SIE KENNEN DIE FLEDERMAUS? SO NOCH NICHT!
Stellen Sie sich folgende Fragen: Steckt hinter der „Rache der Fledermaus“, die die Handlung in Gang setzt, mehr als ein harmloser Streich von Dr. Falke an Gabriel von Eisenstein? Sind die Gefühle der beiden füreinander womöglich komplizierter? Was trieb Prinz Orlofsky nach Wien, wo er Feste feiert, auf denen gilt: „Chacun a son goût“ – jede:r nach dem eigenen Geschmack? Und was geschieht, wenn bei einem dieser Bälle plötzlich die Polizei vor der Tür steht? Entsteht unter den Belogenen und Betrogenen Solidarität – oder siegt die Ausrede: der Champagner? Die Pride Edition der Fledermaus stellt diese Fragen und spielt augenzwinkernd mit Vergangenheit und Gegenwart queeren Lebens, voller Humor, Verkleidungswitz und mitreißenden Choreografien.
Alljährlich im Juni feiert der Pride-Monat die Sichtbarkeit queerer Kultur und erinnert an den Kampf gegen Diskriminierung. Welches Genre wäre passender, um aus diesem Anlass einen neuen Blick auf Liebe und gesellschaftliche Erwartungen zu werfen, als die Operette? Immerhin ist kein Genre queerer! Subversiv und freizügig spielt sie mit Geschlechterrollen und erzählt von Menschen, die andere Identitäten annehmen – oder annehmen müssen. Die weltberühmte Musik Johann Strauß’ entfaltet so eine ganz neue, bissige Aktualität. Feiern Sie mit uns Pride, Operette und das befreiende Lachen über gesellschaftliche Masken!
Die Szenische Einstudierung der Fledermaus – Pride Edition liegt in den Händen von Florian Hurler. Am Pult des Volksopernorchesters steht Tobias Wögerer. Neben Ryta Tale als Ida und Tom Neuwirth als Frosch ist auch Thomas Oliemans erstmals als Dr. Falke an der Volksoper zu erleben. Daniel Schmutzhard (Eisenstein), Johanna Arrouas (Rosalinde), Jaye Simmons (Adele), Katia Ledoux (Prinz Orlofsky), Martin Winkler (Gefängnisdirektor Frank), Timothy Fallon (Alfred) und Stanisław Napierała (Dr. Blind) ergänzen das Pride-Edition-Ensemble.