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Pressezentrum

Pressebüro der Volksoper Wien

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Mag. Eva Koschuh
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Sarah Stöger, MA
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Spring Awakening

Am 21. Februar 2026 feiert Spring Awakening Premiere an der Volksoper Wien: ein intensives Rockmusical über das Erwachsenwerden, den Druck einer leistungsorientierten Gesellschaft und das verzweifelte Bedürfnis, gehört zu werden. Basierend auf Frank Wedekinds Frühlings Erwachen verbindet das Stück einen historischen Stoff mit moderner Rockmusik und gibt dem unausgesprochenen Inneren der Jugendlichen eine Stimme. Regie führt dabei Frédéric Buhr, die musikalische Leitung liegt bei Christian Frank, gespielt wird mit Live-Band. Getragen wird die Produktion von einem jungen Ensemble, das den Themen des Stücks besondere Authentizität verleiht. In den Hauptrollen sind Paula Nocker als Wendla, Paul Aschenwald als Melchior und Teodor Pop als Moritz zu erleben.

"ICH FÜHLE ETWAS - ABER ICH WEISS NICHT, WAS."

Spring Awakening erzählt die Geschichte von Wendla, Moritz und Melchior – drei Jugendliche, die in einer strengen und leistungsorientierten Welt nach Liebe, Wahrheit und Selbstbestimmung suchen: Wendla tastet sich ahnungslos an ihre erwachende Sexualität heran und gerät in eine Situation, die sie nicht begreift. Moritz, sensibel und klug, zerbricht am Druck der Schule, am Zwang, zu funktionieren. Melchior stellt alles in Frage – die Autorität der Lehrer, die Moral der Eltern, die Regeln der Kirche – und bezahlt mit Einsamkeit. 

Das Musical basiert auf Frank Wedekinds Drama Frühlings Erwachen von 1891 und verbindet den Geist der damaligen Zeit mit der Energie moderner Rockmusik. Seit Wedekinds Zeiten ist die Welt eine vollständig andere geworden, vermeintlich offener und selbstbestimmter. Aber warum ist es dann bis heute so schwer, über sich, den Körper und das Erwachsenwerden zu sprechen? Mehr als hundert Jahre nach der skandalumtosten Uraufführung würde Wedekind seine Figuren vielleicht Emilia, Paul und Elias nennen – doch ihre Fragen wären letztlich die gleichen: Wie leben, wie lieben, wie denken, wenn dir niemand wirklich zuhört? 

In Spring Awakening fühlen die Jugendlichen alles, aber finden niemanden, der sie auf dem Weg zu sich selbst unterstützt. Musikalisch spiegelt sich das in einem Stilbruch wider: Rockmusik in einem historisch gesetzten Stoff. Wenn die Figuren singen, tritt ihr Inneres hervor, das, was sie in der äußeren Handlung nicht aussprechen dürfen, weil schulische Autorität, moralische Strenge oder religiöse Schuldgefühle sie daran hindern. Auch wenn die Welt sich verändert hat, das Bedürfnis gehört zu werden, das Bedürfnis zu erwachen, bleibt.

ZWISCHEN DEN ZEITEN

Für Spring Awakening setzt die Volksoper auf ein junges Ensemble, das den Figuren und ihren Konflikten eine unmittelbare Nähe und große Authentizität verleiht. Regie führt dabei Frédéric Buhr, der bereits in der Saison 2023/24 mit dem Musical tick, tick… BOOM! an der Volksoper große Erfolge feierte. Die musikalische Leitung liegt bei Christian Frank, der auch diesmal gemeinsam mit einer Live-Band für Rockkonzertstimmung sorgt.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der körperlichen Ebene der Inszenierung: Gearbeitet wird mit Stunt Coordinator Ran Arthur Braun und seinem Stunt-Team, wobei die Sänger:innen selbst aktiv in die Stunts eingebunden sind. Die Choreografie von Klevis Elmazaj ist dabei eng mit den Stunts verzahnt, sodass Bewegung, Tanz und Aktion zu einem mitreißenden Gesamterlebnis verschmelzen. Das Bühnenbild von Agnes Hasun, ein markantes Klettergerüst, wird dabei zum zentralen Spiel- und Bewegungsraum. Die Kostüme entwirft Constanza Meza-Lopehandia, die Dramaturgie verantwortet Lisa Kerlin.

In den Hauptrollen ist Paula Nocker als Wendla zu erleben, die bereits in dieser und der vergangenen Saison als Eliza Doolittle in My Fair Lady an der Volksoper zu sehen war. Paul Aschenwald singt Melchior und war unter anderem im Ensemble von Sweeney Todd am Musiktheater Linz engagiert. Teodor Pop übernimmt die Rolle des Moritz; er war unter anderem als Tyler in Merrily We Roll Along am Theater Regensburg sowie in Jesus Christ Superstar am Staatstheater Nürnberg zu erleben. Ergänzt wird das junge Ensemble durch zwei Volksopern-Lieblinge: Martina Dorak und Peter Lesiak verkörpern die erwachsenen Figuren des Stücks.

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