Über die Volksoper

Die Volksoper ist Wiens großes Haus für Operette, Oper, Musical und Ballett, das anspruchsvolle musikalische Unterhaltung bietet. Farbig, vielschichtig und lebensfroh widmet sie sich als einziges Wiener Haus dem Genre Operette.

Die Volksoper Wien

Über 150 Sänger
95 Orchestermusiker
64 Chorsänger
über 100 Tänzer
4 Genres
1.000 Überraschungen 
und nur 1 Haus!

Zwischen September und Juni stehen in knapp 300 Aufführungen 32 verschiedene Produktionen auf dem Programm des 1.337 Plätze fassenden Repertoiretheaters. Von der "Zauberflöte" bis zur "Lustigen Witwe", vom Musical "My Fair Lady" bis zum Ballett "Cendrillon (Aschenputtel)"
 reicht dabei das Repertoire der Volksoper Wien.

Im September 2007 übernahm Burgschauspieler Robert Meyer die Direktion der Volksoper. Im Februar 2018 wird er mit "Der Opernball" seine 100. Premiere an diesem Haus feiern. Besonderes Augenmerk legt Meyer in seiner Programmierung auf die Operette, an deren Aufwertung er arbeitet. Daneben zählen Opern des 18., 19., 20. und 21. Jahrhunderts, klassisches Musical und Ballett zu den Repertoiresäulen der Volksoper. Mit „Volksoper Spezial“ wurde eine 5. Sparte geschaffen, die Soireen, Kabarettistisches und Parodistisches umfasst und die Bedeutung von Schauspieler-Musiktheater an der Volksoper unterstreicht. Neben Schauspielerkollegen aus Burgtheater, Josefstadt und Volkstheater steht Publikumsmagnet Robert Meyer selbst in zahlreichen Vorstellungen auf der Bühne der Volksoper.

Mit einem kinderfreundlichen Programm, Kinder-Workshops, Ermäßigungen, Kinder-Zyklen, Schulprojekten und Führungen wird Kindern der Zugang zur Welt des Musiktheaters erleichtert.

Die Geschichte des Hauses

Die Volksoper Wien kann auf eine über hundert Jahre alte Geschichte zurückblicken.

Die heutige Volksoper Wien wurde 1898 als "Kaiser-Jubiläums-Stadttheater" eröffnet und zunächst nur als Sprechbühne geführt. Erst 1903 wurden auch Opern und Singspiele in den Spielplan aufgenommen. 1904 wird aus dem Stadttheater Wien die Volksoper.

„Tosca“ (1907) und „Salome" (1910) hatten an der Volksoper ihre Wiener Erstaufführung; weltbekannte Sängerinnen und Sänger wie Maria Jeritza, Leo Slezak oder Richard Tauber sind schon zu Beginn ihrer Karriere an der Volksoper aufgetreten; Alexander Zemlinsky wirkte hier als Dirigent und ab 1906 als erster Kapellmeister. Nach dem Ersten Weltkrieg entwickelte sich die Volksoper zu Wiens zweitem repräsentativem Opernhaus, wurde aber ab 1929 wieder zu einem „Neuen Wiener Schauspielhaus", in dem auch „leichte“ Operetten gegeben wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg diente die Volksoper als Ausweichquartier für die zerstörte Wiener Staatsoper.

Nach der Wiedereröffnung der Staatsoper 1955 wurde die Volksoper wieder als selbständiges Musiktheater mit Oper, Operette und Musical geführt. Seitdem haben die Direktoren Franz Salmhofer (1955-63), Albert Moser (1963-73), Karl Dönch (1973-86), Eberhard Waechter (1987-92) Ioan Holender (1992-96), Klaus Bachler (1996-99), Dominique Mentha (1999-2003) und Rudolf Berger (2003-2007) das Profil der Volksoper geprägt.

Die Operette, Wien und die Volksoper

Am 21. Oktober 1858 präsentierte Jacques Offenbach seine erste abendfüllende Operette: „Orpheus in der Unterwelt“. Elf Tage zuvor ging mit seiner „Verlobung bei Laternenschein“ erstmals ein Werk des neuen Genres über eine Wiener Bühne (10. Oktober 1858 im Carl-Theater). Bald nahm der Österreicher Franz von Suppé die Erfolgsfährte auf. Er und seine Nachfolger, von zahlreichen Kleinmeistern bis hin zu Johann Strauß, etablierten den Begriff „Wiener Operette“, ein Quell von Melodie und Heiterkeit, der um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert zu versiegen drohte. Doch auf die „Goldene“ folgte die „Silberne Ära“ der Operette, just zur Zeit der Eröffnung der Volksoper. Hier hat das Genre, das so charakteristisch für Wien ist, dauerhaft eine Heimstatt gefunden. Zu Recht gilt die Volksoper als das führende Operettenhaus der Welt. Erstklassige Sänger, Schauspieler und Tänzer sowie ein vielseitiges Orchester sorgen Abend für Abend für ein musikalisches Feuerwerk.

Die Technik hinter den Kulissen

In einem Theater steckt jede Menge Technik. Möchten Sie wissen, wie schnell sich der Vorhang heben kann, mit wie viel Gewicht die Bühne belastet werden kann ...? 

Bühnenflächen:
Bühne 

Bühnenfläche: 480m² mit max.500 kg/ m² belastbar, 
nutzbare Bühnenbreite: 17,20 m 
Bühnentiefe von der vorderen Portalkante zum Schiebefalttor: 19,00 m 

Probebühnen 
Probebühne 1 (Severingasse): 19,50 x 11,50m = 224 m² 
Probebühne 2 (Severingasse): 17,00 x 12,00m = 204 m² 
Ensemble- Proberaum (Severingasse): 62 m2 
Probebühne 3 (Im Haus): 11,00 x 11,50m = 127 m² 
Probebühne 4 (Stadtbahnbogen): 14,60 x 8,00m = 117 m² 
Weitere Details zu den technischen Anlagen sind in der Technischen Leitung zu erfragen.

Orchestergraben 
2 elektrisch angetriebene Hubpodien (vorne Einfachpodium, bühnenseitig Doppelstockpodium)
Tragfähigkeit 500 kg/m² statisch, 250 kg/m² dynamisch
Höhenverstellbar von: 0 bis -265 cm unter Bühnenniveau

Vorbühnenzüge:
Elektrozug für Lautsprechercluster
, Nennlast 300 kg, Hub 13,65 m

Vorbühnenzug Beleuchtung, Nennlast 350 kg, Hub 15,6 m

Portalzone 
Kurtine (Eiserner Vorhang) 
H x B 9,10 x 15,25 m, Hub 8,4 m, Gewicht 5.740 kg 

Hauptvorhang (Samt rot) 

elektrisch raff- u. hebbar 
Raffgeschwindigkeit: von 0,15 bis max. 3,0m/s 
Hubgeschwindigkeit: von 0,00 bis max. 2,0m/s 

Schleierzug elektrisch 
Tragfähigkeit: 350 kg od. 150 kg Punktlast 

Schalldämpfervorhang elektrisch 
zusätzliche Nutzlast: 300 kg od. 150 kg Punktlast 
Hubgeschwindigkeit als Schallvorhang von 0,0 bis max. 1,2 m/s 
Hubgeschwindigkeit als Schwerlastzug von 0,0 bis max. 0,5 m/s 

Portalbrücke 
elektrisch angetrieben, bis max. 8,10 m Höhe fahrbar 
Aufnahme zusätzlicher Lasten nicht gestattet!
Portalöffnung (in der Breite nicht verstellbar): 11,06 m 

Schnürboden:
53 Prospektzüge, elektrisch 

Nennlast je 350 kg gleichmäßig verteilt, oder 120 kg Punktlast 
Zug 1 bis 53:
Hubhöhe: max. 21,65 m, Lattenlänge 16 m (Zug 5 bis 46) 
Zug 1 bis 4 und 47 bis 53 kürzer! 
Zug 54 – 57:
Hubhöhe max. 17,80 m, Lattenlängen 7,5 m bis 10,2, m

8 Punktzüge, elektrisch je 400 kg Nennlast, 
Hubhöhe max. 22 m 

Geschwindigkeit Prospekt- und Punktzüge max. 1,2 m/s

2 Schwerlastzüge elektrisch, zwischen Prospektzügen 33 und 38, 
Nennlast je 700 kg gleichmäßig verteilt,
Hubhöhe 21,65 m, Geschwindigkeit max. 0,6 m/s, darin eingehängt:
hinteres Beleuchtergerüst Nutzlast 1100 kg

3 Rundhorizonte, elektrisch je Nutzlast 400 kg Nennlast/Punktlast, Hubhöhe max. 17,30 m 

Vorderes Beleuchtergerüst elektrisch, Hubhöhe 13,10 m, Nutzlast 1.200 kg

Kombinations-Drehbühne:

Kernscheibe mit Hubstock 
Außendurchmesser von 7,20 m 
Drehgeschwindigkeiten von 0,0 bis max. 1,0 m/sec Umfangsgeschwindigkeit regelbar
Belastung 250 kg/m² dynamisch, 500 kg/ m² statisch
Hubhöhe bezogen auf Bühnenniveau von -7,42 m bis max. + 0,17 m 
Hubgeschwindigkeit von 0,03 max. 0,3 m/sec stufenlos regelbar 
Hublast: 5000 kg max. 

Ringscheibe mit Versenkungsöffnungen 
Außendurchmesser: 15 m 
Innendurchmesser: 7,22 m 
Drehgeschwindigkeiten von 0,0 bis max. 1,0 m/sec Umfangsgeschwindigkeit regelbar. 
Belastung 250 kg/m² dynamisch, 500 kg/ m² statisch
verschiedene Versenkungsöffnungen an diversen Positionen 

Versenkungsplattformen 
3 stationäre Personen-Versenkungen mit Handantrieb und gegengewichtsausgleich, je 150 kg Nennlast
Einstieg unter Bühnenniveau: -2,88 m 

Steuerung der Bühnenmaschinerie (Obermaschinerie und Drehscheiben mit Hubstock):
System "On Stage" Fa. Theatertechnische Systeme (TTS), Baujahr 2012-2013

Fotos der Volksoper Wien

Wollen Sie einen Blick in den Zuschauerraum und die Foyers werfen oder die Volksoper Wien von außen betrachten?


Geschäftsbericht und Corporate Governance Bericht