Morten Frank Larsen

Der Bariton erhielt seine musikalische Ausbildung in seinem Heimatland Dänemark an der Musikhochschule in Aarhus und absolvierte mehrere Meisterklassen, u. a. bei Josef Greindl und Gino Bechi. 1994 debütierte der Künstler als Tarquinius in Brittens The Rape of Lucretia in Aarhus. Sein internationales Debüt folgte im Jahr darauf mit der Titelrolle in Don Giovanni am Goethe-Theater in Bad Lauchstädt. Von 1997 bis 2000 war Larsen am Staatstheater Braunschweig engagiert, anschließend wurde er fixes Ensemblemitglied der Volksoper Wien.

Der Künstler verfügt über ein ungewöhnlich umfangreiches Repertoire. Larsen stand bereits in mehr als 60 Rollen auf der Bühne, darunter u. a. als Figaro (Il barbiere di Siviglia), Riccardo (I Puritani), Belcore (L’elisir d’amore), Malatesta & Posa (Don Pasquale), Eugen Onegin in der gleichnamigen Oper, Heerrufer (Lohengrin), Wolfram (Tannhäuser), Zar Peter (Zar und Zimmermann) sowie Nick Shadow (The Rake’s Progress).

Zu seinem Konzertrepertoire gehören sowohl die Bach-Passionen als auch Brahms' Ein deutsches Requiem, Mahlers Lieder eines fahrenden Gesellen, Szymanowskis Stabat Mater und Orffs Carmina burana, weiters u. a. Brahms' Vier ernste Gesänge und Die schöne Magelone, Schumanns Dichterliebe sowie Lieder von Schubert, Wolf und Loewe, aber auch von Barber, Nielsen, Mussorgski, Ravel, Debussy und Poulenc.
Mit der Verleihung des dänischen Aksel Schiøtz Preises etablierte Larsen seinen Ruf als Liedsänger. 

An der Wiener Staatsoper debütierte Morten Frank Larsen 2003 als Sprecher in der Zauberflöte. Seither wirkte der Künstler dort als Mercutio (Roméo et Juliette), Dr. Falke (Die Fledermaus), Don Fernando (Fidelio) und Mandryka (Arabella). 2005 stand er am Teatro Massimo in Palermo als Jochanaan in Richard Strauss' Salome mit großem Erfolg auf der Bühne. Weitere Gastauftritte führten Larsen u. a. nach Sevilla, ans Teatro Comunale in Bologna, an die Deutsche Oper Berlin (Altair in Die ägyptische Helena) und an die MET (Graf in Capriccio). In der Saison 2005/06 war Morten Frank Larsen außerdem mit großem Erfolg als Nathan in Nicholas Maws Sophie’s Choice (Koproduktion der Volksoper Wien mit der Deutschen Oper Berlin und der Washington National Opera) sowohl in Berlin als auch bei der Österreichischen Erstaufführung in Wien auf der Bühne zu erleben.

Das Volksopernpublikum kennt Larsen u. a. als Eisenstein (Die Fledermaus), Marcello (La Bohème), Der Gefangene (Il Prigioniero), Sharpless (Madama Butterfly), Graf Almaviva (Die Hochzeit des Figaro), Don Giovanni in der gleichnamigen Oper, René (Der Graf von Luxemburg), Danilo (Die lustige Witwe), Giorgio Germont (La Traviata), Johannes Freudhofer (Der Evangelimann), Herr Fluth (Die lustigen Weiber von Windsor), Scarpia (Tosca), Graf von Eberbach (Der Wildschütz), Tonio (Der Bajazzo), Pangloss (Candide), Kunrad (Feuersnot), in der Titelrolle von Stephen Sondheims Musical Sweeney Todd, Mr. Gedge (Albert Herring), Baron von Gondermark (Pariser Leben), Jochanaan (Salome), Fürst Galitzki (Fürst Igor), als Vincenzo Gellner (La Wally), Marco (Gianni Schicchi) sowie als Simon Frazier/Crap Shooter in Porgy and Bess.

Für die Titelrolle in Dallapiccolas Il Prigioniero wurde der Künstler im Jahr 2003 mit der Eberhard-Waechter-Medaille ausgezeichnet.

In der aktuellen Spielzeit ist Morten Frank Larsen als Gespenst Sir Simon in der Neuproduktion Das Gespenst von Canterville zu erleben und in der Premierenserie des Zigeunerbaron die Rolle des Graf Peter Homonay spielen. Darüber hinaus steht er wieder als Sprecher in der Zauberflöte, als Besenbinder Peter in Hänsel und Gretel und als Kardinal Ruffo in Vivaldi - Die fünfte Jahreszeit auf der Bühne der Volksoper.

* Verwendung der Fotografie nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien


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