„Das Einzige, was stärker ist als Hass, ist Liebe“, hieß es heuer beim Super Bowl: „The only thing stronger than hate is love.” Und auch unsere Premieren der kommenden Spielzeit kreisen um die Liebe. Denn was brauchen wir in unseren Zeiten dringender? In unseren 10 Premieren, darunter zwei Uraufführungen, aber auch in unseren drei Wiederaufnahmen, 15 Repertoirewerke zeigen wir die Liebe in all ihren Formen: Freundschaftliche, romantische, sexuelle, mitreißende, und manchmal auch enttäuschte Liebe.
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Die Saison 2026/27
Zehn Premieren & drei Wiederaufnahmen, 15 Repertoirewerke
Wir eröffnen die Saison mit einer Uraufführung: Die mutige Ronja (Hannah Severin) denkt nicht daran, den uralten Streit ihres Vaters (Juergen Maurer) fortzuführen und schließt Freundschaft mit Birk (Eike Onyambu), dem Sohn des Erzfeindes. Die Uraufführung von Astrid Lindgrens Ronja Räubertochter als mitreißendes Musiktheatererlebnis ist ein zeitloses Plädoyer für Mut und Toleranz. Nach ihrer erfolgreichen Inszenierung von Alma widmet sich Ruth-Brauer-Kvam erstmals an der Volksoper einem Stück für die ganze Familie. Die Bühnenfassung von Stephan Lack in der Komposition von Kyrre Kvam und Orchestrierung von Keren Kagarlitsky bringt nordische Klänge und das Rauschen der Wälder in den Orchestergraben und ist eine Hymne an die Natur. Hannah Severin hat als Ilse in Spring Awakening aufhorchen lassen und ist nun als Ronja zu erleben. Uraufführung am 20. September 2026
Bösewichte, die durch Lügen zu Helden werden, ein sensationsgieriges Publikum und Menschen, die nichts mehr wollen, als 15 Minuten im Licht der Scheinwerfer zu stehen. Chicago ist eine Geschichte über die Verlockungen der Showbiz-Welt, mit weltbekannten Songs – allen voran „All That Jazz“ – und mitreißendem Tanz: „Wir lassen uns verführen, von Musik und Jazz und Tanz begeistern – und stolpern im nächsten Augenblick tatsächlich über eine Leiche“, sagt Regisseurin Lotte de Beer, die das ikonische Broadway-Musical gemeinsam mit der Choreografin Arielle Smith inszeniert. Unter der musikalischen Leitung von Gareth Valentine kämpfen Myrthes Monteiro als Velma, Bettina Mönch als Roxie und Katia Ledoux als Mama Morton um Berühmtheit, Glanz und Glamour. Premiere am 24. Oktober 2026
Seit 1908 gehört Richard Heubergers Operette Der Opernball zum Kernrepertoire der Volksoper. In der siebten Neuinszenierung an unserem Haus lässt Regisseur Moritz Franz Beichl den Opernball im Paris der Belle Époque glänzen und zeigt, wie Georges und Marguérite ihr langweiliges Eheleben mit Intrigen und schelmischem Vergnügen aufpeppen: Treuetest, Partnertausch, gefälschte Depeschen und faule Alibis, Chambres séparées und ein „rosa Domino“ inklusive. Letzterer zieht sich als roter Faden durch die gesamte Partitur der Konversationsoperette; denn Heuberger baute als bekennender Wagnerianer Leitmotive in die duftige Musik ein, die Hausdebütant Jakob Lehmann am Pult unseres Orchesters zum Klingen bringt. Mit Carsten Süss, Annette Dasch, Jakob Semotan, Lauren Urquhart, Paula Nocker, Skye MacDonald u. a. Premiere am 5. Dezember 2026
Von der Pariser Oper in den Schrebergarten und zur zweiten Uraufführung der Saison: Was wäre ein Kleingartenverein ohne sein Vereinslokal, wo getratscht, gewählt, getrunken und auf den Tisch gehauen wird? Im Kleingartenverein der Volksoper heißt dieses Vereinslokal Zur heißen Zitrone. Hier treffen einander Alteingesessene, „Zuagroaste“, Künstler-Bobos, Pensionist:innen ... Österreich unter dem Vergrößerungsglas. Julia Edtmeier, Jakob Semotan und ihr Musikalische Leiter Christian Frank erzählen in Zur heißen Zitrone Geschichten aus dem Kleinkartenkosmos und verbinden diese mit Austropop! Eine musikalische Reise durch die jüngste Kulturgeschichte Österreichs mit Sona MacDonald, Oliver Liebl, Peter Lesiak, Paula Nocker u. a. Uraufführung am 20. Februar 2027
Zwei Juwelen des musikalischen Unterhaltungstheaters in einem Abend vereint! Kurt Weills Die sieben Todsünden und Giacomo Puccinis Gianni Schicchi zeichnen eine Satire auf bürgerliche Moral und Geldgier und porträtieren die Familie als Hort von Scheinheiligkeit, Egoismus und Ausbeutung. Giacomo Puccinis rasante Partitur macht sich auch volksliedhafte Melodien zu eigen, während Kurt Weill auf Jazz- und Tanzmusik-Elemente wie Tarantella, Shimmy und Walzer zurückgreift. Die junge britische Regisseurin Rachael Hewer und der international gefragte Dirigent Robert Houssart gehen in dem Doppelabend Die sieben Todsünden/Gianni Schicchi dem Kern der Komödie auf den Grund: dem menschlichen Scheitern als Motor des Geschichtenerzählens. Mit Wallis Giunta als Anna I und Misha Kiria als Gianni Schicchi. Premiere am 3. März 2027
„Hello, Dolly! It’s so nice to have you back where you belong“. Jerry Hermans legendäres Broadway Musical kehrt mit der Starpower von Ruth Brauer-Kvam als Heiratsvermittlerin Dolly Gallagher Levi und Burgschauspieler Roland Koch als griesgrämigen, aber aufrechten Horace Vandergelder an die Volksoper zurück. Mit 2.844 Vorstellungen und zehn Tony Awards zählt Hello, Dolly! zu den erfolgreichsten Broadway-Musicals und ist „ein zeitloser Klassiker. „Kaum ein Stück schafft es, so heiter und positiv auf die Liebe zu blicken, ohne sie dabei naiv zu verklären“, sagt Regisseur Martin G. Berger, der gemeinsam mit dem Musikalischen Leiter Michael Papadopoulos für die dritte Neuinszenierung des Musicals an unserem Haus verantwortlich zeichnet. Premiere am 3. April 2027
Angestiftet vom zynischen Philosophen Don Alfonso stellen Ferrando und Guglielmo die Treue ihrer Verlobten Dorabella und Fiordiligi auf die Probe. In Così fan tutte werden die vier jungen Liebenden durch alle erdenklichen Aspekte der Liebe gejagt: Zuversicht und Misstrauen, Leichtsinn und Zynismus, Siegesgewissheit und Verzagtheit. „Alle Figuren sind mitverantwortlich für die bittere Komödie, die wir hier erleben“, sagt Regisseurin Lotte de Beer, die Mozarts und Da Pontes kongeniale Oper mit dem legendären Bühnenbildner Richard Peduzzi inszeniert. Unter der musikalischen Leitung von Leo Hussain, einem international gefragten Mozart-Interpreten, sind Matilda Sterby, Annelie Sophie Müller, Jaye Simmons, Timothy Fallon, Josef Wagner und Daniel Schmutzhard zu erleben. Premiere am 22. Mai 2027
Um gleich 10 unterschiedliche Paarkonstellationen geht es in der Produktion der neuen Opernstudio-Generation. Unter ebenfalls neuer künstlerischer Leitung von Annette Dasch stellt sich der mittlerweile dritte Jahrgang des StudioV mit einem anspruchsvollen Projekt vor: Philippe Boesmans’ Oper Reigen überträgt Artur Schnitzlers schonungslose Gesellschaftsanalyse in eine musikalisch-dramatische Form des späten 20. Jahrhunderts. In zehn miteinander verknüpften Szenen begegnen einander jeweils zwei Personen, die einander lieben, begehren oder benutzen. Annette Dasch gibt mit Reigen ihr Regiedebüt, die Musikalische Leitung liegt in den Händen von Maayan Franco. Premiere im MuTH am Augarten am 26. Juni 2027
Das Wiener Staatsballett unter der Leitung von Alessandra Ferri präsentiert die vom Publikum lang ersehnte Wiederaufnahme von Max und Moritz und zwei neue Ballettabende: Die titelgebende legendäre Choreografie Carmen Suite von Alberto Alonso zu einem Arrangement für Schlagwerk und Streicher von Rodion Schtschedrin wird kombiniert mit Burden Loops, einer Uraufführung von Eno Peci. Premiere am 12. Juni 2027
Masterpieces for Two lädt das Publikum zu einer Reise durch die Geschichte des Tanzes ein. Im Mittelpunkt steht der Pas de deux – die wohl intimste Form des Balletts in fünf herausragenden Choreografien von Michel Fokine, Maurice Béjart, Angelin Preljocaj, George Balanchine und Jerome Robbins. Premiere am 16. Jänner 2027
BARRIEREFREIHEIT
Es tut sich also einiges, auch im Sinne der Barrierefreiheit: Die Volksoper bietet seheingeschränkten bzw. blinden Gästen Vorstellungen mit Live-Audiodeskription inklusive spezieller Backstage-Touch-Tour an. Zuseher:innen mit Höreinschränkung wird mit Auracast ein optimales Musikerlebnis ermöglicht, und in Kooperation mit der Österreichischen Autistenhilfe findet die Familienmatinee Der Krieg der Knöpfe am 2. Mai 2027 als „Relaxed Performance“ statt.
NACHHALTIGKEIT
„Mit dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet, hat die Volksoper seit der Inbetriebnahme der 1.150 m2 großen Photovoltaik-Anlage bereits 596 MWh an eigenem Strom produziert, verfügt über eine Wärmerückgewinnung und spart durch LED-Technologie bei der Bühnenbeleuchtung 98 kWh pro Tag ein,“ berichtet der Kaufmännische Geschäftsführer Christoph Ladstätter. Darüber hinaus arbeitet das Haus weiter an der Einführung eines Umweltmanagementsystems nach EMAS.
AUSLASTUNG
Besonders erfreulich sind die Besucher:innenzahlen: Rund 26 Prozent des Publikums sind unter 30 Jahre alt, die Zahl der Abonnements ist um 9 % gestiegen und die Sitzplatzauslastung lag von September bis 13. April 2026 bei 88 Prozent.
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