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Hoffmanns Erzählungen

Zwischen Liebe und Kunst, Erinnerung und Imagination: Nach dem großen Erfolg in Strasbourg und Paris feiert Lotte de Beers Inszenierung von Hoffmanns Erzählungen nun am 7. Juni 2026 Premiere an der Volksoper Wien. Im Zentrum steht der Dichter Hoffmann, der zwischen unerfüllter Liebe und künstlerischer Berufung hin- und hergerissen ist, während seine Muse ihn zurück zur Kunst führen will. Am Pult steht der international gefeierte Dirigent Emmanuel VillaumeAttilio Glaser singt die Titelrolle des Hoffmann, Wallis Giunta verkörpert die Muse.

Koproduktion mit der Opéra National du Rhin, dem Théâtre National de l‘Opéra-Comique und der Opéra de Reims.


„DER MANN IST NICHT MEHR, WERDE ALS DICHTER WIEDERGEBOREN!"

Der Dichter Hoffmann sitzt in einem Lokal und denkt an seine Geliebte Stella, die im nahegelegenen Opernhaus gerade in Mozarts Don Giovanni brilliert. An seiner Seite: Nicklausse. Doch der Freund ist eigentlich die verkleidete Muse, und diese hat nur ein Ziel: Hoffmann von der unglücklichen Liebe ab- und zurück zur Kunst bringen. In Hoffmanns Kopf beginnt es zu arbeiten und Erinnerungen kehren zurück. Erinnerungen an drei Frauen, die er einst liebte, und die ihm angeblich durch böse Kräfte geraubt wurden: Olympia, Antonia und Giulietta. Der Dichter beginnt, das zu tun, was seine Aufgabe ist: erzählen!

Hoffmanns Erzählungen ist eigentlich kein Stück, Offenbach konnte es nicht vollenden, darum haben wir es mit einem großen Haufen an Material zu tun. Man muss immer einen roten Faden finden: Wer ist unser Hoffmann? Die drei weiblichen Hauptfiguren, von denen er erzählt, sind nur Projektionen seines Geistes – doch es gibt noch eine andere Frau, die ich sehr spannend finde: die Muse! Zwischen den beiden entspinnt sich eine Auseinandersetzung zwischen Kunst und Künstler.“ (Lotte de Beer)

Für die Inszenierung von Lotte de Beer hat Peter te Nuyl eine Fassung erstellt, in der die Muse in einen Dialog mit Hoffmann tritt, ihn herausfordert, mit sich und seiner Künstlerseele konfrontiert und darauf abzielt, das Beste im Dichter hervorzubringen. Die poetische Aufführung in den wandelbaren Bühnenbildern von Christof Hetzer wurde in Strasbourg und Paris mit großer Begeisterung aufgenommen und ist nun an der Volksoper zu erleben.

Lotte de Beers Inszenierung von "Hoffmanns Erzählungen" an der Opéra national du Rhin © Klara Beck


SAGE MIR, MUSE ...

Wird Kreativität nur unter Schmerz freigesetzt? Oder ist das romantische Verklärung? Ein Mythos, der den unerklärlichen Schöpfungsprozess erklären soll? Hoffmanns Erzählungen stellt einen Künstler auf die Bühne, der zwischen Leben und Schaffen, Kunst und Erotik, Schreiben und Liebe hin- und hergerissen wird. Was sagen seine Geschichten über ihn selbst aus?

„Eigentlich erzählt Hoffmann drei Mal die gleiche Geschichte. In dieser Geschichte ist er jeweils das Opfer, wird von bösen Kräften um die geliebte Frau gebracht. Alles dreht sich immer nur um ihn, er ist der Hauptdarsteller seiner eigenen Geschichte und seiner eigenen Geschichten. Was ändert sich durch die Begegnung mit der Muse und durch den Weg, den er mit ihr geht? Vielleicht setzt er sich mit seinem Weltbild auseinander, lernt etwas über sich. Dass er auch Nebendarsteller in den Leben anderer ist, zum Beispiel. Und dass sich darüber spannende Geschichten erzählen lassen. Ist er am Ende bereit, ein gänzlich neues Kunstwerk zu schaffen?“, so Lotte de Beer.

Offenbach gilt als Meister der oft abschätzig sogenannten „leichten Muse“ und Begründer der Operette. Les Contes d’Hoffmann ist seine finale „opéra fantastique“. In der Fassung von Dramaturg Peter te Nuyl wird die Muse zur zentralen Gesprächspartnerin von Hoffmann, sie konfrontiert ihn mit sich selbst und seiner eigenen Künstlerseele, bringt ihn zum Erzählen.

Die Musikalische Leitung liegt dabei in den Händen von Emmanuel Villaume. Der in Frankreich geborene Dirigent hat mit den bedeutendsten Opernhäusern und Symphonieorchestern der Welt fesselnde Aufführungen geleitet. In die Rolle des Hoffmanns schlüpft Attilio Glaser, die Muse wird gespielt von Wallis GiuntaAnna Simińska ist als Olympia, Axelle Fanyo als Antonia und Hedwig Ritter als Giulietta zu erleben.

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Lotte de Beers Inszenierung von "Hoffmanns Erzählungen" an der Opéra national du Rhin © Klara Beck