Paul Schweinester

Der österreichische Tenor studierte Lied und Oratorium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und ist in allen Bereichen der klassischen Musik zu Hause.
Als freischaffender Opern- und Konzertsänger ist er international gefragt.

Seiner Leidenschaft für das Kunstlied ist der Sänger treu geblieben und lebt sie u. a. in Auftritten mit beim NDR Hamburg, der Jeunesse Wien, der Schubertiade Schwarzenberg, dem Brahmsfest Mürzzuschlag oder dem Austrian Cultural Forum New York aus. 

Auch im Konzertbereich bezeugen zahlreiche Auftritte an der Seite von namhaften Dirigenten und Orchestern das internationale Format des Künstlers. Unter der Leitung von Hans-Christoph. Rademann und der Gaechinger Cantorey war er im Herbst 2017 mit Bachs Weihnachtsoratorium im Festspielhaus Baden-Baden, am Gasteig München, der Liederhalle Stuttgart und im Haus der Musik Moskau zu hören. Zu Neujahr 2018 sang er unter Maestro Adam Fischer Haydns Schöpfung in der Bela Bartok Hall in Budapest. Eine Tournee mit den Musiciens du Louvre unter Mark Minkowski führte ihn mit der Mattäuspassion durch Spanien und Frankreich. Beim Grafenegger Frühling musizierte er mit dem Tonkünstler Orchester die Arien in der Johannespassion. Gemeinsam mit der Camerata Salzburg unter Paul Langrée führte er Mozarts Requiem in Kolumbien auf.

Während Paul Schweinester nebenbei weiterhin sein Steckenpferd der gepflegten Unterhaltungs- und Tanzmusik auf den großen Wiener Bällen betreibt und mit dem Orchester „Divertimento Viennese“ durch die Abende rauscht, baut er sein Repertoire an Opern- und Operettenrollen auf internationalen Bühnen konsequent auf. Stationen der letzten Jahre waren u. a. das Palais Garnier: Pedrillo in der Entführung aus dem Serail, die Salzburger Festspiele: Basilio in Le nozze di Figaro und die Bregenzer Festspiele: in Franco Faccios Hamlet, Massenets Don Quichotte und Verdis Rigoletto.
Eine CD-Aufnahme von Mozarts Entführung aus dem Serail an der Seite von Diana Damrau und Rolando Villazon erschien im Herbst 2016 bei der Deutschen Grammophon. Die erneute Zusammenarbeit 2018, bei der Paul Schweinester den Monostatos in der Zauberflöte einspielte, bestätigt den Erfolg. Aber auch in der zeitgenössischen Oper ist der Sängerdarsteller zu Hause. Am Theater an der Wien konnte er als Toni in der Elegie für junge Liebende begeistern. Am Prinzregententheater München sang er in Friedrich Cerhas Oper Onkel Präsident den Josef Powolny und mit dem Sirene Operntheater Wien war er in Jean und Gilles von Francois Deschamp zu hören. Bei den Seefestspielen Mörbisch sang er den Adam in Der Vogelhändler, am Stadttheater Bozen den Edwin in Die Csárdásfürstin und an der Oper Köln den Doktor Siedler im Weißen Rössl.

Aktuelle Engagements führen ihn u. a. an das Theater an der Wien, als 1. Juden in der Neuproduktion von Salome. Mit der Bayerischen Staatsoper gastiert er als Brighella in Ariadne auf Naxos in Hong Kong. In dieser Rolle war er bereits mehrmals am Royal Opera House Covent Garden in London zu erleben. Unter Kirill Petrenko tritt Paul Schweinester im Frühjahr 2020 in Baden-Baden und Berlin als Jaquino in Fidelio auf. Auch in Paris und Hongkong gastiert er mit dieser Rolle. Ebenfalls 2020 wird er auch im 2018 neu eröffneten Haus der Musik in Innsbruck mit Johannes Brahms‘ Schöner Magelone in einer von ihm selbst adaptierten Textfassung auftreten.

An der Volksoper Wien konnte Paul Schweinester seine Vielfältigkeit bereits als sehr junger Künstler in einer Vielzahl an Rollen in Oper (Rigoletto, Carmen, Die verkaufte Braut, Die lustigen Weiber von Windsor, Der Mantel, u. a.), Operette (Die Fledermaus, Die lustige Witwe) und auch Musical (Hello, Dolly!; Die spinnen, die Römer!) unter Beweis stellen.
Nun ist er als David Umney in der Österreichischen Erstaufführung von Marius Felix Langes Oper Das Gespenst von Canterville wieder an unserem Haus zu erleben.

* Verwendung der Fotografie (© Paul Schweinester_privat opernwerkstatt) nur für Zwecke der aktuellen Berichterstattung über die Volksoper Wien

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