn ich an diese Zeit denke, muss ich grinsen: Wie sind wir alle mit einem Stück über Autos im International Theater Amsterdam gelandet? Was für eine tolle Erfahrung!

***

Geboren in 

Kärnten, Österreich  

Ausbildung 

BA Gesang an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Abschluss mit Auszeichnung 2025 (Klasse Laura Aikin)
MA Musikdramatische Darstellung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (Klasse Roland Schwab/Christoph Meier, Laura Aikin)
Acting Foundation Course, 2022 an der Oxford School of Drama   

Wichtige Engagements

Così fan tutte, W.A.Mozart - March, 2026
Despina - mdw, Regisseur: Roland Schwab, musikalische Leitung: Christoph U. Meier 

Don Pasquale, Donizetti - 2025
Norina - mdw, Regisseurin: Etelka Polgar, musikalische Leitung: Daniel Linton-France

ORF NÖ-Benefizkonzert “Licht ins Dunkel” - 29.07.2025

Kyoto International Music Students Festival - 2025

Hänsel und Gretel, Humperdinck - 2024
Gretel - mdw, Regisseur: Robert Simma, musikalische Leitung: Daniel Linton-France  

Insel von Tulipatan, J. Offenbach - 2024
Alexis - Bundesakademie für junges Musiktheater Rheinsberg

Turn of the Screw, Britten - 2023
Flora - Regisseur: Benedikt Arnold, musikalische Leitung: Hartmut Keil 

Holland Festival, Amsterdam - 2024
“Alfa” am  International Theater Amsterdam mit Wunderbaum

Alfa Romeo und die elektrische Giulietta - Premiere: 11.05. 2024
Landestheater Niederösterreich, Kollektiv Wunderbaum  

Sonstiges

“Worüber man lacht, wenn es nichts zu lachen gibt, M. Wurmitzer: 
Kultursommer Wien 2025, Wortwiege Festival 2025; Regisseurin: Ira Süssenbach 

Watzmann ermittelt, Folge: “Die graue Lola” - 2026

Donna Ex Machina - 2024
Max Reinhardt Seminar; Regisseur: Lukas Schöppl 

Website

Instagram: jamie.petutschnig

* Verwendung der Fotografie (© Hannah Keil) nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien

Porträt von Jamie Petutschnig