Alfred Mitchell
Wann wurdest du zum ersten Mal in deinem Leben durch (Musik)Theater verzaubert?
Wahrscheinlich, als ich etwa drei Jahre alt war. Meine Eltern hatten eine VHS-Kassette des Musicals Cats von Andrew Lloyd Webber, und ich war davon völlig in den Bann gezogen. Bekanntlich habe ich meine Familie kurz darauf meiner ungekürzten Ein-Mann-Aufführung dieses Stücks ausgesetzt.
Warum singen die Leute und warum sprechen sie nicht?
Menschen singen, weil sie etwas so intensiv empfinden, dass Sprechen einfach nicht ausreicht. Musik kann Gefühle auf eine Weise ausdrücken, wie es Worte allein nicht vermögen. Oper und Musical werden oft als übertrieben angesehen, aber genau das liebe ich an ihnen – sie geben sowohl den Figuren als auch den Darsteller:innen die Freiheit, ihre Gefühle in ihrer ganzen Intensität zum Ausdruck zu bringen.
Welche Rolle kann/soll Musiktheater in der heutigen Gesellschaft einnehmen?
Ich glaube, dass Musiktheater schwierige Themen zugänglicher machen kann. Stücke wie Cabaret beweisen, dass Musik dem Publikum helfen kann, sich auf einer viel tieferen Ebene mit anspruchsvollen Geschichten auseinanderzusetzen. Wenn die Menschen das Theater mit neuen Denkansätzen verlassen oder über das Gesehene sprechen, dann hat es meiner Meinung nach etwas wirklich Wichtiges bewirkt. Gleichzeitig halte ich es aber auch für unglaublich wichtig, dass das Publikum einfach unterhalten wird. Das Theater muss ein Ort bleiben, an dem die Menschen dem eintönigen Alltag entfliehen können.
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Geboren in
Nottingham, England
Ausbildung
MMus Royal Conservatoire of Scotland
Wichtige Engagements
Tamino in Die Zauberflöte (Théâtre du Lido)
Garsington Alvarez Emerging Artist 25/26
Cyril in Princess Ida (National Gilbert and Sullivan Opera Company)
Erzähler in The Rape of Lucretia (British Youth Opera)
Prägende Zusammenarbeit mit diesen Künstler:innen
Die Zusammenarbeit mit Marin Alsop an Bernsteins Mass
Die Zusammenarbeit mit Damon Alban an seiner Fortsetzung der Zauberflöte
Bedeutende Preise und Ehrungen
Chris Treglown Prize Overall Winner 2026
Website
* Verwendung der Fotografie (© privat) nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien