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Der junge Thronfolger Aljoscha ist zutiefst unglücklich und einsam. Einerseits hat er sich in seinen Palast zurückgezogen, andererseits sehnt er sich nach nichts mehr als nach einem Menschen, der ihn wirklich versteht.

Schließlich begegnet er diesem „Engel“, der seinen Panzer durchbricht. Doch kann die Liebe in einer von Zwängen bestimmten Welt bestehen? 1927 feiert Der Zarewitsch Uraufführung in Berlin. In seinem Spätwerk nähert sich Lehár mehr und mehr der Oper an, auch der Zarewitsch hat wenig von den Tanz- und Jazz-Operetten der Zeit, ist durchdrungen von Melancholie. Dass dennoch auch der Humor nicht zu kurz kommt, dafür sorgt das komische Duo Iwan und Mascha, das in der Operette seine ganz eigene, turbulente Liebesgeschichte erlebt …

Der niederländische Regisseur und Künstler Steef de Jong verlegt die ursprünglich in Russland spielende Geschichte in eine universelle Märchenwelt und konzentriert sich ganz auf die langsam erblühende Liebesgeschichte. Durch wunderschöne und fantasievolle Zeichnungen und Animationen, live gefilmt und projiziert, sowie Kulissen aus Pappe entsteht ein ästhetischer Kosmos aus Operette, Zeichenkunst und Animationsfilm, der perfekt zu Lehárs Musik passt und mit nur vier Sängerinnen und Sängern, dem Orchester und dem Chor der Volksoper zum Leben erweckt wird. 


Ouvertüre vor der Vorstellung

Bei der Vorstellung am 6. Mai 2026 gibt es um 19:15 Uhr eine kostenlose Werkeinführung für die Besucher:innen der Vorstellung durch Dramaturg Jürgen Bauer.

Leading Team

Regie, Bearbeitung, Bühne und Kostüme Steef de Jong

Choreographie Wei Ken Liao

Dramaturgie Jürgen Bauer

Choreinstudierung Holger Kristen

Weitere Termine und Besetzung

Mo 13 April

Schon vorbei!

keine Pause
20:00 - 21:45

Preise B

Mi 6 Mai

keine Pause
20:00 - 21:45

Preise B

Di 26 Mai

keine Pause
20:00 - 21:45

Preise B

Mi 3 Juni

keine Pause
20:00 - 21:45

Preise B

Do 25 Juni

keine Pause
19:00 - 20:45

Preise B

Di 15 September

Verkaufsstart am: 01.06.2026 10:00

keine Pause
20:00 - 21:45

Preise B

Mi 23 September

Verkaufsstart am: 01.06.2026 10:00

keine Pause
20:00 - 21:45

Preise B

Mo 19 Oktober

Verkaufsstart am: 01.09.2026 10:00

keine Pause
20:00 - 21:45

Preise B

Mo 26 Oktober

Verkaufsstart am: 01.09.2026 10:00

keine Pause
19:00 - 20:45

Preise B

Di 3 November

Verkaufsstart am: 01.10.2026 10:00

keine Pause
20:00 - 21:45

Preise B

Mi 18 November

Verkaufsstart am: 01.10.2026 10:00

keine Pause
20:00 - 21:45

Preise B

Mo 23 November

Verkaufsstart am: 01.10.2026 10:00

keine Pause
20:00 - 21:45

Preise B

Di 1 Dezember

Verkaufsstart am: 02.11.2026 10:00

keine Pause
20:00 - 21:45

Preise B

ERSTER AKT

Der Großfürst führt heimlich eine Dame durch die Räume des Zarewitsch Aljoscha, der sich nur für körperliche Ertüchtigung und Bücher interessiert – Frauen lehnt er strikt ab. Mit seinem Vater, dem Zaren, ist er deswegen zerstritten.

Die Dame vergisst ihre Handtasche. Iwan, der Leiblakai, versteckt sie, um dem Zarewitsch keinen Hinweis auf weibliche Anwesenheit zu geben. Doch plötzlich erscheint Iwans Frau Mascha, die beim Anblick der Tasche eine Affäre vermutet. Iwan kann sie gerade noch beruhigen und hinausschaffen, bevor der Zarewitsch eintritt.

Der Zarewitsch Aljoscha fühlt sich einsam. Der Großfürst zeigt ihm Bilder möglicher Heiratskandidatinnen, doch Aljoscha lehnt ab und begibt sich in einer Kutsche zu einem kleinen Theater am Rande der Stadt. Dort bereitet sich der junge Kautschukoff auf seinen Auftritt vor, als Sonja betritt er schließlich die Bühne. Aljoscha beobachtet Sonja fasziniert und lässt ihr eine Einladung zu einem privaten Treffen zukommen.

Kautschukoff besucht Aljoscha, die beiden nähern sich einander an. Aljoscha berichtet vom Wunsch des Zaren, er möge eine Frau heiraten. Nichts leichter als das! Kautschukoff verwandelt sich in Sonja – die beiden trinken, lachen und beschließen, dem Hof ein Schauspiel zu bieten.

ZWEITER AKT

Mascha entdeckt diesmal einen zurückgelassenen Damenschuh von Sonja und verdächtigt Iwan erneut. Wieder gelingt es ihm, sie zu beruhigen.

Der Großfürst hat von der Affäre erfahren und zeigt sich zufrieden, immerhin ist der Zarewitsch endlich auf den richtigen Geschmack gekommen. Er warnt Aljoscha aber, die Liaison nicht zu ernst zu nehmen und nach einer geeigneten Heiratskandidatin Ausschau zu halten. Aljoscha bereitet sich auf eine Rede vor, die er vor seinem Regiment halten muss, und zieht seine Paradeuniform an.

Während der Rede fordert der Großfürst Sonja auf, den Zarewitsch unter dem Vorwand freizugeben, nur mit seinen Gefühlen gespielt zu haben. Sonja zögert, doch auf Drohung des Großfürsten willigt sie ein. Der Großfürst kündigt das Eintreffen von Prinzessin Miliza an, die der Zar als Braut für seinen Sohn vorgesehen hat. Aljoscha weigert sich, sie zu empfangen.

Plötzlich stürmt Sonja mit Kolleginnen und Kollegen vom Theater herein, um Aljoscha von allen Sorgen abzulenken. Der Großfürst genießt heimlich das Schauspiel, beendet es dann aber mit der Begründung, Sonja habe ihm gestanden, Aljoscha nicht wirklich zu lieben. Sie müsse vom Hof verschwinden. Aljoscha ist entsetzt und erklärt sich bereit, Miliza zu heiraten.

Kautschukoff hält die Lüge nicht länger durch und offenbart schließlich, der Großfürst hätte ihn zur Lüge gezwungen. Aljoscha gesteht Kautschukoff seine Liebe – und umgekehrt.

DRITTER AKT

Aljoscha und Kautschukoff sind nach Italien geflohen und genießen ihre Liebe.

Auch Iwan und Mascha sind gefolgt – beide beginnen Affären. Iwan mit Lina. Mascha mit Bordolo. Als die Affären auffliegen, gibt es zuerst einen großen Ehekrach, doch ihre italienischen Partner zeigen ihnen, wie leicht man Liebe nehmen kann.

Der Großfürst hat Aljoscha und Kautschukoff aufgespürt. Er bittet Kautschukoff erneut, die Beziehung zu beenden, unter den bestehenden Umständen gäbe es keine Zukunft für die beiden. Kautschukoff erkennt, dass der Großfürst recht hat.

Der Großfürst übergibt Aljoscha die Nachricht vom Tod seines Vaters. Aljoscha muss seine Rolle als Zar antreten – und gehorcht.

Bilder und Videos

Für alle Personen, die einen Screenreader nutzen, folgt an dieser Stelle eine allgemeine Beschreibung der visuellen Aspekte der Aufführung (Bühnenbild, Kostüme…) anstelle der Fotogalerie.

Für die Inszenierung von Der Zarewitsch hat Regisseur Steef de Jong hunderte einzelne Zeichnungen gezeichnet und gemalt, die auch bewegt werden können. Das heisst, gezeichnete Figuren können Arme und Beine bewegen, Vögel können fliegen, indem das Papier bewegt wird, Augen können sich öffnen und schließen und vieles mehr. Diese Zeichnungen erzählen die Handlung, sie werden live auf einem Tisch links auf der Bühne animiert und auf eine riesengroße Leinwand projiziert. So entsteht live eine Art Trickfilm, der die Handlung erzählt. Unter der Leinwand befindet sich ein schmaler Streifen Bühne, der einem Studio ähnelt. Hier ist links der Zeichentisch, rechts ein Tisch für Soundeffekte, an der Hinterwand Garderobenständer und Stühle. Vier Sängerinnen und Sänger singen und spielen alle Rollen, machen Geräusche und gestalten so den Trickfilm. Sie tragen Arbeitsmäntel, wirken wie Studiomitarbeiter. Einzelne Szenen sind auf der kleinen Bühne gespielt und nicht gezeichnet, vor allem die Szenen zwischen dem komischen Paar Iwan und Mascha. Hierfür gibt es einfache Kulissen aus bemalten Kartonteilen, etwa Türen oder eine Gartengarnitur. Die Kostüme wirken ebenfalls wie gemalt.

Beiträge aus dem Weborello

„Einhelliger Jubel“, „Publikumserfolg“, „Lehár wie aus dem Bilderbuch“: Pressestimmen zu Der Zarewitsch

Standing Ovations und langen Applaus für alle Beteiligten gab es bei der Premiere von Der Zarewitsch. Auch die Presse jubelt.

5 gute Gründe für Der Zarewitsch

Am 13. April 2026 feiert Der Zarewitsch Premiere an unserem Haus – endlich kehrt dieses zentrale Werk des Operettenrepertoires zurück auf den Spielplan. Wir haben 5 gute Gründe zusammengestellt, warum Sie die Aufführung auf keinen Fall verpassen sollten!

Gemeinsames Geschichtenerzählen voller Fantasie

Am 13. April 2026 feiert mit Der Zarewitsch eine Operette Premiere, wie Sie sie noch nie gesehen haben. Wir haben den Regisseur Steef de Jong über Zarewitsch-Auditions, Operetten-Vorurteile und die Liebe zum Geschichtenerzählen befragt.

Pressestimmen

Das Publikum ist hochzufrieden und jubelt insbesondere de Jong zu. Operette kann eben auch einmal anders präsentiert werden – Léhars Musik ist dabei nicht zu Schaden gekommen.
Orpheus Opern Magazin 17. April 2026
Mit der Verpflichtung Steef de Jong ist Lotte de Beer ein echter Glücksgriff gelungen. Dem 42-jährigen Allroundkünstler gelingt eine berührende, völlig ungewohnte und schlicht liebenswerte Umsetzung des selten gespielten Werks.
APA 14. Mai 2026
einhelliger Jubel
Die Presse 15. April 2026
Vielleicht kann die Operette, das aus der Zeit gefallene musiktheatrale Sorgenkind von einst, doch gerettet werden, investiert man nur ein Übermaß an Fleiß und Liebe? Wer diesen Verdacht hegt, der dürfte sich vom neuen ‚Zarewitsch‘ an der Volksoper bestätigt fühlen: Hier gibt es Lehár wie aus dem, im wahrsten Sinne, Bilderbuch.
Kurier 14. April 2026
Ein offenes Herz und kindlicher Blick genügen, um sich in de Jongs Papiermechaniken zu verlieben und darin das Theater an sich neu zu entdecken – oder zumindest eine eigene Form davon. Man kann de Jongs bildnerischen Stil mögen oder nicht, sicher ist, dass er mit seinen Mitteln mehr Handwerk beweist, als es in diversen anderen Neuproduktionen zu erleben ist.
Die Presse 14. April 2026
Franz Léhars Operette wird in der Wiener Volksoper in charmantem Outfit zum Publikumserfolg.
Der Standard 15. April 2026
Emotionales Kopfkino – und auch so manch ein Schmunzler mit dabei: Theatermacher Steef de Jong inszeniert an der Volksoper Wien Franz Lehárs „Der Zarewitsch“ mit heiterer Rührung und humorvollem Geist. (…) Am Ende ist es (…) de Jongs konsequent durchgehaltener, ressourcenschonender Regieansatz fernab üppiger Ausstattung, der den Abend prägt – und erklärt, warum nicht wenige Zuschauer schon früh zu stehenden Ovationen ansetzen.
Concerti 14. April 2026
De Jong weiß immer wieder zu überraschen mit neuen Einfällen, bevor die Wahrnehmung zur Gewohnheit wird. Am Ende entfaltet so ein Stück, das auch in der Originalfassung von einer leichten Melancholie durchzogen ist, einen ganz eigenen Zauber, eine berührende Nahbarkeit und schwermütige Leichtigkeit, die man so vom Genre der Operette nicht kennt.
APA 14. April 2026
Dieses Gesamtkonzept (…) ist dermaßen einzigartig und liebevoll, dass hier die starren Regeln, die manche so gern ans Musiktheater anlegen, auf luftige Art aufgehoben werden: Dieses Ausmaß an freudvoller Ernsthaftigkeit, das hier einer Operette entgegengebracht wird, sieht man selten. Wer ist dem Genre das Gefühl höher hält als die Form, darf sich hier ausge-zeichnet verzaubern lassen.
Kurier 14. April 2026

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