Alexander Joel

Zwar kam er 1971 in London zur Welt, doch seine musikalische Ausbildung erhielt Alexander Joel in Wien, wo er zunächst Klavier und Komposition an der Musikakademie, dann Dirigieren am Konservatorium studierte, das er 1996 mit Auszeichnung abschloss. Als Preisträger des Capuana-Wettbewerbes in Spoleto erhielt er erste Engagements an den Stadttheatern von Baden und Klagenfurt – nach Kärnten zieht es ihn immer wieder zurück, sodass er mittlerweile einen Wohnsitz am Ossiacher See besitzt. 
Über die Volksoper führte ihn seine Karriere als Ersten Kapellmeister an die Deutsche Oper am Rhein (Düsseldorf/Duisburg), wo er sich zwischen 2001 und 2007 ein breites Repertoire aufbaute. Von 2007 bis 2014 wirkte er als Generalmusikdirektor am Staatstheater Braunschweig und als Chefdirigent des dortigen Staatsorchesters. Zahlreich sind die internationalen Opernhäuser, an denen er gern gesehener Gast ist: am Royal Opera House Covent Garden in London ebenso wie an der Bayerischen Staatsoper München, an der Dresdner Semperoper, der Deutschen Oper Berlin, der Hamburgischen Staatsoper, dem Opernhaus Zürich, dem Grand Théâtre de Genève, dem Théâtre des Champs-Élysées in Paris, an De Nationale Opera in Amsterdam, der Königlichen Oper Stockholm, der Königlichen Oper Kopenhagen, dem Teatro Reggio in Parma, der Finnischen Nationaloper sowie am Teatro Municipal in Santiago de Chile.
An der Boston Lyric Opera gab er 2016 mit einer Produktion von "Die lustige Witwe" sein Debüt in den USA. Seit der Saison 2016/17 ist er Erster Gastdirigent an der Vlaamse Opera in Amsterdam und Gent; besondere Beachtung fand die von ihm geleitete Neuproduktion von Puccinis "Manon Lescaut" in der Inszenierung von Andrea Breth.
An der Volksoper war Joel – übrigens Halbbruder des singer-songwriters und Pianisten Billy Joel - schon in der Direktion von Dominique Mentha (1999-2003) mit Dirigaten von "Wiener Blut", "Der Vogelhändler", "Die Fledermaus", "Der Bettelstudent" sowie "Die Zauberflöte" und "La Bohème" präsent. In der Saison 2014/15 leitete er die Wiederaufnahme von Verdis "La Traviata" in der Langzeit-Erfolgsinszenierung von Hans Gratzer. In der Saison 2017/18 wird er für "Hoffmanns Erzählungen" am Pult stehen, außerdem wird er zum Jahreswechsel 2018/19 das Orchester der Volksoper auf dessen Japan-Tournee begleiten.

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